Final Fantasy X / X-2 HD Remaster im PS4-Test - Part 1

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Seit Freitag, dem 15.05.2015, ist Final Fantasy X / X-2 HD Remaster für die PlayStation 4 erhältlich und ich hatte am Wochenende die Gelegenheit den Rollenspiel-Klassiker gleich mehrere Stunden am Stück bis zur völligen Verblödung zu suchten. Theoretisch könnte ich mir den nachfolgenden Pseudo-Test sparen und euch direkt schreiben: „Kauft euch das Spiel!“ – aber damit wäre mein Chefredakteur nicht einverstanden *duck*

Feucht fröhliche Final Fantasy X Entjungferung

Eigentlich hatte ich bereits vor vielen, vielen Jahren meinen Frieden mit dem Final Fantasy Franchise geschlossen. Genau wie Fans von Game of Thrones nach dem „The Red Wedding“ Kapitel aufgehört haben die Bücher weiterzulesen, habe ich nach dem Tod von Aeris (Final Fantasy VII) beschlossen den PlayStation Controller beiseite zu legen und das Spiel nicht mehr anzupacken. Damals war ich als pubertierender Videospiel-Fruchtzwerg für so eine extreme Erfahrung noch nicht bereit, weshalb es über 10 Jahre dauerte bis ich mit Final Fantasy 13 einen erneuten Versuch gewagt habe. Nur irgendwie wollte bei Lightning und mir nicht so richtig der „Blitz“ überspringen…ha ha haaaaaa ~ Meine Fresse war der Schlecht xD

Jedenfalls möchte ich an dieser Stelle noch einmal mit aller Deutlichkeit darauf hinweisen, dass ihr hier keinen klassischen Testbericht á la: „Grafik toll, schöne Story, 9 von 10 Punkte, Kaufen!“, von mir serviert bekommt sondern einen mehrteiligen Erfahrungsbericht. Das Final Fantasy X und vermutlich auch X-2 richtig geile Rollenspiele sind, wissen die meisten schon seit Jahren. Mir persönlich geht es darum, mit dieser JRPG-Neuauflage für die PlayStation 4 ein Stück Videospielgeschichte aufzuholen und dabei meinen subjektiven Senf dazuzugeben.

YUNA: Neue Liebe neues Glück – Wer war nochmal Aeris?!?

ffx-yuna-403x1024  Review Part 1Na? Habt ihr was bemerkt? Richtig! Alles zwischen Teil 7 und 13 habe ich gekonnt ignoriert, weshalb ihr mich gerne als Final Fantasy Banause oder Noob ohne jegliches Hintergrundwissen abstempeln dürft. Deshalb dürft ihr von mir auch keine tiefgehenden Vergleichsanalysen zur PlayStation 2 beziehungsweise 3 Version erwarten. Stellt euch mich als äußerst sensible (erneute) Final Fantasy X Jungfrau vor, die gerade den Spaß am Franchise (neu) entdeckt und… naja okay lassen wir das!

Leider musste ich direkt am Anfang feststellen, dass es KEINE JAPANISCHE SPRACHAUSGABE gibt! Seriously? Why Square Enix? Why? Mittlerweile müsste doch bei jedem Publisher/Entwickler durchgesickert sein, dass gerade Fans von Japano-RPGs total auf Japanisch abfahren. Gut, die englische Synchronisation kann sich durchaus hören lassen und ich bin froh, dass Yunas Stimme so gut getroffen worden ist. Trotzdem bin ich mir sicher, dass es nicht wehgetan hätte, dem Remastered-Remake noch die japanische Tonspur beizulegen. Was solls – irgendwo ist das ja auch Meckern auf hohem Niveau 😉

Wo wir schon bei Yuna angekommen sind, können wir uns gerne noch ein wenig über diesen außergewöhnlichen Charakter unterhalten. Viele von euch werden sich vermutlich damals schon Hals über Kopf in die Protagonisten verknallt haben, aber es soll ja auch Schlafmützen wie mich geben, die sie bisher nicht kannten. Sie ist wie die kleine, niedliche Schwester, die man sich eigentlich nie gewünscht hat und die man um jeden Preis unfreiwilligerweise beschützen will. Daher verwundert es auch nicht im Geringsten, dass quasi jeder halb so wichtige Charakter in der FFX Story scheinbar scharf darauf ist, Yunas persönlicher Beschützersklave zu werden.

Nein, mal im Ernst: Ich bin zwar mit zirka 10 Stunden Spielzeit noch relativ weit am Anfang, aber es ist einfach schön mit anzuschauen, wie sich die Beziehung zwischen Hauptprotagonist Tidus und Yuna entwickelt. Oh je ~ ich merke bereits, wie mich das Spiel völlig verweichlichen lässt…DAMN YOU SQUARE-ENIX! Aber Yuna ist so süß…haaaaaaa ~

Richtig fiese NPC-Gesichtsgrätschen:

ffx-blitzball-300x167  Review Part 1Das komplette Gegenteil von süß ist hingegen so manch ein Random NPC – naja sagen wir fast alle! Während alle relevanten Protagonisten einem umfangreichen Polygon-Facelifting unterzogen wurden, guckt das gemeine Ingame-Volk dumm aus der Wäsche. Ihnen steht quasi förmlich ins Gesicht geschrieben, dass die Designer damals schon keinen Bock hatten sich bei unwichtigen Nebendarstellern Mühe zu geben. Dementsprechend skurril wirkte die Szene auf dem Schiff auf mich, als der amtierende Blitzball-Meister vor mir Stand und große Töne spuckte. Später sollte ich auch mein allererstes Blitzball-Spiel gegen die visuellen Evolutionsbremsen verlieren, was mich dann aufgrund ihres Aussehens eher kalt ließ.

Blitzball kann mich mal!

Womit wir beim Thema Blitzball wären. Als ich einem Kumpel bei einer Trainingssession im Fitnessstudio davon erzählte, dass ich demnächst Final Fantasy X testen würde, legte er direkt los: „Ahhhh ~ Final Fantasy 10! Das war doch der Teil mit Blitzball oder? Boah, ich hab‘ das Minispiel bis zum geht nicht mehr gesuchtet!“ Mit entsprechend hohen Erwartungen stürzte ich mich in mein erstes Blitzball-Spiel und ging Sang & Klanglos unter, womit ich meine Blitzball-Karriere vorerst auf Eis gelegt habe. Vielleicht trommel ich mir irgendwann nochmal eine schlagfertige Truppe zusammen, ABER NICHT IN ABSEHBARER ZEIT!

Zeit für ein Zwischenfazit

Da Zeit bei mir eine nicht gerade unwichtige Komponente ist, werde ich mich ab sofort wieder an meinen PS4 Controller begeben und fleißig weiterzocken. Bis hierhin kann ich allerdings ruhigen Gewissens behaupten, dass ich persönlich Blitzball übel finde, die meisten NPCs hässlich wie die Nacht sind und bei mir in regelmäßigen Abständen schadenfreudiges Gelächter auslösen. Dies ändert aber absolut nichts daran, dass Final Fantasy X in den ersten 10 Spielstunden ganz großes Videospiel-Kino ist und ich mich schon wie ein kleines Kind auf die nächsten zigtausend Stunden freue. An alle FF10 Jungfrauen da draußen:

LEGT EURE KEUSCHHEITSGÜRTEL AB UND LASSET EUCH VON DIESEM WUNDERBAREN VIDEOSPIEL BEGLÜCKEN!

 

Durchgeknallter Möchtegern-Ex-Japanologe, der jetzt versucht mit seinem Random-Bullshit die Weltherrschaft an sich zu reißen.

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