Dragon Ball Xenoverse im Test

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Dragon Ball Xenoverse wurde lange heiß erwartet, vor allem nachdem der Termin für das Release verschoben wurde stieg die Ungeduld und Aufregung nur noch mehr. Auch ich war sehr gespannt auf Dragon Ball Xenoverse, besonders weil ich mich darauf freute, die Geschichte von Dragon Ball Z mit meinem eigenen Charakter erleben zu dürfen. Was euch in Dragon Ball Xenoverse erwartet und ob es überzeugen konnte erfahrt ihr in unserem Test.

Bring die Dragon Ball Saga wieder in Ordnung

Zuerst startet man mit der Erstellung und Individualisierung seines Charakters. Dazu gehört die Auswahl der Rasse, des Geschlechts (Namekian haben hierbei nur ein Geschlecht), weitere Einstellungen zum Aussehen sowie Namensgebung und sogar eine Auswahl verschiedener Stimmen. Ist man mit seinem Charakter soweit zufrieden wird man gefragt, welchen Kampfstil man bevorzugt. Ob man eher ein Nahkämpfer ist, ein Fernkämpfer oder eine gute Mischung aus beidem – daraus ergibt sich dann die Balance der Statuspunkte, welche man mit Erreichen höherer Level verbessern kann. So haben gute Fernkämpfer zum Beispiel von Anfang an mehr Ki als Nahkämpfer. Hat man sich an seinem Charakter ausgetobt und ist zufrieden mit allem, so geht es nach einer kurzen Sequenz in die Stadt TokiToki.

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Hier stoßen wir auf den Time Patroller Trunks, der vergeblich auf einen mächtigen Kämpfer wartet, welcher von dem Drachen Shenron geschickt werden solle. Ereignisse der Vergangenheit werden auf mysteriöse Weise verändert und stellen somit eine Gefahr für die Gegenwart dar. Euer Charakter ist der von Shenron gesendete Kämpfer und als Time Patroller werdet ihr von nun an Kämpfen der Vergangenheit beitreten um den eigentlichen Verlauf der Geschichte wiederherzustellen. Im Storymodus spielt ihr die verschiedenen Sagas durch, welche viele bereits aus Dragon Ball Z kennen dürften. Zudem werden mit jedem Kampf den ihr im Storymodus bewältigt auch Parallelquests freigeschalten, welche ihr nutzen könnt und auch solltet, um euren Charakter zu leveln und damit zu stärken. Zudem könnt ihr mit jeder Saga „Master“ freischalten, also Dragon Ball-Charaktere, welche euch trainieren können und euch am Ende des Trainings ihre ultimative Attacke beibringen.

Energiegeladene Kämpfe und Parallelquests

Die Kämpfe finden in einer zerstörbaren 3D Umgebung statt. Nagelt ihr euren Gegner mit Kamehameha gegen einen Felsen, so kann es durchaus vorkommen, dass dieser Fels dabei zerstört wird und im Verlauf dieses Kampfes auch nicht wieder auftaucht. Den Großteil eurer Kämpfe werdet ihr in der Luft verbringen, allerdings kommt es durchaus auch mal zu Bodenkontakt oder gar Kämpfen unter Wasser. Man kann sich sehr frei bewegen, was allerdings auch vor allem am Anfang häufiger dazu führen kann, dass man wie ein Wilder die Luft verprügelt. Hat man sich jedoch ein wenig an die Spielmechanik gewöhnt, so ist das kein Problem mehr – außerdem sieht man auch schon mal den Gegner in der Luft rumkicken.

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Wie schon vorher erwähnt, werden zur Storyline immer wieder Parallelquests freigeschalten. Neben Erfahrung und Level dienen diese vor allem dazu, um Items, Skills und mehr zu farmen. Zu jeder Quest gibt es eine Liste, welche Belohnungen man bei dieser Quest erhalten kann. Verschiedene Attacken, Items, Kleidung und so genannte Material Items mit denen man beim Mix Shop eigene Items herstellen kann. Hat man Skills oder Kleidungsteile erhalten, so werden diese freigeschalten und damit in der Liste grau hinterlegt – soll heißen, dass ihr diese nicht mehr bekommen werdet, da ihr diese schon habt. Besonders interessant ist vor allem hier: Solltet ihr weitere Charaktere erstellen, so haben diese Charaktere Zugriff auf alle bereits freigeschaltenen Skills und Kleidungsstücke.

Sammelt die Dragon Balls!

Die Sahnehaube der Parallelquests ist mit Abstand das Sammeln der Dragon Balls. Ab und zu kann es vorkommen, dass ihr nach einem Kampf einen Kämpfer auf dem Boden stehen seht. Allgemein ist es immer empfehlenswert jede Art von NPC anzusprechen, da manche einen zum Beispiel heilen können. Ist dieser NPC ein Time Patroller, wird er euch herausfordern, gegen ihn anzutreten. Hier gilt: JA! Habt ihr den Time Patroller besiegt, erhaltet ihr vielleicht ein Key Item. Wenn ihr die Parallelquest nun erfolgreich zu Ende bringt, erhaltet ihr einen Dragon Ball.

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Habt ihr dann irgendwann alle sieben Dragon Balls gesammelt (und das kann dauern, puh!), so könnt ihr auf dem Time Plaza Shenron rufen und euch etwas wünschen. Ihr bekommt eine Liste mit einer Auswahl, was ihr euch wünschen könnt. Zur Auswahl stehen unter anderem seltene Items, Geld, Kleidung, eine erneute Individualisierung des eigenen Charakters oder das Freischalten weiterer Charaktere. Besonders den letzten Punkt fand ich sehr interessant, da es insgesamt drei Charaktere gibt, welche ihr nur mit Dragon Balls freischalten könnt. Diese sind Super Saiyan 4 Gogeta, Super 17 und Omega Shenron.

Unzählige Spielstunden

Selbst wenn man die Storyline durchgespielt und sogar alle Parallelquests bewältigt hat, heißt das noch lange nicht, dass der Spielspaß damit vorbei ist. Die Quests haben ein sogenanntes Ranking-System – je nachdem wie gut man in den verschiedenen Kämpfen abschneidet erhält man eine Endnote, welche von Z (am Besten) zu D (am Schlechtesten) reicht. Wie ich bei mir selbst beobachten konnte, war die Motivation doch größer als gedacht, jede Quest auf ein Z zu bringen. Doch das ist nicht alles.

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Besonders nach Vollenden der eigentlichen Storyline wurde für mich der Online Modus besonders interessant. Gegen andere Spieler antreten oder mit ihnen zusammen Parallelquests bewältigen – besonders zweiteres ist sehr hilfreich, wenn man gute Rankings in den schwierigeren Parallelquests erhalten möchte. Nach Vollenden des Storymodus ist es zudem möglich in den verschiedenen Parallelquests sogenannte „Time Chasm Crystal Shards“ zu erhalten. Von diesen gibt es insgesamt fünf und hat man alle beisammen, so werden zwei neue Sagas freigeschaltet. Diese gelten als besonders schwer, weswegen es von Vorteil ist einen Charakter mit hohem Level zu haben.

Fazit

Dragon Ball Xenoverse überzeugt mit einer guten Story und spannenden Kämpfen, bei denen pures Draufhauen nicht immer ausreicht. Fans der Serie werden zudem dank der berühmten Kämpfe des Dragon Ball Z-Univerums garantiert in Nostalgie versetzt. Es gibt unzählige Dinge zu entdecken und freizuschalten – verschiedene Tutoren, bzw. Master, Items, Skills, weitere Sagas, Charaktere. Und wer ein Fan von Online-Modi ist kann sich auch dort noch so richtig austoben. Selbst nach Wochen intensivem Spielen ist zumindest mir das Spiel nicht langweilig geworden.

Fans von Kampfspielen werden also mit Sicherheit auch an Dragon Ball Xenoverse ihre Freude haben. Wer bei altbekannten Kampfspielen bereits einen Krampf in der Hand bekommen hat und am Liebsten den Controller zerschmettert hätte, sollte lieber die Finger davon lassen. Für alle anderen ist das Spiel definitiv eine Empfehlung wert.

Dragon Ball Xenoverse ist für die PlayStation 4, PlayStation 3, Xbox One, Xbox 360 sowie in digitaler Form auf Steam erhältlich. Getestet wurde die Version für die Playstation 4.

Good

  • Charaktererstellung
  • Co-Op Modus
  • Anpassungsmöglichkeiten
  • Sammeln von EXP und Items durch Parallelquests
  • Levelsystem
  • verknüpft neue Story mit bekannter Dragon Ball-Storyline

Bad

  • nur 3 Kampfstile (Fern, Nah, Gemischt)
  • nicht alle Items mit anderen Spielern tauschbar
  • keine Änderung des Haarstils im Super Saiyan Modus
  • Rangsystem inkonsequent
  • trotz Stimmauswahl keine richtige Synchronisation des eigenen Charakters
8

Sehr gut

23-jährige Koreanistik-Studentin, süchtig nach Games, Serien und Büchern.

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