#GamesSW: Pressure Overdrive von Chasing Carrots angespielt

#GamesSW: Pressure Overdrive von Chasing Carrots angespielt

test3 News PC PS4 Special News Xbox One  #GamesSW: Pressure Overdrive von Chasing Carrots angespieltBei all den großen Triple AAA Titeln, die jedes Jahr wie am Fließband erscheinen, ist es leicht, den Überblick zu verlieren. Kein Wunder also, dass man da den regionalen Spielmarkt komplett aus den Augen verlieren kann. Und damit auch seine Schätze. Das will ich ändern und die Games- und Filmszene sowie Digital Pioneers im südwestlichen Raum Deutschlands mit #GamesSW etwas näher bringen. Heute schaue ich mir Pressure Overdrive von Chasing Carrots aus Stuttgart an.

 

 

Chasing Carrots ist ein kleines, feines Indie-Team, das es sich zur Aufgabe gemacht hat, innovative Projekte mit unverwechselbarem Look zu kreieren. Unabhängig von Developern schaffen sie „deliziöse“ Games, deren Kernmerkmal schlicht das Kriterium erfüllen muss, dass es ihnen selbst Spaß macht. Dabei scheint Liebe zum Detail einen wichtigen Stellenwert einzunehmen. Denn das Erste, was einem auffällt, wenn man sich die Spiele von Chasing Carrots anschaut (Pressure Overdrive, Cosmonautica und Heart of Scrap) ist die starke künstlerische Komponente. Das Artwork und die Animationen haben einen unverwechselbaren Stil und hohen Wiedererkennungswert.

Schräger Humor gemixt mit Arcade-Nostalgie

Dies gilt auch für Pressure Overdrive. Der Arcade-Racer nimmt den Spieler mit auf eine Reise in die Vergangenheit, als Rennspiele noch nicht mit Ultra-Grafik und Realismus glänzen mussten, sondern einfach pure Freude am Daddeln bedeuteten. Das ist auch die Devise bei Pressure Overdrive. Unnötiger Ballast wie riesige Menüführung, ausführliches Tutorial oder Pseudo-wichtige Story wurden weggelassen, um so einen direkten Einstieg ins Spiel und einen schnellen Funfaktor zu ermöglichen.

Im herrlich animierten Intro begegnet man dem Helden des Spiels, einem Buggyfahrer sowie dessen mechanischem Hund in einer Steampunk angehauchten Welt an einem beschaulichen Morgen. Doch mit der Morgenroutine und dem Baden im hauseigenen See wird nichts, da ein gewisser Count Soap alles Wasser des Sees gestohlen hat, um damit seinen Uber-Spa zu versorgen. Das lässt unser Held nicht auf sich sitzen und startet mit der Gruppe „La Resistance“ eine Rebellion, in der er die Verfolgung und Jagd der Bösewichte mit seinem Buggy aufnimmt. Mit rund 30 Strecken in drei Welten wartet das Arcade-Game in der Solo-Kampgagne auf, welche die nette Story in Zwischensequenzen weiter spinnt.

Was hierbei besonders auffällt, ist der skurrile Humor, der sich durchgängig durch das Spiel zieht. Sei es nerdige Beschreibungen von Effekten, beispielsweise eine Slow-Mo-Update für das Buggy („Max Payne lässt grüßen“) oder die stets ulkigen Kommentare des französisch angehauchten „La Resistance“ Begleiters, der einem am Anfang und Ende jeder Rennstrecke erwartet. („Stecke eine Möhre in dein Buggy, bei Dr. Braun führte dies zu ZeitreisenI“). Es wird überdeutlich, dass die Entwickler einen Heidenspaß bei der Arbeit hatten.

Kein Buggy-Baumeister ist vom Himmel gefallen

Nach dem Intro ist man auch gleich mitten in der Action, nämlich in seinem Buggy, um in einer abgefahrenen Welt auf Gegnerhorden zu ballern und Hindernissen auszuweichen. Was zu Beginn nach simplem Geklicke anmutet, entwickelt sich im Spielverlauf rasch zu einer ansteigenden Herausforderung, die neben Geschick im Rennenfahren und Gegner abschießen vor allem gute Skillung erfordert. Herzstück des Games ist nämlich der Buggy, der mit dem gesammelten Geld durch das Eliminieren der Gegner mit neuen Bauteilen aufgepimpt werden muss. Dabei geht es nicht nur darum, dass das Gefährt optisch Einiges hermacht, sondern um spielerische Entscheidungsfragen. Lieber ein Dauerfeuer-Maschinengewehr oder ein stärkerer Laser mit Ladeverzögerung? Lieber stärkere Panzerung oder Seitenwalzen zum Malträtieren der Gegner? Oder doch besser gleich einen neuen Buggy kaufen? Stets muss man als Spieler entscheiden, mehr auf Angriff oder Verteidigung zu setzen und dies wiederum mit seiner Spielweise abwägen. Dieses Herumexperientieren am Wagen ist gut ausbalanciert, jede Veränderung wirkt sich spürbar gerade in den fortschreitenden Levels auf, wenn stärkere Gegner auftauchen.

So wie sich die Rennstrecken optisch verändern, tun dies nämlich auch die Gegner. Nicht nur in der Anzahl, sondern auch in ihrer Art. Neue Gegnertypen erfordern anderes Vorgehen, was wiederum in das entsprechende Umrüsten des Buggy münden kann. Aufgefrischt wird die rasante Fahrerei stellenweise durch Bossgegner, die man mit einer speziellen Taktik kleinkriegen kann. Diese Zweikämpfe gestalten sich als besonders spannende Momente im Spielgeschehen, da sie alles andere als einfach sind und entsprechendes Fahr- als auch Skill-Können abverlangen.

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Einsam oder gemeinsam: auf alle Fälle Fun!

Ein Garant für ein gutes Spiel ist es stets, wenn es einfach zu handhaben, aber schwer zu meistern ist. Pressure Overdrive gelingt dies sehr gut, während die ersten Level ziemlich leicht gestaltet sind, merkt man im fortschreitenden Verlauf sehr schnell, dass simples Rumfahren und Schießen wenig bringt, da die Gegner besser werden und die Strecken schwerer. Das reizt ungemein, die Fahrtaktik zu verändern, seinen Buggy umzugestalten oder auch neue Strategien auszuprobieren.

Der Arcade-Racer schafft es ebenso gekonnt, zwei Spielertypen anzusprechen. Der 5-Minuten-Raser, der in der Mittagspause schnell in paar Minuten seinen Flow suchen will, um eine Strecke durchzuhetzen und Gegnerhorden nieder zu mähen, als auch der Langzeit-Buggy-Fahrer, der nach neuen Highscores hetzt und versucht, das Letzte aus seinem Gefährt rauszuholen. Neben der Kampagne kann man daher auch Freies Spiel oder Endlos-Spiel wählen.

Was alleine schon Spaß macht, geht zu zweit besser? Das trifft 100 % auf Pressure Overdrive zu. Bei jedem Spielmodi kann ein zweiter Spieler mit Controller oder Maus/Tastatur dazu stoßen und da entfaltet der Racer eine Spiellaune wie in guten alten Zeiten, wenn man gemeinsam vor einer Arcade-Maschine zockte. Gemeinsam Gegner plätten oder um die Wette fahren, das bewirkt langanhaltenden Spielspaß.

Pressure erschien ursprünglich bereits 2013, Pressure Overdrive ist die überarbeitete Version der Entwickler für Konsolen. Letztlich kann man das Spiel dank der sehr guten Portierungsarbeit nun auf allen Gerätschaften spielen, sei es Windows, Mac, Linux Xbox One oder Playstation 4.

Mehr Infos zum Game gibt es auch auf der Seite von Chasing Carrots.

Gamingnerd und Filmjunkie. Angefangen hat die Videospiel-Reise mit NES und Gameboy, seither der Gameswelt verfallen. Filme und Serien sind seine Passion seit er selbstständig den Fernseher bedienen konnte. Besitzt eine Affinität zu allen Technik-Innovationen und nerdigen Trends.

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