Follow
Startseite » Reviews » Gaming Reviews » Elite: Dangerous Horizons – Der Test zur Erweiterung

Elite: Dangerous Horizons – Der Test zur Erweiterung

Auf zu neuen Horizonten lautet das Kredo im kürzlich veröffentlichten Addon Horizons für Elite: Dangerous. Dieses bringt nicht nur neue Schiffe und eine Vielzahl neuer Missionen mit sich, sondern ermöglicht es nun auch auf nahezu sämtlichen Planeten in der Galaxie zu landen.

 

Durch das All zu cruisen, Handel zu treiben oder Händler abzufangen und sie ihrer wertvollen Fracht zu berauben, ist für eingesessene Spieler von Elite: Dangerous das täglich Brot. Die Weltraumsimulation hat nach wie vor eine große Fangemeinde und diese sehnte sich seit langem nach neuen Features. Andocken, Fracht kaufen, Missionen annehmen, abfliegen, durchstarten und das ganze wieder von vorne – an diesem bekannten Schema hat sich auch mit Horizons nur wenig geändert. Noch immer fliegen wir mit unserem Schiff quer durch die Galaxie und verdienen unsere Credits, mal mit legalen und manchmal auch weniger legalen Mitteln. Doch da das ewige Andocken an Raumstationen irgendwann mal langweilig wird und die Galaxis unzählige Planeten zu bieten hat, auf denen man landen kann, wurde dieses Vorhaben nun verwirklicht.

Beinahe jedes Sternensystem hält für Reisende mindestens einen, meist aber mehrere Planeten bereit, die über Stationen verfügen, an denen ihr landen, Missionen annehmen und zudem auf der Planetenoberfläche absolvieren könnt. Leider ist es bisher nicht möglich auf der Erde oder dem Mars zu einem Landeanflug anzusetzen, was wir sehr schade finden und auch nicht ganz nachvollziehen können.

Die Aufgabengebiete am Boden beinhalten Aufträge zur Suche von Rettungskapseln, zum Sammeln von Daten oder zum Zerstören von wichtigen Gebäuden innerhalb von feindlichen Stützpunkten. Diese sind dabei oft nicht ganz ungefährlich und es muss stets mit Feindkontakten gerechnet werden. Man sollte also immer auf der Hut sein, vor allem wenn man allein unterwegs ist.

Wenn wir uns auf einem Planeten fortbewegen wollen, so können wir das ganz klassisch mit Hilfe unseres Schiffes tun, oder wir verlassen selbiges mit dem neuen SRV-Landefahrzeug „Scarab“. Jedes Schiff im Spiel können wir mit einem speziellen Hangar ausstatten, in welchen wir unser Fahrzeug stellen und bei Bedarf nutzen können. Sobald wir auf der Oberfläche gelandet sind, setzen wir uns mit einem kurzen Befehl ins Fahrzeug, welches sich dann unverzüglich gen Boden absenkt, und schon können wir in alle Himmelsrichtungen aufbrechen. Ist man auf einer Mission unterwegs, so empfiehlt es sich, nach blauen Bereichen, sogenannten „Points of Interests“, auf der Planetenoberfläche Ausschau zu halten und in diesen zu landen.

Mithilfe des Radars im SRV-Fahrzeug lassen sich wichtige Objekte aus weiter Entfernung ausmachen und nach einer kurzen Eingewöhnungszeit weiß man schon nach kurzer Zeit, Mineralien von abgestürzten Rettungskapseln auf dem Radar zu unterscheiden. Habt ihr euer Objekt der Begierde gefunden, müsst ihr nichts weiter tun, als euren Greifarm auszufahren und die Fracht an Bord zu heben. Leider ist der Frachtraum des SRV sehr klein gehalten und erlaubt nur zwei Frachtgüter zur selben Zeit.

Doch das ist nicht einmal das Schlimmste. So schön es auch ist über einen fremden Planeten zu düsen, so anstrengend kann das ganze auch sein. So ist der Boden auf den Planeten mehr als nur „ein wenig hügelig“ und man wird schon etwas seekrank, wenn man mehrere Minuten lang über Krater und über Bodenwellen zuckelt. Darüber hinaus neigt das Fahrzeug sehr gerne mal dazu, das Heck mir nichts dir nichts herumzureißen, was gerade dann nervig ist, wenn man von fliegenden Drohnen verfolgt und beschossen wird. Da helfen dann auch die eingebauten Sprungdüsen nicht mehr, die beim Erklimmen von kleinen Bergen von Vorteil sein können.

Sehr oft hat uns die Steuerung und das Verhalten des SRV-Fahrzeugs sehr an das aus dem Science-Fiction RPG Mass Effect stammende „Mako“ erinnert. Allerdings musste man man im Mako das Geschunkel nicht aus der 1st-Person-Sicht ertragen. Alles in allem ist die Umsetzung des SCARAB aber gut gelungen und es macht einen heiden Spaß, damit allein oder im Verbund mit anderen Spielern über die Planetenoberfläche zu brettern. Nur am Handling könnte Frontier noch ein wenig feilen.

Was kostet eigentlich die Erweiterung Horizons? Momentan bekommt ihr das Spiel für 49,99€ im Shop von Frontier. Ihr könnt das Spiel aber auch direkt auf Steam erstehen, dort zahlt ihr aber ein paar Euro mehr und dürft für 53,99€ durchstarten. Wer bereits das Hauptspiel Elite: Dangerous besitzt, der bekommt als Treuebonus einen Rabatt von 12,50€, was den Preis für das eigentliche Addon doch recht üppig macht. Immerhin versorgt auch Horizons den Spieler wieder mit unzähligen Stunden an Gameplay. 2016 will man noch weitere Features für Horizons nachliefern und den Spielern unter anderem die Möglichkeit geben, den eigenen Avatar im Spiel individuell zu gestalten. Auch ein Loot- und Crafting-System will man implementieren.

Summary
Im Grossen und Ganzen hatten wir mit der Erweiterung Horizons viel Spass und freuen uns schon auf die neuen Features, die im nächsten Jahr kommen sollen. Ob der geforderte Preis für Horizons, den gebotenen Inhalt aufwiegt, muss jeder für sich entscheiden. Wir finden ihn dann doch etwas zu hoch gegriffen, denn selbst mit den neuen Features schafft es Horizons nicht den doch sehr repetitiven Spielablauf aufzubrechen.
Good
  • Endlich auf Planeten landen
  • Erkunden mit SRV-Fahrzeug
  • Neue Missionen
  • Neue Schiffe
Bad
  • SRV-Steuerung sehr schwammig
  • Keine Landung auf der Erde oder Mars möglich
  • Preis
7
Gut
Written by
Shooter-Liebhaber, Rennspiel-Enthusiast, Gelegenheits-Streamer und Bindestrich-Fetischist :-)

Bewerte den Artikel

0 0

Leave a Reply

Your email address will not be published. Required fields are marked *

You may use these HTML tags and attributes: <a href="" title=""> <abbr title=""> <acronym title=""> <b> <blockquote cite=""> <cite> <code> <del datetime=""> <em> <i> <q cite=""> <s> <strike> <strong>

Lost Password

Please enter your username or email address. You will receive a link to create a new password via email.