Dragon Age: Inquisition - „Hakkons Fänge“-DLC im Test

PC PlayStation 3 PlayStation 4 Xbox 360 Xbox One
Jetzt Kaufen

 

Vier Monate nach dem mit Dragon Age: Inquisition der dritte Teil der Rollenspiel-Saga in die Läden kam, veröffentlichte Bioware nun den ersten Singleplayer-DLC. Wir haben uns in das neue Gebiet begeben und sind der Spur des ersten Inquisitors gefolgt. Ob uns die Download Erweiterung überzeugen konnte, lest ihr in unserem Test.

Vor 800 Jahren verschwand der erste Inquisitor spurlos von der Bildfläche als er, wie man sich erzählt, auf der Jagd nach einem mächtigen Drachen war. Grund genug für unseren Helden der Spur aus Brotkrumen zu folgen und ein neues Gebiet im südlichen Thedas zu erkunden. Die Frostgipfelsenke ist ein etwa mittelgroßes Gebiet mit üppigen und dichtbewachsenen Wäldern, klaren Flüssen und modrigen Sümpfen, eingerahmt von hohen Bergkämmen und einer langen Küste entlang des Meeres.

In unserem ersten Lager treffen wir auf eine alte Bekannte, Späherin Hardin, die uns wie immer im neuen Gebiet willkommen heißt und uns einen ersten Bericht zur Lage gibt. Des weiteren befindet sich ein Professor aus Orlais ebenfalls vor Ort, der genau wie wir das Rätsel im den einst verschollenen Inquisitor ergründen möchte. Nachdem wir nun wissen was uns in der Frostgipfelsenke erwartet, welche Gefahren wohl möglich lauern und wo sich die Eingeborenen dieser Lande aufhalten, verlassen wir das Lager und treten hinaus in die Wildnis.

DragonAgeInquisition-2015-03-24-23-27-55-18-300x169  Review DLC Hakkons Fänge DragonAgeInquisition-2015-03-24-18-47-47-91-300x169  Review DLC Hakkons Fänge DragonAgeInquisition-2015-03-24-22-47-43-22-300x169  Review DLC Hakkons Fänge

Der kurze Blick auf die Questkarte offenbart ein gewohntes Bild. Zahlreiche Questmarker und Positionen für Lager die wir aufschlagen sollen, weisen uns den Weg. Wohin ihr zuerst reitet und was ihr machen wollt, liegt wie immer ganz bei euch. Das Gebiet ist offen und lädt zum munteren entdecken ein. Auf eurem Weg findet ihr natürlich die ein oder andere kleine Nebenquest, Astrarien und Kristallschädel und trefft neben einigen bekannten und auch neuen Gegnertypen, den ein oder anderen NPC. Im östlichen Teil der Region befindet sich das Hauptdorf der hier beheimateten Avvar. Ein eingeborenen Stamm, der teilweise an die Menschen des Nordens aus Game of Thrones erinnern. In den vielen Gesprächen mit den Bewohnern erfahren wir einiges über ihre Kultur und Lebensweise. Damit sie euch vertrauen müsst ihr eine Reihe von Quests erfüllen, wie etwa Rituale beenden oder den Bären des Stammes aus der Gefangenschaft befreien. Auch eine Arena gibt es hier, in der ihr euren Mut und eure Stärke unter Beweis stellen könnt.

Sobald ihr euch das Vertrauen der Avvar verdient habt, hilft euch der Stamm später beim Angriff auf die Festung des Kultes „Hakkons Fänge“. Folgt ihr hauptsächlich der primären Questreihe, beschäftigt euch der DLC für etwa 6 Stunden. Seid ihr allerdings mit dem Entdeckervirus infiziert und macht gerne alle Nebenquests, so kann sich die Spielzeit gut und gerne verdoppeln. Doch ist diese Spielzeit auch mit einer spannenden Geschichte gefüllt? Kurz gesagt: Nein. In dem Moment wo es eigentlich gerade spannend zu werden scheint, nämlich innerhalb der besagten Festung, ist die Story eigentlich auch schon wieder vorbei. Noch ein ausgiebiger Kampf gegen einen Drachen und das war es auch schon.

DragonAgeInquisition-2015-03-25-13-51-24-70-300x169  Review DLC Hakkons Fänge DragonAgeInquisition-2015-03-25-15-14-17-05-300x169  Review DLC Hakkons Fänge DragonAgeInquisition-2015-03-25-17-32-49-58-300x169  Review DLC Hakkons Fänge

Dabei gibt sich Bioware auf dem Weg durch die Frostgipfelsenke viel Mühe uns gut zu unterhalten und einen gewissen Spannungsbogen aufrecht zu erhalten. Wirklich gelingen will das aber nicht. Interessante Gespräche gibt es nur wenige, cineastische Sequenzen gibt es noch weniger und die sind auch noch sehr kurz und unspektakulär.

Einziger Wermutstropfen sind die vielen neuen Ausrüstungsgegenstände und Rezepte die wir auf unseren Reisen finden. Mächtige Kriegshämmer, Schwerter, Bögen, Stäbe und Rüstungen lassen das Sammlerherz höher schlagen.

Auch die vielen Kämpfe sind, selbst auf den niedrigen Schwierigkeitsgraden, mitunter nicht ohne und gutes Equipment und eine hohe Charakterstufe von mindestens 20 sind hier von großem Vorteil. Auch ein hohes Maß an Resistenzen gegen Frost ist sehr oft hilfreich und ratsam. Wer also auf harte Kämpfe und Herausforderungen steht, ist hier gut aufgehoben. Zudem wartet ein neuer Skill darauf von euch entdeckt und auf die Gegner losgelassen zu werden. Im Zuge der Storyline erlangt ihr die Fähigkeit „Aegis des Risses“. Diese spannt einen Schutzschirm über euch, der Geschosse eurer Gegner abblockt. Baut ihr den Skill weiter aus, könnt ihr sogar die Geschosse an ihre Absender zurückschicken.

DragonAgeInquisition-2015-03-25-16-12-14-44-300x169  Review DLC Hakkons Fänge DragonAgeInquisition-2015-03-24-21-13-43-88-300x169  Review DLC Hakkons Fänge DragonAgeInquisition-2015-03-24-22-33-15-46-300x169  Review DLC Hakkons Fänge

Doch kommen wir nun zur wichtigsten Frage: „Lohnen sich die 15€ für den DLC?“ Für diejenigen unter euch, die gerne neue Gebiete bereisen und alle Arten von Quests meistern, ihre Charaktere besser ausstatten und fordernde Kämpfe möchten, für die dürfte sich der DLC lohnen. Vorallem wenn ihr mehrere Charaktere habt und diese austatten wollt.

Wer allerdings eine spannende Geschichte von vorn bis hinten und mitreißende Dialoge mit wichtigen und umfassenden Entscheidungen sowie einen hohen Wiederspielbarkeitswert erwartet, der wird hier wohl nicht glücklich und sollte auf den nächsten DLC warten. Denn weder die hier ansässigen NPCs, noch die Story können so begeistern das es den geforderten Preis wert ist.

Fazit

Das war er also, der erste Story-DLC für Dragon Age: Inquisition. Einige Zeit mussten wir drauf warten und so schnell wie er da war, war er dann auch schon beendet. Wir und sicherlich auch der ein oder andere haben sich schon etwas mehr von der Erweiterung erhofft. Die erzählte Geschichte ist gerade mal durchschnittlich und die Gespräche machen das erlebte auch nicht wirklich besser. Einzig die fordernden Kämpfe und die Aussicht auf noch besseren Loot haben uns letztlich bei der Stange gehalten. Dabei hatte Bioware in der Vergangenheit immer ein geschicktes Händchen wenn es um DLCs geht. Sei es nun in Dragon Age 2 oder Mass Effect 3, deren DLCs preislich in der selben Liga spielten, aber den Spieler weitaus mehr fesseln konnten.

Zumindest lieferte man uns ein schönes neues Gebiet und eine Volksgruppe mit einer interessanten Kultur. Hätte uns jetzt noch die Story begeistert, dann würden alle Daumen nach oben zeigen. So stehen sie aber gerade mal zwischen gut und mittelmäßig.

Der Story-DLC für Dragon Age: Inquisition mit den Namen Hakkons Fänge ist derzeitig für PC und Xbox One erhältlich. Ein Releasetermin für Xbox 360, PlayStation 3 und PlayStation 4 ist noch nicht bekannt.

Anmerkung:
Da DLC´s hauptsächlich auf das Hauptspiel aufbauen, bieten wir hierzu keine eigene Wertungszahl an. Hier findet ihr übrigens auch noch mal unseren Test zu Dragon Age: Inquisition.

Good

  • Wunderschön designtes neues Gebiet
  • Tolle Atmosphäre
  • 22 Regionen und viel Platz zum erkunden
  • Interessantes Volk der Avvar
  • Neue Fähigkeit für den Inquisitor
  • Viele neue Ausrüstungsgegenstände
  • Herausfordernde Kämpfe
  • Ausreichende Spielzeit

Bad

  • Story kaum unterhaltsam
  • Dialoge oft uninteressant
  • Nur sehr wenige Zwischensequenzen
  • Viele Sammelquests zum Zeit vertreiben
  • Geringer Wiederspielbarkeitswert
Shooter-Urgestein, Let´s Player und Twitch-Streamer, Abgedreht und doch freundlich

Leave a Reply

Your email address will not be published.

You may use these HTML tags and attributes: <a href="" title=""> <abbr title=""> <acronym title=""> <b> <blockquote cite=""> <cite> <code> <del datetime=""> <em> <i> <q cite=""> <s> <strike> <strong>

Lost Password