Die Entwicklung des mobilen Glücksspiels in Deutschland

Die Entwicklung des mobilen Glücksspiels in Deutschland

Das Glücksspiel ist so alt wie die Menschheit – in diesem Satz steckt sicher ein Körnchen Wahrheit, denn gespielt wurde schon immer. Die ältesten Würfel der Welt stammen aus dem alten China und aus Mesopotamien und sind mehr als 5.000 Jahre alt. Später kamen Karten hinzu, Roulettetische, einarmige Banditen und, und, und. Aber das Glücksspiel wurde auf eine neue Ebene gehoben, als das Internet für die Öffentlichkeit verfügbar wurde und sich rasant immer weiter verbreitete.

Neue Spielplattformen entwickeln sich

Anfangs gab es nur einfache 2-D-Spiele mit simplen Grafiken, häufig auch klassische Brettspiele wie Schach oder Go oder das allseits bekannte Pong. Hierfür wurde nicht viel Speicher benötigt, und die Grafik spielte auch eine untergeordnete Rolle. Aber das änderte sich schnell. Die Speicherbausteine wurden leistungsfähiger, Grafikkarten wurden immer besser und immer mehr Menschen in Deutschland bekamen einen privaten Internetzugang. Und dann ging es Schlag auf Schlag:

  • 1992 – Doom erscheint als eines der ersten Computerspiele, gefolgt von Mortal Kombat
  • 1997 – Ultima Online das erste Multimedia-Online-Rollenspiel, das Tausende Spieler online spielen konnten.
  • 2002 – erster Teil der Battlefield-Reihe
  • 2004 – World of Warcraft kommt auf den Markt

Bereits der Erfolg der ersten Spiele hatte die Entwickler beflügelte, und so wurden schnell Games verschiedenster Genre bereitgestellt – für jeden Geschmack etwas. Jump‘n Runs, Adventure Games, Ego Shooter, Simulatoren und viele mehr. Bereits in den 1990ern öffneten auch die ersten Online-Casinos ihre Pforten. Anfangs waren auch hier die Spiele noch schlicht und ähnelten den einarmigen Banditen aus der Eckkneipe, aber schnell verbesserte sich die Grafik, die Auswahl wuchs und heute sind Online-Casinospiele eher einem Computerspiel ähnlich. Aber auch Sportwetten, Online-Rubbellose oder Online-Lotterien haben seit der Einführung des Internets zahlreiche Verehrer gefunden.

Ein neuer Hit – das Handy – erobert den Markt

Die technische Entwicklung machte jedoch beim Internet nicht halt. Beinahe parallel entwickelte sich ein weiteres Gerät zum Hit, das dem Computer mit Internetanschluss beinahe den Rang ablief – das Handy. Bereits 1985 gab es in Deutschland das analoge C-Netz, das den Bau kleiner, tragbarer Geräte ermöglichte. Anfang der 1990er wurde dann das digitale D-Netz etabliert. Gleichzeitig war es den Entwicklern der mobilen Geräte gelungen, leistungsfähigere Akkus zu entwickeln, wodurch die Handys deutlich kleiner und praktischer wurden. Viele Menschen nutzten bereits damals das schicke kleine Gerät, um unterwegs zu telefonieren oder SMS zu verschicken – was anfangs sicherlich noch recht teuer war, aber Spaß machte es trotzdem. Die Entwicklung trat aber nicht auf der Stelle, denn im Laufe der nächsten Jahre wurden die Geräte noch kleiner und praktischer, und die Speicherleistung wurde immer besser. Man konnte mit dem Handy plötzlich auch Musik hören und Fotos machen. Im Jahre 2004 stand in Deutschland dann das erste UMTS-Netz zur Verfügung, das deutlich höhere Datenraten ermöglichte. So konnten Internetdienste plötzlich auch mit dem Handy abgewickelt werden.

Wer braucht ein Handy? Es gibt das Smartphone!

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Smartphones und das Spielangebot

Neben der Verbesserung der Speicherleistung und der Datenraten veränderte sich auch die Technologie der Handys ständig. Ein weiterer bedeutender Schritt war die Einführung des Touchscreens – das Smartphone war geboren. Es war nicht mehr nötig, auf einer winzigen Tastatur herumzutippen, da der Bildschirm diese Funktionalität – wie auch viele andere – übernahm. Und kurz nach der Einführung des Touchscreens entwickelte sich das Smartphone rückwärts. Oder doch nicht? Es wurde wieder größer, denn nur dann wurde die Brillanz der neuen Bildschirme deutlich. Damit verbesserten sich natürlich auch die Spielmöglichkeiten immens. Statt kleiner, pixeliger 2D-Spiele erwachte der Bildschirm zum Leben, wenn man sein Lieblingsspiel öffnete. Und bald waren auch viele PC-Spiele mobil verfügbar, oder die Entwickler schufen Smartphone-Varianten ihrer Spiele, um möglichst viele Zocker zu erreichen. Das Smartphone-Spiel wurde zu einer eigenen Kunstform, die die Besonderheiten des Touchscreens nutzten, um eine eigene Atmosphäre zu erzeugen. Wunderbare Beispiel hierfür sind Limbo oder Eufloria. Aber auch Online-Casinos erkannten die Zeichen der Zeit und boten bald ihre Dienste im mobilen Casino an.

Vom Online-Casino zum mobilen Casino

Online-Casinos sind schon seit einigen Jahren nicht mehr aus der Spielewelt wegzudenken, da sie ein wunderbarer Zeitvertreib sind. Und wer sich scheut Echtgeld einzusetzen, kann die wunderschönen Slots und die lustigen Rubellose auch im Testmodus spielen, ohne Geld einzusetzen. Allerdings besteht natürlich auch die Möglichkeit, mit Echtgeld zu zocken, und so mancher hat schon den einen oder anderen Gewinn eingefahren. Da bot es sich natürlich an, das Online-Casino auch für das Smartphone bereitzustellen. Eine wichtige Grundlage hierfür war die Entwicklung und Verbreitung von HTML5, denn auf dieser Basis lassen sich Spiele aller Art im Browser spielen, ohne dass eine Software heruntergeladen werden muss. Das ist natürlich besonders für Mobilgeräte sehr praktisch, denn man spart Speicherplatz. Einfach den Internet-Browser öffnen und mit dem Spielen beginnen. Kein Wunder, dass alle seriösen Casinoseiten auch eine mobile Version anbieten. Einige Vorteile sind:

  • Anmeldedaten aus dem Online-Casino gelten auch für das mobile Casino
  • Keine Gefahr durch Viren oder Trojaner, da keine Software heruntergeladen wird
  • Im mobilen Casino gelten die gleichen Zahlungsbedingungen wie im Online-Casino

So einfach ist das Bezahlen im mobilen Casino

Online- und mobile Casinos bieten umfassende Zahlungsmethoden an. Die ältesten Anbieter sind Skrill, vormals Moneybookers, und Neteller. Dabei handelt es sich um Online-Anbieter, bei denen ein Konto eingerichtet wird, das mit einem normalen Bankkonto verbunden ist. Der Vorteil ist, dass hier die Privatsphäre der Spieler sehr gut geschützt wird und dass Gelder sofort verfügbar sind. Natürlich werden auch bekannte Kreditkarten wie Mastercard oder Visa akzeptiert, und sogar supermoderne Krypto-Währungen wie Bitcoin sind als Zahlungsmittel anerkannt. Aber auch für vorsichtige Spieler ist gesorgt. Wer sich nicht auf Online-Konten oder Kreditkarten verlassen möchte, kann Geld klassisch per Banküberweisung auf dem Casinokonto einzahlen. Der Nachteil hierbei ist, dass die Überweisung eine Weile dauert. Eine andere Variante, bei der der Spieler sofort loslegen kann, ist die Paysafecard. Hier wird beim Kauf ein Guthaben auf die Karte geladen, das dann auf das Casinokonto eingezahlt werden kann. Der Vorteil dieser Bezahlungsmethode ist neben der Sicherheit auch die sofortige Verfügbarkeit des Geldes.

Das mobile Casino wird hoffähig

Natürlich klingt das alles wunderbar, aber gibt es nicht auch Gefahren beim mobilen Glücksspiel? Glücksspiel an sich ist nicht ungefährlich, nicht umsonst müssen Spieler im Online- und im mobilen Casino mindestens 18 Jahre alt sein. Schließlich kann echtes Geld gesetzt werden, und das ist schnell auch mal in den Sand gesetzt. Aber das Internet bietet zahlreiche Seiten, die als Anleitung zum sicheren Spielen dienen können. Seiten wie diese beliebte Webseite helfen, sich im Dschungel der zahlreichen Casinoseiten zurechtzufinden. Der zukünftige Spieler kann sich z. B. informieren, welche Seiten seriös sind. Aber auch die Betreiber der Online-Casinos sind sich der Gefahren des Glücksspiels durchaus bewusst. Deshalb setzen sie sich mit den verschiedensten Problemen auseinander. Sie bieten Links zu Seiten, die über verantwortungsvolles Spielen informieren. Sie prüfen die Identität der Spieler, um sicherzustellen, dass Minderjährige nicht spielen dürfen. Auch die Zahlungsmethoden werden ausführlich beschrieben. Und nicht zu vergessen, verfügt jedes Online-Casino und genauso dessen mobile Plattform über Allgemeine Geschäftsbedingungen und eine Datenschutzrichtlinie, die meist in mehreren Sprachen bereitgestellt werden. So kann sich auch der Spieler informieren, zu welchen Bedingungen er spielt und wie seine Daten, die er zu Identifikationszwecken bereitstellen muss, geschützt werden. Und wenn sich ein künftiger Spieler mit der Casinoseite, sowohl online als auch mobil, beschäftigt, kann er sich auf ein aufregendes – und vielleicht auch lukratives – Spielerlebnis freuen.

Michael Bragg ist der Chefredakteur von games! Dein Gaming-Magazin. Er hat kein spezielles Genre, sondern zockt alles was er in seine Finger bekommen kann.

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