Diablo IV auf der BlizzCon enthüllt – Die Rückkehr nach Sanktuario

Diablo IV auf der BlizzCon enthüllt – Die Rückkehr nach Sanktuario

Diablo IV kommt. Neue düstere Grafik, Open World, fünf Klassen, Talentbäume, mehr Multiplayer-Features und Lilith als große Antagonistin.

Sanktuario wird Jahre nach dem Ende von Diablo III: Reaper of Souls erneut von einem dämonischen Übel bedroht. An der Spitze dieser neuen Bedrohung steht Lilith, die Tochter Mephistos und einiger Legenden zu Folge die Urmutter der Menschen. Ebendiese Hauptantagonistin tritt im vergleichsweise langen Enthüllungs-Cinematic von Diablo IV auf:

Doch keine Sorge, Blizzard hat es nicht bei einem ihrer animierten Cinematics belassen. In einem zweiten Trailer zeigen sie Gameplay. Anwesende auf der BlizzCon konnten sogar bereits eine Demo von Diablo IV anspielen.

Wann kann man mit Diablo IV rechnen? Blizzard stellt klar, dass sich Diablo IV in einer frühen Entwicklungsphase befindet. Diese Aussage erweckt den Eindruck, dass die Veröffentlichung des Action-RPG nicht 2020 erfolgen wird. Ein Erscheinen 2021 oder 2022 erscheint wahrscheinlicher. Es sei denn, Blizzard ist weiter in der Entwicklung fortgeschritten, als diese Aussage vermuten lässt.

Dahingegen steht bereits fest, dass Diablo IV für PC und Konsole erscheinen wird. Für letztere Option sind die PS4 und Xbox One bestätigt.

Fünf Klassen zu Release – drei bereits vorgestellt

Zur Veröffentlichung wird Diablo IV fünf Klassen bieten. Drei dieser stellte Blizzard auf der BlizzCon vor und hatte sie breits im spielbaren Build.

  • Der aus Diablo III bekannte Barbar ist ein Nahkämpfer. In Diablo IV verfügt er im Kampf über eine neue Mechanik namens Arsenal: Sie erlaubt es ihm vier verschiedene Waffen auszurüsten sowie zwischen ihnen schnell zu wechseln. Letzteres ist über das zuweisen von einzelnen Angriffen für die jeweilige Waffe möglich.
  • In Diablo II und Diablo III mähte die Zauberin Horden von Gegnern mithilfe ihrer Elementarmagie nieder. Diese Tendenz wird sie in Diablo IV fortsetzen. Mit von der Partie sind fliegende Eiszapfen, Blitze und brennende Meteore.
  • Bei der dritten Klasse handelt es sich um den Druiden: Er ist ein Gestaltwandler, der mit wenig Zeitverzögerung zwischen seiner menschlichen Form und der Form eines Werwolfs oder Werbärs wechseln kann. Diese Klasse gab es nicht in Diablo III, aber in Diablo II.

Charakter-Progression über Fähigkeitspunkte und Talentbäume

Blizzard verspricht für Diablo IV sowohl Charakterprogression als auch Individualisierung. Sie führen dafür Fähigkeitspunkte und Talentbäume ein.

Aufleveln und das Auffinden von seltenen Gräbern in der Spielewelt schaltet Fähigkeitspunkte frei. Sie lassen sich in Fähigkeiten investieren, um ihre Stärke zu erhöhen.

Jede Klasse verfügt über einen dedizierten Talentbaum für Charakterindividualisierung. Sich zu spezialisieren hat jedoch den Nachteil, dass man dafür andere Möglichkeiten ungenutzt lässt. So kann sich eine Zauberin auf Mobilität und Blitzschaden konzentrieren und dafür stärkere Kältekräfte ignorieren. Mit zunehmender Tiefe im Talentbaum erhöht sich die Stärke der Talente.

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Loot-Seltenheiten

Loot wird in Diablo 4 in die sechs Seltenheitsstufen eingeteilt, die in aufsteigender Reihenfolge seltener sind: Normal -> Magisch -> Selten -> Legendär/Set -> Antik -> Mystisch

Legendäre Gegenstände werden in Diablo 4 genauso stark oder stärker als Set-Gegenstände sein, damit die Spielenden sich nicht gezwungen fühlen, ein bestimmtes Set zu verwenden. Antike Gegenstände hat Blizzard für die ebenfalls wieder kommenden Saisons vorgesehen. Zu ihnen wollen sie später noch mehr Infos preisgeben. Mytische Gegenstände sollen so stark werden, dass es lediglich erlaubt sein wird, einen von ihnen auszurüsten.

Die Kampfstatistiken will Blizzard im Hinblick auf die Mathematik vereinfacht haben. Sie wollen, dass die Spielenden mehr darüber nachdenken, wie die Statistiken die Spielweise ändern als über die Berechnung. Die Standard-Statistiken werden Angriff und Verteidigung – ein Wert für Schaden und ein Wert für die Reduzierung von Schaden.

Es wird darüber hinaus auch komplexere Werte wie Angriffsgeschwindigkeit und Nahkampfschaden-Reduktion geben. Diese sollen das Herangehen an den Kampf mehr als auf numerische Weise ändern. Zudem werden manche Gegenstände individuelle Talente erhöhen, wodurch sie quasi Bonuspunkte geben.

Legendäre Kräfte und Runen

Legendäre Gegenstände sollen in Diablo IV einen großen Einfluss auf das Gameplay von Fähigkeiten haben. Die Spezialeffekte von ihnen heißen legendäre Kräfte. Diese erklärt Blizzard anhand der Zauberin-Fähigkeit Teleport. Ein legendärer Gegenstand erhöht beispielsweise die Verteidigung kurz nach dem Teleport, ein anderer erhöht beispielsweise den Schaden für eine kurze Zeit nach dem Teleport. Eine andere entfernt die Abkühlzeit, hat aber den Nachteil, dass Teleport einen nur nach an einen zufälligen Punkt entsendet. Die letzte vorgestellte Kraft fügt einen Burst von Flächenschaden hinzu, wenn man wieder auftaucht. Diese verschiedenen Kräfte lassen sich auch kombinieren.

Dazu kommen Runen: Sie dienen in Diablo IV als eine weitere Möglichkeit der Ausrüstungsanpassung. Es gibt einen Typ für Zustände und einen für Effekte

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Ein offenes Sanktuario

Zum ersten Mal in der Geschichte der Reihe wird das Sanktuario von Diablo IV eine vollständige, zusammenhängende Open World sein. Die fünf Regionen, die es zur Veröffentlichung geben wird, werden sich in beliebiger Reihenfolge erkunden lassen und die Spieler und Spielerinnen können nahtlos zwischen ihnen reisen.

Doch Sanktuario wird nicht nur eine Open World, es wird auch deutlich mehr Multiplayer unterstützen als zuvor. Ähnlich wie in einem mmorpg wird die Welt von Diablo IV eine geteilte Open World. Diese funktioniert in etwa so:

Gibt es in einem Gebiet noch Kampagnen-Ziele, seid ihr in ihm allein mit eurer Party. Im Übrigen wird der Kampagnen-Fortschritt in einer Party mit dem Fortschritt des Party-Anführers synchronisiert. Dadurch muss niemand mitplotten, was einzelnen Mitspielenden noch fehlt. Ist ein Gebiet einmal abgeschlossen worden, wird es Teil der geteilten Open World. Ab diesem Zeitpunkt können einem dynamisch andere Spielerinnen und Spieler in ihm begegnen, ohne dass man sich mit ihnen zu einer Party zusammenschließt.

In dieser dynamischen Open World finden sich spezielle Aktivitäten wie Weltenbosse, die extra für das dynamische Zusammenspielen entworfen sind. Zum Bekämpfen dieser müssen die Spielerinnen und Spieler keine Gruppen bilden, sondern können losgelöst von dieser Frage zusammenspielen oder es lassen. Städte dienen in der Open World als Social Hubs, in denen sich die Spielenden treffen können. Außerdem wird es Gebiete geben, in dem Spieler-gegen-Spieler-Kämpfe (PvP) stattfinden kann. Um schneller voran zu kommen, wird es in Diablo IV erstmals Reittiere geben, die auch im Trailer zu sehen sind. Darüber hinaus wird es Handel und Clans geben.

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Kein Diablo ohne Dungeons

Sanktuario mag in Diablo IV offener werden und Anleihen an ein mmorpg haben. Doch das gilt nicht für die Dungeons. Sie bleiben wie üblich Instanzen, die für eure Party aus bis zu vier Spielerinnen und Spielern reserviert sind.

Dungeons in Diablo IV verfügen sowohl über ein randomisiertes Layout als auch randomisierte Events in ihnen. Sie können sowohl thematisch im Inneren von Strukturen wie Verliesen oder aber auch in Gebieten unter dem freien Himmel angesiedelt sein. Blizzard betont, dass Dungeons hierbei verschiedene Tilesets mixen können und nahtlose Erkundung erlauben, da es keine Ladescreens in einem Dungeon geben wird.

Darüber hinaus führt Blizzard sogenannte Dungeon-Ziele ein. Sie offerieren größere Belohnungen bei erhöhter Gefahr. Die Einzelaufgaben der Dungeon-Ziele updaten sich im Laufe des Erzielens und der Dungeon reagiere teilweise darauf, indem er schwerere Gegner und Herausforderungen entsendet.

Endgame-Dungeons will Blizzard rundum die drei Kernziele Abwechlungsreichtum, strategische Tiefe und Spielermitwirkung. Ein neuer Typ von Endgame Dungeons werden sogenannte Keyed Dungeons. Für sie müssen die Spielenden einen Schlüssel in der Spielewelt finden. Mit diesem lässt sich ein normaler Dungeon in eine Spezial-Engame-Version upgraden. Dadurch erhöht sich sein Schwierigkeitsgrad, es gibt bessere Belohnungen und andere Dungeon Affixe.

Die Gegner von Diablo IV

Ohne Gegner bringt die cleverste offene Welt und der beste Dungeon natürlich nichts. Jedes Monster gehört in Diablo IV einer spezifischen Monsterfamilie an. Eine Monsterfamilie schließt eine handvoll verschiedener Monster eines Themas in einem bestimmten Lebensraum ein. Ein Beispiel hierfür sind die Ertrunkenen, die an den Küsten von Scosglen leben.

Jedes Mitglied einer Familie verfügt über eine Spezialität oder eine Signaturfähigkeit und synergiert mit den anderen Mitgliedern der gleichen Familie. Dadurch werden verschiedene Monstertypen derselben Familie stärker, wenn sie gemeinsam kämpfen.

Auch Affixe sind in Diablo IV wieder dabei. Der gleiche Affix hat in einer Monsterfamilie jedoch teilweise einen varrierenden Effekt. In der Gefallenen-Familie hat “Multishot” auf einen Fernkampf-Gefallenen einen erwartbaren Effekt- er feuert drei Geschosse statt einem ab. Auf einem Schamanen der Gefallenen führt er hingegen dazu, dass er statt einem Verbündeten gleich drei auf einmal wiederbeleben kann.

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Wie zuvor schon angesprochen, gibt es in der offenen Welt sogenannte Weltenbosse. Der erste dieser Weltenbosse ist Ashava, ein uralter Dämon, der unter Sanktuario haust. Um ihn auszuschalten, bedarf es einer Gruppe von mehreren Spielern und Spielerinnen. Eine Besonderheit haben Weltenbosse: Sie sind zwar nicht immun gegen Kontrolleffekte, aber reagieren auf sie auch nicht wie normale Monster. Stattdessen werden sie “Staggered”, wodurch sie manche ihrer Kampffähigkeiten verlieren oder etwas schwächer werden, wenn ein bestimmter Grenzwert an Kontrolleffekteinfluss erreicht ist. Wird Ashava gestaggert, zerstört dies ihre Armklingen, wodurch ihr Wirbelwindangriff eine deutlich geringere Reichweite hat.

Quellen: Pressemitteilung; news.blizzard.com; diablo3.com

Meist zu finden in Shootern, Rollenspielen oder Strategiespielen. Zudem Student der Informatik.

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