For Honor Ersteindruck zur Season 3

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Wir hatten vorab die Möglichkeit, die neuen Charaktere und Maps der Season 3 anzuspielen. Was bringt sie Neues für For Honor von Ubisoft?

Season 3 verspricht beginnend am 15. August neuen Wind in For Honor zu bringen. Wie in der letzten Season führt das For Honor-Team mit dem Highlander und Gladiator zwei neue Helden ein, die im Saison-Pass enthalten sind oder für jeweils 15.000 Eisen ab dem 22. August freigeschaltet werden können. Darüber hinaus lassen die Karten Wachposten und Wikingerdorf den Map-Pool des Mittelalter-Brawlers weiterwachsen. Dank eines Preview-Builds konnte ich sowohl die beiden Helden als auch die zwei neuen Karten ausprobieren.

Der Highlander & der Gladiator

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Neue Helden sorgen in jedem Spiel für mehr Abwechslung und Veränderung im Meta. Sowohl der Highlander als auch der Gladiator führen neue Spielstile ein. Der hybridartige Highlander führt einen Beihänder, der gelinde gesagt nicht gerade die reaktionsschnellste Waffe des Spiels ist. Dafür verfügt es als schwerstes und längstes Schwert im Spiel über immenses Schadenspotential. Im Kampf kann der Highländer zwischen einem offensiven und einem defensivem Kampfmodus wechseln. Damit die Gegner einen nicht zerquetschen, wird ein geeignetes Mangement beider Modi von besonderer Bedeutung im Live-Spiel sein. Im defensiven Modus stehen dem Highlander eher defensivere Angriffsketten, Blocks und Paraden offen. Letzterer opfert er im offensiven Modus zu Gunsten seiner verheerendsten Angriffe. Insgesamt fühlen sich seine Angriffe brachial an, was den Kampf mit dem Beihänder besonders spaßig gestaltet. Aus dem Ersteindruck heraus erscheint der Highlander ein anspruchsvollerer Held zu werden.

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Dahingegen ist der Gladiator als Assassine ein geschickterer Kämpfer, was unter anderem durch seine größere Ausdauer und kürzere Cooldowns bedingt wird. Er kommt in typischer Gladiator-Ausrüstung daher, die in Sachen Panzerung etwas zu Wünschen übrig lässt. Seinen Feinden begegnet er mit einem Dreizack und einem kleinen Schild – diese optisch etwas unterrepräsentierte Verteidigung hat ebenfalls Auswirkungen auf das Gameplay. Anders als bei vielen anderen Helden verbleibt der Gladiator nicht dauerhaft in einer Blockrichtung, sondern nur für eine kurze Zeit, weswegen man die Blocks als Gladiator-Spieler präziser timen muss als bei anderen Helden. Insgesamt erscheint der Gladiator außerdem deutlich zugänglicher zu sein als der Highlander und der Beschreibung, dass er geradeheraus zu spielen ist, wirklich gerecht zu werden. Seine unterschiedliche Fähigkeiten lassen sich mit leicht merkbaren Tastenkombinationen auslösen, während sie sich gleichzeitig intuitiv in den Kampf einbinden. So kann er einen überraschenden Faustschlag durchführen, seinen Gegnern den Dreizack wahlweise in den Bauch oder in den Fuß rammen oder einen sogenannten Wespenstichangriff mit dem Dreizack durchführen. Da die Server-Population auf dem Build gegen Null ging, konnte ich nur KI-Gegner verhauen, weshalb ich nicht beurteilen kann, wie die beiden Helden sich im Kampf gegen echte Spieler spielen.

Zwei neue Karten und mehr

Wer lieber bei seinen gewohnten Helden bleibt, hat trotzdem etwas von Season 3. Das Wikingerdorf und Wachposten bereichern For Honor um zwei neue Schauplätze. Beim Wachposten handelt es sich um eine verwinkelte Burganlage, auf der sich unter anderem eine Ballista finden lässt, die erheblichen Schaden gegen alles anrichtet, was ihren Bolzen zu spüren bekommt. Dahingegen versetzt das Wikingerdorf einen, wie der Name schon sagt, in ein Wikingerdorf, in dem man sich durch die Straßen einer nordischen Siedlung kämpft, Gassen mit dem Blut seiner Gegner besudelt und sogar das Innere eines Langhauses Teil der Schlacht wird. Ich wurde auf der Karte zudem von einem einen Weg entlangrollenden Fass überrascht, das als Mapmechanik zu fungieren scheint. Beide Karten überzeugen von ihrer Ästhetik her, wie man es von For Honor gewohnt ist. Atmosphärisch hat mir aber vor allem das Wikingerdorf gefallen. Um sich auf den beiden Karten behaupten zu können, dürfte genaue Kenntnis der beiden Karten von Nöten sein. Alle beide sind nicht linear aufgebaut, weshalb sie ihren Spielern zumindest etwas Orientierungssinn abverlangen.

Zwei Beispiele für die neue legendäre Ausrüstung von For Honor

Neben diesen großen, inhaltlichen Neuerungen hält Season 3 für For Honor noch mehr bereit. So führt sie die neue Seltenheit Legendär für Ausrüstung ein, erhöht das maximale Ansehen für Helden auf 40, wodurch einem mehr Anpassungsmöglichkeiten offen stehen. Schließlich erweitert sie For Honor um einen Kompetitiven Modus: Dieser beginnt zunächst mit 1-gegen-1-Turnieren und wird im Lauf des Jahres zu 4-gegen-4-Turniere ausgebaut werden. Obschon die bloße Existenz eines kompetitiven Modus für viele interessant sein könnte, steigert Ubisoft dessen Attraktivität noch durch neue exklusive Belohnungen. Ferner wird Ubisoft im Verlauf von Season 3 weiter an Balance-Verbesserungen der offensiven und defensiven Spielstile arbeiten, was For Honor’s Kämpfe interessanter und fairer gestalten sollte.

Ausblick

Season 3 baut For Honors Heldenauswahl um zwei neue, interessante Kandidaten aus. Sowohl der Gladiator als auch der Highländer dürften für neue Abwechslung in den Matches des Mittelalterspiels sorgen. Das Gleiche gilt für die zwei neuen Karten, die For Honor noch ein Stück vielfältiger machen. Eine 180°-Wende sollten Spieler bei der Season 3 jedoch nicht erwarten. Fast noch wichtiger als die neuen Inhalte dürften des Weiteren die Einführung der kompetitiven 1-gegen-1-Kämpfe und kommende Kampfsystem-Verbesserungen werden. Irgendwann in naher Zukunft will Ubisoft zudem Dedicated Server für For Honor einführen, so dass seit Release bestehende Unnanehmlichkeiten im Multiplayer bald der Vergangenheit angehören sollten.

 

Meist zu finden in Shootern, Rollenspielen oder Strategiespielen. Zudem Student der Informatik.

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