Die Entwicklung des Survival Horrors

Die Entwicklung des Survival Horrors

Survival Horror ist schon seit Langem ein essentieller Bereich der Gaming-Branche. Und selbst nach fast drei Jahrzehnten hat das Genre nichts an seiner Faszination verloren. Doch womit begann das alles eigentlich und wie hat sich dieses Genre im Laufe der Jahre entwickelt? Mal sehen, ob wir eine Antwort auf diese Fragen finden.

 

Pac-Man

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Der Beginn des Survival Horrors lässt sich an einem der ersten Videospiele überhaupt erkennen:Nämlich an Pac Man. Die wenigsten von euch werden nun den gelben Vielfraß in Verbindung mit Serien wie „Resident Evil“ oder „Silent Hill“ bringen. Doch ein genauerer Blick zeigt, dass bereits hier die Grundelemente des Genres vorhanden sind. Letztlich werden wir hier immerhin von Geistern durch enge Gänge gejagt, immer auf der Flucht. Werden wir in die Enge getrieben und es ist kein Ausweg mehr zu finden, befinden wir uns schnell in einer Panik-Situation. Auf genau das haben es Titel des Survival-Horror Genre es abgesehen. Gleichzeitig müssen wir in Pac-Man mit einem anderen Bestandteil des Genres auskommen – den wenigen Ressourcen. Damit wir die Gegner bekämpfen können, haben wir vier „Pillen“ in jedem Level, um die Gegner kurzweilig ausschalten zu können. Dabei müssen wir immer sorgfältig mit dieser Ressource umgehen, denn ihre Verschwendung kann uns schnell den Sieg kosten.

 

 

Alone in the Dark

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So richtig durchgestartet ist der Survival-Horror aber erst mit den drei-dimensionalen Ablegern. Als Urvater dieses Genres wird gerne „Alone in the Dark“ genannt, welcher im Jahre 1992 erschien. Heutzutage ist dieser Titel kaum mehr spielbar, die Steuerung und die Grafik haben die Zeit nicht gut überstanden. Doch trotzdem sind hier alle Grundlagen für die geistlichen Nachfolger gesetzt. Es wird eine alte Villa erkundet, Monster werden bekämpft und einige Rätsel werden gelöst. Für die damalige Zeit war der Titel eine Revolution und hat das Genre für viele Spieler schmackhaft gemacht. An dem Erfolg des Erstlings konnte die Serie aber nie festhalten, spätestens mit dem neusten Ableger „Alone in the Dark: Illumination“ wurde die Serie endgültig beerdigt und das sogar nach der Verfilmung von Uwe Boll.

Clock Tower

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Noch bevor der richtige Durchbruch der drei-dimensionalen Spiele gelang, machte noch eine weitere Reihe auf sich aufmerksam: Clock Tower. Im Jahre 1995 erschien der erste Ableger der Serie und erinnert mehr an klassische Point&Click Adventures. Das Spiel bediente sich einer recht simplen, aber effektiven Methode, dem Spieler Angst einzujagen. Statt gegen mehrere Gegner zu kämpfen, haben wir es nur mit einem Gegner zu tun, jedoch ist dieser geradezu unverwundbar. Die Flucht steht hier im Mittelpunkt und unter diesem Stress muss der Spieler dann noch verschiedene Rätsel lösen. Andere Spiele bedienten sich gerne dieses Elements, so auch das aktuelle „Resident Evil 7“. Die „Clock Tower“ Serie brachte noch zwei weitere Ableger hervor, jedoch konnte sich die Serie auf langer Sicht nicht halten. Das Kickstarter Projekt „Project Nightcry“ versuchte die Serie unter neuem Namen wiederzubeleben, allerdings ebenfalls mit wenig Erfolg

Resident Evil

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Wo wir doch schon beim Thema waren, gehen wir direkt zur erfolgreichsten Survival-Horror Serie überhaupt über: „Resident Evil“. Die damals leistungsstarke Playstation schaffte im Jahre 1996 Platz für den ersten Ableger der bekannten Serie. Genauso wie in „Alone in the Dark“ durchsuchten wir hier ein altes Gemäuer und kämpfen gegen allerlei Monster. Mit der damals starken Grafik und die gute Umsetzung des Survival Horror gelang der Serie ein weltweiter Erfolg. Doch genau wie Alone in the Dark ist das Original heutzutage kaum mehr spielbar und auch der Gruselfaktor fällt eher gering aus. Vor allem die mit echten Schauspielern gedrehten Zwischensequenzen und die, teils schon lustigen Dialoge, können keine gute Atmosphäre mehr aufbauen. Jeder, der das Spiel noch nie ausprobiert hat, kann sich dennoch gerne an das Remake ranmachen. Nach dem großen Erfolg kamen gleich die Nachfolger: Resident Evil 2 war eine Verbesserung in allen Belangen, Resident Evil 3 Nemesis bediente sich an dem Clock Tower Element und brachte uns ein unbesiegbaren Gegner, welcher einen durch das ganze Spiel jagte. Resident Evil 4 war darauf der große Umbruch für die Serie. Keine festen Kameraperspektiven mehr, stattdessen folgten wir Leon S. Kennedy aus der Third-Person-Perspektive. Der Fokus wurde deutlich auf Action gelegt, was in den nächsten zwei Ablegern nochmals verstärkt zum Ausdruck kam. Dieses Jahr folgte eine weitere Umstrukturierung der Serie. Erneut wechselte die Perspektive, wodurch der Fokus wieder mehr auf die gruselige Atmosphäre rückte. Orientiert hat sich der Titel aber am Erfolg einer anderen, sehr bekannten Serie.

Silent Hill

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Denn neben „Resident Evil“ gab es auf der Playstation noch „Silent Hill“, welches drei Jahre später, also 1999 erschien. Im Grunde waren sich beide Titel sehr ähnlich, jedoch lag das Augenmerk von Silent Hill nicht unbedingt auf dem Bekämpfen von Gegnern. Vielmehr sollte die unheimliche Atmosphäre den Spieler verängstigen. Zudem war die Geschichte dem Konkurrenten stehts überlegen. Statt Angst durch physische Gegner zu erzeugen, war es in „Silent Hill“ immer mehr das Ungesehene und Unbekannte, das einem einen Schauer über den Rücken jagt. Auch diese Serie erhielt noch viele Nachfolger, wobei vor allem Silent Hill 2 als Krönung dieses Genre gilt. Der Erfolg steigerte sich trotzdessen nicht, eher im Gegenteil. Das Niveau des zweiten Teils konnte nicht wieder erreicht werden. Im Jahre 2016 sollte dann die langersehnte Revolution stattfinden. Hideo Kojima , Erfinder der Metal-Gear Serie, sollte unter Konami an dem neuesten Serienableger „Silent Hills“ arbeiten. Die zuvor veröffentlichte Demo „P.T.“ gab einen Vorgeschmack auf das kommende und die Spieler sowie Kritiker waren begeistert. Doch durch Unstimmigkeiten zwischen Konami und Kojima wird dieser Titel wohl nie das Licht der Welt erblicken. Nichtsdestotrotz sind die Parallelen zwischen „Resident Evil 7“ und „P.T.“ sehr deutlich.

Eternal Darkness

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Ein ganz besonderer Titel erschien im Jahre 2002 für den Gamecube: Eternal Darkness Sanity’s Requiem. Besonders ist dieser Titel, da er von Nintendo gepublisht wurde. Ganz entgegen aller Erwartungen handelt es sich dabei um ein echt gutes Survial-Horror Spiel. Vor allem hat der Titel viel Aufmerksamkeit durch seine Versuche erhascht, den Spieler direkt zu konfrontieren. So gaukelt euch das Spiel vor, dass eure Speicherstände gelöscht wurden oder dass sich von alleine die Lautstärke eures Fernsehers verringert. Ein interessantes Konzept, welches leider nie einen Nachfolger erhielt.

Und sonst so?

Was es noch so im Genre gab? Sehr viel, um genau zu sein. Die Serie Project-Zero nutzte eine Kamera als Waffe, welche einem erst die Gegner offenbart. Obscure hat dem Genre einen Multiplayermodus geschenkt. Dead Space bot ein neues Setting für den Survival Horror, welches auch in Spielen wie Alien Isolation genutzt wurde. The Last of Us beeindruckte durch eine sehr starke Geschichte, während The Evil Within an alte Erfolge anknüpfen wollte. Five Night’s at Freddys, Slender und Outlast bedienten sich vor allem an Jump-Scares und Until Dawn war eine Filmumsetzung, welche als Spiel verkleidet wurde. Das Genre ist heutzutage fest in der Welt der Videospiele verankert und vor allem Serien wie „Resident Evil“ sind nicht mehr wegzudenken. Mit „The Evil Within 2“ steht ein neuer Ableger des Genres direkt vor unserer Tür. Eins steht fest: Survival Horror wird noch lange eine Rolle spielen. Angst fasziniert den Menschen zu sehr und durch technische Innovationen wie Virtual Reality wird diese Faszination immer greifbarer.

Damit ihr ein guten Überblick erhaltet, gibt es nochmal eine kleine Timeline hier:

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