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games! Game of the Year Gewinner 2020

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(c) istock.com/romanprysiazhniuk

2020, ey. Was ein Jahr. Zum Glück haben wir es bald hinter uns. Und hey, zumindest konnten wir während all der Lockdowns mehr Videospiele spielen, nicht wahr? Gott und die Welt redet, schreibt und tweetet dieser Tage darüber, was denn die persönlichen Game of the Year-Spiele seien. Als Seite, auf der über Videospiele geschrieben wird, kommen auch wir nicht natürlich drum herum, unsere diesjährigen Game of the Year-Picks zu präsentieren:

Konrads Spiel des Jahres: Hades

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Es wäre mir ein Leichtes, einfach den Link zu meinem Final Fantasy VII Remake Review zu posten und die Sache auf sich beruhen zu lassen. Aber es gab da noch ein anderes Spiel, das mich dieses Jahr völlig in seinen Bann gezogen hat. Ich rede von Hades, dem Roguelike Hack and Slash von Bastion-Entwickler Supergiant Games. Eigentlich mag ich Roguelikes schon konzeptuell nicht. Ein Spiel wieder und wieder zu spielen, nur weil man andauernd stirbt und dazu noch Elemente, die jedes Mal neu zusammengewürfelt werden; solche Konzepte gehen eigentlich gegen vieles, was ich in einem Videospiel suche. Allerdings schafft es Hades grandios, mich mit seiner sehr straff erzählten Geschichte und seinen exzellenten Charakteren bei der Stange zu halten und das Roguelike-Konzept wunderbar narrativ einzurahmen.

Als der Sohn des Gottes der Unterwelt, wollt ihr aus ebendieser entkommen. Doch das ist unmöglich. So zumindest werden es euch viele Charaktere wieder und wieder unter die Nase reiben. Wenn schließlich doch einem Gegner der letzte Streich gegen Protagonisten Zagreus gelingt und ihr erneut aus dem blutigen Pool in den untersten Verwaltungsebenen der Unterwelt steigt, dann ist Zagreus darüber genau so frustriert wie ihr selbst. Es ist ein ständiger Kampf. Das hilft enorm dabeim die Atmosphäre des Spieles zu unterstreichen und gibt den Charakteren so viel Leben.

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Auch der Gameplay-Ablauf ist eine wunderbare Harmonie von Story und Mechanik. Zagreus wird bei seinem Unterfangen von den Göttern des Olymp unterstützt, die ihn mit Ihren Gaben beschenken. Diese passen alle wunderbar auf ihr jeweiliges Portfolio, wie Zeus Kettenblitze oder Poseidons Push-Effekt. Gleichzeitig beschert jede Begegnung mit einem Gott für ein kleines bisschen Charakterisierung und es ist immer wieder eine Freude sich von Ihnen beplaudern zu lassen. Aber wehe man muss sich mal zwischen einen von zwei Göttern entscheiden, denn das gesamte Pantheon ist ein ziemlich rachsüchtiger Haufen, der sich sofort auf euch stürzt, nur um kurz darauf wieder freundlich gesinnt zu sein.

Hades ist ein hektisches schweres Spiel in einem Genre, das ich nicht wirklich mag und doch hat es mich völlig gepackt. Das größte Lob, das ich einem Spiel machen kann ist, wenn ich mich beim Schreiben frage, warum ich stattdessen jetzt nicht das Spiel spiele. Und wisst ihr was, das mach ich jetzt auch. One More Time.

Alex‘ Spiel des Jahres: The Last of Us Part II

Ich weiß, dass mich viele dafür hassen werden, aber das ist mir eigentlich auch ziemlich egal. Denn für mein Game of the Year muss ich mich schließlich nicht schämen. Warum sollte ich auch? Bei mir wurde es mit ziemlich großem Abstand The Last of Us Part II.

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Ehrlich gesagt war ich eigentlich nicht wirklich gehypt auf den Nachfolger des grandiosen ersten Teils. Zwar habe ich diesen bestimmt fünf oder sechs mal durchgespielt, allerdings war es nicht so, dass ich mich krass nach einem Nachfolger gesehnt hätte. Trotzdem ist es nun mein persönliches Spiel des Jahres geworden. Warum? Einerseits, weil es doch ziemlich wenig Konkurrenz in diesem Jahr gab, und andererseits, weil das Spiel wirklich großartig ist. Gameplay, Story, Performance. Alles ist an sich sehr stimmig. Endlich mal wieder ein Spiel, was ich innerhalb weniger Tage am Stück durchziehen konnte, weil es mich so sehr in seinen Bann zog.

Natürlich gab es, wenn auch nicht allzu harte, Konkurrenz. Da wäre einerseits Mafia: Definitive Edition. Leider blieb mir nach dem Durchspielen ein ziemlich fader Nachgeschmack. Dieser hat auch jetzt noch Bestand. Das soll nicht heißen, dass es ein schlechtes Remake ist. Ganz im Gegenteil. Allerdings wich es stellenweise doch ziemlich stark von meinen Erwartungen ab, weshalb ich nicht gänzlich zufrieden mit dem Remake sein kann. Da bin ich dem Hype wohl doch zu sehr verfallen. Nichtsdestotrotz hatte ich sehr viel Spaß mit Mafia: Definitive Edition. Gereicht hat es trotzdem nicht für den ersten Platz.

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Bei den anderen beiden Spielen, die noch im Rennen waren, halte ich mich relativ kurz. Das wäre zum einen Ghost of Tsushima. Durchgespielt habe ich es noch nicht, allerdings habe ich mich schon etliche Stunden mit meinen Freunden durch den Online-Modus geschnetzelt. Insgesamt ein sehr schönes Spiel, was unglaublich von seiner Atmosphäre und Inszenierung lebt. Der letzte Platz auf dem Podium geht an ein Spiel, womit ich selber nicht mal damit gerechnet hätte, dass ich es irgendwo auflisten würde: Call of Duty: Modern Warfare 2 Remastered. Mir ist erst im Nachhinein klar geworden, wie viel Spaß ich doch mit meinem Lieblings-Call of Duty auf der Current Gen hatte. Es war eine coole Sache die tolle Kampagne von CoD: MW2 auf der PS4 nochmal spielen zu können. Das Spiel hätte jedoch nahezu perfekt sein können, wenn doch der großartige Multiplayer und der tolle Spec Ops-Modus inbegriffen gewesen wären. Schade drum, aber immerhin reicht es für Platz 3.

Daniels Spiel des Jahres: Half Life: Alyx

Kann es etwas Schöneres geben, als ein Spiel auf eine Art und Weise zu erleben, wie nie zuvor? Noch näher in ein anderes Universum zu blicken und aus der realen Welt für kurze Zeit voll und ganz in die Matrix eine fiktive Spielwelt abzutauchen? Kürzlich wurde ein lang gehegter Kindheitstraum für mich wahr.

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Zugegeben bin ich selbst überrascht was die Wahl zu meinem persönlichen Spiel des Jahres anbelangt. Noch vor wenigen Wochen dachte ich, dass sich das lang ersehnte und viel gehypte Sci-Fi Rollenspiel aus dem Hause CD Project Red, Cyberpunk 2077, an die Spitze setzen und mein GOTY werden wird. Doch es sollte anders kommen. Dank doch zu vieler Bugs, sowie kleinen und größeren Problemchen im Spiel, entschied ich mich schweren Herzens dafür, das Spiel zur Seite zu legen und so lange zu warten, bis es „fertig gepatcht“ wird. Glücklicherweise erreichte mich zum fast selben Zeitpunkt meine langerwartete VR Brille, die Reverb G2 von HP, mit der ich nun endlich Half Life: Alyx spielen können würde.

Als Half Life Fan der ersten Stunde brannte ich seit März diesen Jahres darauf, wieder nach City 17 zurückzukehren und als Alyx Vance den Combine Soldaten das fürchten zu lehren. Zum Glück konnte ich spoilerfrei ins Spiel eintauchen und dank der hochaufgelösten VR Brille das Spiel in bester Grafikpracht genießen. Ich bin noch immer hin und weg, was Valve hier wieder einmal fabriziert hat. Die Geschichte ist spannend, die Charaktere einzigartig, witzig wie auch vielseitig und was die Interaktionen mit der Spielwelt angeht, geht Valve neue und mir bis dato völlig ungeahnte Wege. Jeder Raum und jedes Haus ist einzigartig designt und lädt zum Erkunden ein, Schränke und Kisten wollen stets geöffnet und ihr Innerstes offenbart werden. Was einst mit der Brechstange erledigt werden musste, übernimmt der Spieler nun mit seinen eigenen Händen. Nie war Looten so immersiv wie in Half Life: Alyx!

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Auch die Kämpfe sind, wenn auch stets überschaubar, packender und actiongeladener als je zuvor in einem Half Life-Spiel. Da man es nun mit seinem eigenen Körper steuert und nicht nur Tasten drückt, fühlt sich so ein Feuergefecht, wenn man hinter einem Auto Deckung sucht und mit leicht zitternden Händen die Waffe nachlädt, gleich zehn Mal besser und authentischer an als es ein normaler Shooter auf einem Bildschirm je wiedergeben könnte. Das alles im Half Life Universum, mit den ihm eigenen Waffen, Soundeffekten, kniffligen Rätseln und der berüchtigten Atmosphäre der City 17. Wer bereits selbst das Spiel spielen konnte, wird mir sicherlich zustimmen, wenn ich sage, das sich das Warten auf einen neuen Half Life-Titel definitiv gelohnt hat, denn Half Life: Alyx ist mehr als jeder Fan erwartet haben dürfte. Denjenigen unter euch, die es noch nicht gespielt haben, empfehle ich es dringend nachzuholen, auch wenn die Anschaffungskosten für VR Brillen noch relativ hoch sind. Half Life: Alyx wird den Kauf mehr als rechtfertigen.

Michaels Spiel des Jahres: Ghost of Tsushima

Mit dem Jahr 2020 geht ein sehr ungewöhnliches Jahr zu Ende. Vor allem die Pandemie um Covid-19 dürften uns weiterhin sehr beschäftigen. Dennoch war es auch ein sehr außergewöhnliches Jahr im Bereich des Gaming. Negative Ereignisse wie die Corona bedingten Absagen der Gaming-Messen, aber auch die Veröffentlichungen rund um die neuen Konsolenhardware. Aber auch dabei bekomme ich direkt weitere negative Gedanken zu Themen wie Scalper, die dafür sorgten, dass PlayStation 5, Xbox Series X aber auch die neuen Generationen der Grafikkarten kaum zu bekommen waren. Dennoch war es auch ein Jahr toller Spiele! The Last of Us Part II, Final Fantasy VII Remake, DOOM Eternal, Death Stranding, Microsoft Flight Simulator, Spider-Man: Miles Morales, Demon’s Souls Remake und viele weitere Spiele, die es verdient hätten, hier ebenfalls genannt zu werden. Doch vor allem ein Spiel ist mir dieses Jahr im Gedächtnis geblieben: Ghost of Tsushima!

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Am Anfang des Spiels hätte ich gar nicht damit gerechnet, dass ich gerade dieses Spiel als mein persönliches Spiel des Jahres bezeichnen werde. Aber mit jeder Minute im Spiel und mit jedem weiteren Fortschritt hat mich Ghost of Tsushima mehr in seinen Bann gezogen und vollkommen verschlungen. Vor allem sind nicht nur das Gameplay oder die Erzählart der Story die alleinigen Gründe, wieso es mein Game of the Year ist. Beeindruckend ist auch, was Sucker Punch hier aus der ‚ollen‘ PlayStation 4 noch herausgeholt hat. Ladezeiten? Sucht man hier fast vergeblich. Die Entwickler mussten die Ladezeiten sogar künstlich verlängern, damit man überhaupt den einen oder anderen Spieltipp im Ladescreen sehen durfte. Auch grafisch bietet das Spiel so Einiges. Es ist vor allem das Gesamtpaket, was mich hier so überzeugt hat. Jeder, der auch nur ein klein wenig mit Action Adventures anfangen kann, sollte sich unbedingt dieses Spiel anschauen. Denn wie gesagt: Mit jeder Spielminute werdet ihr immer tiefer in Ghost of Tsushima gezogen und man ist schnell an dem Punkt angelangt, an dem man einfach nicht mehr aufhören kann!

Christians Spiel des Jahres: DOOM Eternal

War DOOM 2016 noch eine Neuinterpretation des Originals, so ist DOOM Eternal eindeutig mit DOOM II verbunden. Fünf Jahre nach den Ereignissen des Vorgängers lebt der Slayer jetzt auf einer Orbitalplattform und muss mit ansehen, wie die Dämonen der Hölle über die Erde herfallen. In diesem sprichwörtlichen Jahr der Hölle gab es für mich keine größere Genugtuung, als auf Dämonenjagd zu gehen und die Welt aus dem Würgegriff der Kreaturen zu befreien.

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DOOM Eternal bringt zahlreiche Änderungen mit sich: Kämpfe sind weitaus dynamischer, Monster sehr viel aggressiver und das Arsenal ist durch Gimmicks wie eine Flammenkanone und Eisgranaten erweitert worden. Dazu liefert Mick Gordon einmal mehr einen Soundtrack, der sich gewaschen hat. Für die Zukunft von DOOM Eternal ist gesorgt. Erst vor wenigen Monaten erschien der erste von zwei geplanten Singleplayer-Erweiterungen. Dazu kommt der Mehrspieler-Battlemode, in dem zwei Dämonen gegen einen Doom Slayer antreten.

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id ist eine logische und extrem kurzweilige Entwicklung von einem DOOM zum anderen gelungen. Wenn DOOM Eternal ein Gradmesser für die Zukunft der Serie ist, so wird es extrem schwierig werden, noch eine Schaufel draufzusetzen. Aber wenn es jemand schafft, dann sie.

Connors Spiel des Jahres: Hades

Im Mai 2019 kaufte ich Hades während seiner Early Access-Phase und legte es nach 2-3 Stunden unbeeindruckt weg. Ich empfand es als ganz gut, aber nicht überragend. Das änderte sich schlagartig, als ein Freund mir nach Hades‘ Veröffentlichung begeistert von dem Spiel berichtete. Daraufhin kramte ich Hades hervor und es haute mich um. Konrad hat euch schon erzählt, worum es geht. Anders als Konrad habe ich insgesamt große Freude an dem Genre. Hades hat diese nur noch verstärkt.

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Die offensichtlichste Stärke von Hades: Es trumpft mit überragend guten Kämpfen auf, in denen Animationen, Geschwindigkeit und Effekte ein wirklich gutes Kampfgefühl vermitteln. Hades‘ Kämpfe allein sind gut genug, um das gesamte Spiel zu tragen. Was erfreulich ist, schließlich tendieren Action-Roguelikes dazu, hauptsächlich aus Kämpfen zu bestehen.

Darüber hinaus hat es eine solide Run-übergreifende Progression, weshalb viele es als Roguelite klassifizieren. Man schaltet Waffen, passive Boni, Items und Story-relevante Gegenstände und Dekoration für das Haus des Hades im Spielverlauf frei. Insbesondere das gute Design der 5 verschiedenen Waffen sowie die Aspekte, verschiedene Varianten der Waffen, hat mir gefallen. In den Runs sammelt ihr in Hades hingegen keine normalen Items oder Waffen, sondern Segen des altgriechischen Pantheons. Bei jedem Antreffen mit einer Gottheit wählt man einen von mehreren Segen und klickt sich so nach und nach einen Build zusammen. Das mag einfach klingen, spielt sich aber hervorragend, ist sehr motivierend und bietet viel Raum für Experimente.

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Die für das Genre überraschendste Stärke ist hingegen, dass es Hades gelingt, das Roguelike-Prinzip – also, dass der eigene Tod, das Spiel von vorne beginnen lässt – mit einer nennenswerten Handlung zu verbinden. In dieser trifft Zagreus auf die Figuren der griechische Mythologie, die allesamt interessante, glaubwürdige Charaktere sind, die wunderbar synchronisierte und überraschend gut geschriebene Dialoge mit dem Prinzen der Unterwelt führen.

Hades war mit Nichten das einzige dieses Jahr erschienene Spiel, das mir gefallen hat. Ein kurzer Ausschnitt aus meinen Erfahrungen: Ghost of Tsushima ist eins der besten Action-Adventure, das ich seit Langem gespielt habe. DOOM Eternal toppt für mich nicht nur DOOM(2016), sondern lässt auch viele Konkurrenz-Shooter mit seinen halsbrecherischen Dämonenschnetzeleien hinter sich. Darüber hinaus gelang dem hervorragenden Crusader Kings III das Kunststück, mich für die Grand Strategy-Spiele von Paradox Interactive zu begeistern. Crusader Kings III präsentiert vormals trocken wirkenden Grand Strategy-Spiele von Paradox in einem moderneren Gewandt und ist gleichzeitig erheblich einsteigerfreundlicher, ohne die Tiefe der Vorgänger dabei einzubüßen.

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Selbserklärter König der Nerds, Herausforderer bitte hinten anstellen. Ich bin der mit den Nunchakus und dem im Wind flatternden Bandana.

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