Eisenhorn: XENOS Preview

Mobile PC

 

In der dunklen Zukunft des 41. Jahrtausends gibt es nur Krieg. Games Workshop hat in den letzten Jahren seine Lizenzen für Videospiele sehr weit gestreut. Von Pixel Hero Games kommt nun mit Eisenhorn: XENOS das Spiel zu einem recht erfolgreichen Roman.

 

Tod den Xenos!

Gregor Eisenhorn ist Mitglied des Ordo Xenos, der mächtigen imperialen Inquisition, deren Auftrag es ist. die Welten des Imperiums von den Mächten des Chaos und anderer Außerirdischer (den Xenos) reinzuhalten. Als solcher ist er unterwegs auf dem Planeten Hubris, um den Söldner Murdin Eyclone davon abzuhalten, den Göttern des Chaos ein Opfer zu bringen. Zwar kann er Eyclone ausschalten, bezahlt diesen Sieg jedoch mit Tausenden von Toten, weil er das Ritual nicht verhindern konnte. Um die wahren Verantwortlichen hinter Eyclones Taten zu finden begibt er sich auf Hubris auf weitere Spurensuche.

Anders als z.B. Warhammer 40k: Space Marine basiert Eisenhorn: XENOS auf einer echten Vorlage, nämlich dem gleichnamigen ersten Band der Eisenhorn-Trilogie des sehr angesehenen Sci Fi- und vor allem 40k-Autors Dan Abnett. Dementsprechend sind sehr viele Dialogpassagen nahezu wortgetreu dem Buch entnommen worden. Im vorliegenden Preview-Build standen neben dem Prolog auch die ersten zwei der insgesamt 14 Kapitel zur Verfügung und vom Aufbau her ist es im Grunde recht linear: Eisenhorn beginnt seine Aufgabe alleine, springt und bewegt sich durch die mächtigen Gebäudekomplexe des Imperiums und kämpft sich in Arkham-Manier mit Energieschwert, Pistole und Psi-Kräften an Gegnern vorbei, während er die Welt nach Truhen absucht, in denen sich Credits befinden. Diese Credits lassen sich an designierten Stationen gegen Waffen und Ausrüstung eintauschen. Im Laufe seiner Untersuchungen bekommt er Unterstützung von weiteren Kämpfern, die ebenfalls ausgerüstet werden können und vom Computer gesteuert an seiner Seite kämpfen. Später folgen noch kleinere, recht einfach gehaltene Stealth-Segmente sowie ein paar Rätsel, die den Einsatz seines Scanners erfordern.

Eisenhorn1  Eisenhorn: XENOS Preview

Nicht von J.J. Abrams

Pixel Hero Games kündigte Eisenhorn: XENOS 2014 für iOS- und Android-Geräte an. Erst später entschied man sich, das Spiel auch auf dem PC zu veröffentlichen. Leider sind die Smartphone-Wurzeln aber immer noch sehr offensichtlich, dank ziemlich plump wirkender Animationen und etwas angestaubter Grafik mit obendrein viel zu starkem Einsatz von Unschärfeeffekten, die mir persönlich teilweise Kopfschmerzen bereitet haben. Hinzu kam eine Kamera, die viel zu dicht hinter Eisenhorn platziert ist. In den Kämpfen setzen die Entwickler immerhin auf eine mehr aus den Batman: Arkhamverse-Spielen bekannte Perspektive mit mehr Überblick.

Entschädigt wird man immerhin mit recht guter Musik und mit dem britischen Schauspieler Mark Strong, der Gregor Eisenhorn seine Stimme leiht – was leicht ironisch ist, war Strong doch auch der Sprecher von Captain Titus, des Hauptcharakters im oben erwähnten 40k: Space Marine. Leider wirken die Stimmen nicht immer der Umgebung angepasst. Oftmals wird in großen Hallen gesprochen, wobei die Stimme dennoch so klingt, als ob sie in einer kleinen Kammer aufgenommen wurde. Auch in technischer Hinsicht lief das Spiel zumindest bei mir nicht lupenrein: Zum Starten verwendete Steam den 64 bit-Klienten, der auf meinem 64 bit-Windows 7 aber scheinbar nicht funktionierte. Erst nachdem ich manuell den 32 bit-Klienten gestartet habe konnte ich mir das Spiel ansehen.

Eisenhorn2  Eisenhorn: XENOS Preview

AUSBLICK: Funktional

Persönlich habe ich die Eisenhorn-Bücher noch nicht gelesen, aber ich kenne die Arbeit von Dan Abnett über seinen Romanzyklus zu Gaunts Geistern, dem 1. (und einzigen) imperialen Garderegiment des Planeten Tanith. Und seine Vorlage ist auch die größte Stärke von Eisenhorn: XENOS. Dialoge sind meist tiefgründig, gut verfasst und ebenso anständig vorgetragen, gerade die des Hauptdarstellers selbst. Vom eigentlichen Spiel bin ich hingegen noch nicht überzeugt. Gerade die Art der Einbindung des Dialogs hätte auch andere Genres zugelassen, wie ein Point’n’Click Adventure-Spiel. Allerdings waren die ersten Kapitel auch nur weniger als zwei Stunden lang, so dass viele Offenbarungen vielleicht noch kommen werden. Laut den Entwicklern soll die volle Kampagne rund 11 Stunden Spielzeit bieten. Für das fertige Spiel im Mai wünsche ich mir vor allem eine Anpassung des viel zu starken Unschärfeeffekts und gerade die Grafik und Menüs scheinen wohl noch unfertig zu sein, wie auch die Entwickler selbst anmerkten. Ich bleibe daher guter Dinge.

Eisenhorn: XENOS erscheint im Mai 2016 für PC und später dieses Jahr für iOS- und Android-Geräte.

Redakteur, Gamer und Filmliebhaber. Mag Indie-Spiele, die PS Vita und Indie-Spiele auf der PS Vita.

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