Follow
Startseite » Previews » Gaming Previews » DOOM – Wie spielte sich der Multiplayer in der Closed Beta?

DOOM – Wie spielte sich der Multiplayer in der Closed Beta?

Doom das bedeutet große Wummen, Dämonen und massig Splatter-Effekte. Wie schlägt sich diese Mixtur in der Multiplayer-Closed Beta?

Doom pfeift auf Authentizität. Modern Warfare ist für Doom etwas, dem man mit einer abgesägten Pumpgun begegnet. Nein, Doom knüpft nicht wirklich an das Gameplay von Battlefield und Co an. Vielmehr macht es sich daran, zusammen mit dem neuen Unreal Tournament die Arena Shooter wiederzubeleben. Zumindest drängte sich dieses Gefühl ab dem Moment auf, in dem man es wagt auch nur einen Fuß in das erste Multiplayermatch der Closed Beta zu setzen.

DOOM - Wie spielte sich der Multiplayer in der Closed Beta? Doom-Beta-6

Wer das neue Unreal Tournament, das komplett frei entwickelt wird und schon jetzt spielbar ist,  bereits ausprobiert hat, ahnt, was das für das Shooter-Gameplay von Doom bedeutet: Gehen gibt es in Doom schon einmal nicht. Alles wird im Vollsprint erledigt und je länger dieser unterbrochen wird, desto eher setzt man sich der Gefahr aus, das einen ein beliebiges Geschoss zerfetzt. Wie in einem Jump & Run nimmt auch das Springen durch die beiden verfügbaren Karten eine wichtige Rolle ein und wird durch einen Doppelsprung ergänzt. Eben dieser erhöht nochmals das allgemeine Tempo von Doom. Zusätzlich können sich die Spieler an Vorsprüngen hochziehen. Dafür kennt Doom eher wenige der erweiterten Bewegungskonzepte von Unreal Tournament: Damit entfallen Konzepte wie Rocket-Jumps, Wandsprünge und Sliding. Liegen die Waffen in einem Unreal Tournament auf Spawnpunkten verteilt in der Arena, setzt Doom stattdessen auf Waffenpresets, die direkt einem CoD oder Titanfall entsprungen sein könnten. Standardmäßig gibt es drei vom Spiel Festgelegte und drei, die man sich selbst zusammenstellen kann. Jedes Preset besteht aus zwei Waffen und einem Gadget. Anders als andere Shooter unterscheidet es jedoch nicht zwischen Primär- und Sekundärwaffe, sondern lässt einen frei, welche Waffen zum eigenen Spielstil am besten passen. Unglücklicherweise können die Spieler ihre Presets nicht innerhalb eines Matches ändern, sondern bleiben auf ihren vorgefertigten festgenagelt.

DOOM - Wie spielte sich der Multiplayer in der Closed Beta? Doom-Beta-9

Den Waffen von Doom wohnt die Arena-Shooter-DNA eindeutig inne. Die meisten von ihnen sind abgedreht und bereiten den Gegnern wahlweise mit Blitzen, Plasma oder Raketen Schwierigkeiten. Zudem haben sie häufiger auch einen zweiten Feuermodus. Bisher hält sich ihre Anzahl mit sechs Waffen etwas in Grenzen. Wie die Ladescreens verraten wird es zu Release aber zumindest noch Waffenmods geben, mit denen sich die Spielweise vermutlich weiter anpassen lässt. Manche der Waffen waren jedoch augenscheinlich etwas stärker als andere, was sich auch in der Beliebtheit niederschlug: So war der Raketenwerfer deutlich häufiger anzutreffen als beispielsweise die Stasiskanone. Insgesamt konnte ich allerdings auch Raketenwerfernutzer in einigen Situationen durch genügend Bewegung und Überraschungsmoment ausschalten.

Auf Auto-Healing muss man in den Doom-Matches zwar verzichten, dafür liegen auf dem Boden der Karten hier und da blaue Items, die das Leben wiederherstellen. Dazu kommen Grüne, die den Rüstungswert nach oben ziehen. Munition befindet  sich hingegen in gelben Kisten. Darüber hinaus gibt es noch Powerups, die zum Beispiel den Schaden für eine kurze Zeit erheblich erhöhen, und es gab auch eine Pickup-Waffe auf den Beta-Karten, die hohen Schaden austeilte.

Wie kommen jetzt eigentlich Dämonen in das Konzept? Nun, in bestimmten Abständen erscheint ein Dämonensymbol auf den Arena-Karten. Derjenige, der zuerst dieses besondere Powerup aufhebt, verwandelt sich in einen mächtigen Dämon: In diesem Fall war nur der Widergänger verfügbar, ein unangenehmer großer Kerl mit Jetpack und Raketenwerfern. Diese weniger freundlichen Wesen halten erheblich mehr aus als normale Spielercharaktere und teilen ordentlich aus. Stirbt der Dämon vor dem Ablaufen des Timers lässt er das Symbol wieder fallen und der nächste Spieler kann die Dämonenrolle übernehmen. Insgesamt war diese Mechanik recht unterhaltsam, auch wenn ich noch nicht dahinter gekommen bin, wie man die Widergänger am besten bekämpft. Es hat den Anschein, dass die Stärke des Widergängers einer Überarbeitung bedarf.

DOOM - Wie spielte sich der Multiplayer in der Closed Beta? Domm-Beta-11

Allerdings belässt es Doom bei seinen Modernisierungen nicht nur bei den Waffenpresets. Leveling, ründliche Erfolge und Herausforderungen hat es sich aus modernen Multiplayer-Shooter geborgt. Dazu setzt es auf ein wirklich ausgedehntes Individualisierungssystem für den eigenen Charakter und auch für die Waffen, das aber rein optischer Natur ist. Die Idee dahinter ist bestechend: Man muss die Spieler nicht allerhand Gameplay-beeinflussenden Kram freischalten lassen, auch optische Freischaltungen können sehr motivieren. Einen ähnlichen Weg geht auch Overwatch.

 

Was hingegen eher überraschte, waren die sogenannten Hack-Module. Das sind Powerups, die sich mit jedem Spawn aktivieren lassen und damit so ähnlich funktionieren wie die Burn Cards aus Titanfall. Sie haben natürlich eine deutliche Auswirkung auf das Balancing. Ich persönlich bin ihnen etwas skeptisch gegenüber, in Titanfall habe sie meines Erachtens zwar gut funktioniert, aber ich weiß nicht, ob sie eine gute Idee für Doom sind.

Was gewohnt gut funktioniert hat, war der Team Deathmatch-Modus. Daneben war auch der Modus Kriegspfad spielbar, in dem die Spieler eine sich auf einem vordefinierten Pfad bewegende Kontrollzone halten müssen. Die Bewegungsrichtung hängt dabei davon ab, welches Team sie gerade kontrolliert. Kriegspfad spielte sich bisher flott und bot Abwechslung gegenüber dem Team Deathmatch.

DOOM - Wie spielte sich der Multiplayer in der Closed Beta? Doom-Beta-5

Fazit: Dooms Multiplayer scheint trotz mancher Schwächen zu funktionieren

In meinen paar Stunden Closed Beta hatte ich Spaß mit dem Multiplayer. Er war schnell, wild, etwas unübersichtlich, aber auch fesselnd. Nach meinem jetzigen Abschätzen wird es kein Shooter sein, den ich Stunden lang am Stück spielen kann, außer id-Software liefert wirklich sehr unterschiedliche Karten und mehr Waffen. Beim Inhalt könnte eine der großen Schwächen des Multiplayer liegen. Zudem wird er sich unweigerlich mit dem neuen Unreal Tournament messen müssen. Alles in allem scheint mit Dooms Multiplayer eine unterhaltsame Arena-Shooter-Erfahrung ins Haus zu stehen, die Doom auch abseits des Singleplayers zumindest interessant werden lässt. Wie es um die Langzeitmotivation und wie gut er wirklich ausgearbeitet ist, lässt sich erst anhand der Release-Version klären.

Meist zu finden in Shootern, Rollenspielen oder Strategiespielen. Zudem Student der Informatik.

Bewerte den Artikel

0 0

Leave a Reply

Your email address will not be published. Required fields are marked *

You may use these HTML tags and attributes: <a href="" title=""> <abbr title=""> <acronym title=""> <b> <blockquote cite=""> <cite> <code> <del datetime=""> <em> <i> <q cite=""> <s> <strike> <strong>

Lost Password

Please enter your username or email address. You will receive a link to create a new password via email.