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Devil May Cry 4 – Special Edition Review

Setting & Story

Devil May Cry 4 spielt in einer schicken Gothic- und Steampunkwelt. Die Story beginnt in der Stadt Fortuna, deren Bewohner den legendären Dunklen Ritter Sparda als einen Gott verehren. Das Spiel startet mit dem weißhaarigen Teenager Nero, der als Dämonenjäger für den Orden des Schwertes arbeitet und in der Kirche der Stadt zu einem Auftritt seiner Freundin Kyrie möchte – erst muss er sich allerdings durch eine Horde von Dämonen kämpfen.

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Nach Kyries Auftritt beginnt die Predigt des Hohepriesters Sanctus; und gerade als Nero (und wir) beginnt sich zu langweilen, erscheint ein Assassine der bis auf seine Bartstoppeln und dunklere Stimme Neros Zwilling sein könnte. In einer gewaltigen Actionszene bringt der Assassine, der sich als Dante vorstellt, den Priester um und besiegt alle Heiligen Ritter, die von Kyries älterem Bruder Credo angeführt werden.

Credo hilft, die Kirche zu evakuieren, um auch Kyrie zu retten, und verspricht Nero, mit Verstärkung zurückzukehren. Als Nero haben wir allerdings so einiges auf Lager – neben einem riesigen Schwert und einer Pistole haben wir eine dämonische Hand, mit der wir Dante letztendlich in die Knie zwingen. Dante flieht und als Credo verspätet mit Verstärkung zurückkommt befiehlt er uns, Dante in das Schloss Fortuna zu verfolgen.

Upgrades der Special Edition

In der Special Edition kommen neben Dante und Nero drei neue spielbare Charaktere hinzu: wir können als Lady und Trish spielen oder als Dantes Bruder Vergil. Lady ist diejenige, die Dante auf den Orden des Schwertes ansetzt; als Dämonenjägerin ist sie darauf aufmerksam geworden, dass die Bewohner von Fortuna nicht nur den Dämonen Sparda als Gott verehren, sondern auch angefangen haben, Dämonen zu jagen und einzufangen. Trish, die mit Dante zusammenarbeitet, verlässt Dantes Büro direkt, um nach Fortuna aufzubrechen – und so startet die Storyline der beiden.

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Zusätzlich wurden mit der Special Edition einige Features für die Konsolen freigeschaltet, die es in der ursprünglichen Version nur für den PC gab. So kann jetzt auf allen Plattformen zwischen verschiedenen Outfits und Styles für die Charaktere gewählt werden und es gibt eine zusätzliche Schwierigkeitsstufe.

Grafik

Auch bei der Grafik hat das ursprünglich im Jahr 2008 erschienene Spiel ein ordentliches Upgrade erhalten. Das Spiel sieht definitiv nicht aus, wie ein 2015-Spiel; aber mit Spielen von 2011 oder 2012 kann es durchaus mithalten. Insbesondere in den Action-Cutscenes kann das Spiel glänzen. Auch die Charakter-Designs sehen super aus. Die Texturen für Kleidung und Gesichter wurden schön überarbeitet und Details wie Wimpern und Augen lassen sich nicht lumpen.

Grafisch liegen die Schwächen des Spiels vor allem in Umgebung und Natur. Während die Gothic- und Steampunk angehauchten Gebäude noch ansehnlich sind und liebevoll designt wurden, können die anderen Settings – eine Berglandschaft im Schneesturm, sowie ein Urwald – nicht mehr mithalten. Da zeigt sich dann doch das Alter des Spiels.

Gameplay

Vom Gameplay her bietet die Special Edition nicht viel Neues. Das Spiel besteht aus zwanzig kurzen Missionen, für die wir jedes Mal eine Bewertung von D (die schlechteste Wertung) über C, B, A, S, SS und SSS (Smokin‘ Sick Style, die beste Wertung) erhalten. Die Wertung basiert auf der Spielzeit der jeweiligen Mission, der eingesetzten Combos im Kampf sowie den gesammelten „Orbs“, der Währung des Spiels, mit der zusätzliche HP, MP und andere Items erkauft werden können.

Die Kombinationen im Kampf steigern sich von D (für deadly) bis SSS (wie oben erwähnt, Smokin‘ Sick Style) hoch und basieren auf der ununterbrochenen Wiederholung verschiedener Tastenkombinationen, die besondere Combo-Attacken erlauben. Nimmt man Schaden, wird der Ablauf unterbrochen und man startet wieder bei D.

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Ein interessanter Aspekt an Devil May Cry 4 ist, dass man nach der Hälfte des Spiels den Protagonisten wechselt. In der Dante/Nero Storyline spielt man entsprechend nach der Hälfte als Dante, in der Lady/Trish Storyline zunächst als Lady und später als Trish. Alle Charaktere haben verschiedene Waffen, Attacken-Combos und Kampfstile, was mir persönlich ganz schöne Schwierigkeiten bereitet hat – endlich hatte ich mich an Neros Attacken gewöhnt, da wird wieder alles über den Haufen geworfen. Nach der Hälfte des Spieles noch einmal komplett umdenken zu müssen war eine wirkliche Herausforderung, die dem Spiel (das meiner Meinung nach selbst auf der einfachsten Schwierigkeitsstufte schon eine ordentliche Herausforderung ist) dafür aber noch etwas zusätzliche Schärfe gibt.

Negativ an dem Spielertausch ist allerdings, dass man mit dem neuen Charakter keine neue Umgebung und keine neuen Gegner bekommt. Stattdessen kämpfen wir uns den Weg, den wir mit Nero (bzw. Lady) erklommen haben, mit Dante (bzw. Trish) wieder zurück nach unten in die Stadt – dabei treffen wir aber auch auf die gleichen Gegner, die wir bereits mit Nero/Lady getötet haben. Zusätzlich dazu müssen wir genau diese Gegner im Finale, bevor wir Sanctus endlich den Gnadenstoß geben, noch einmal besiegen – nach drei Mal hat es mir dann doch gereicht.

Schade fand ich, dass es auch für die jetzt erst in der Special Edition spielbaren Charaktere keine neuen Gegner gab. Der Kampfstil unseres Protagonisten ändert sich zwar, aber die Angriffe und Taktiken der Gegner bleiben gleich. Da das Spiel durch die Bewertung der Missions sowieso schon darauf angelegt ist, dass bestimmte Missionen neu gespielt werden, ist diese zusätzliche Redundanz etwas enttäuschend.

Summary
Insgesamt war mein Playthrough von Devil May Cry 4 etwas durchwachsen. Die Story war nett, Nero und Dante waren charismatische und witzige Hauptcharaktere und das allgemeine Design des Spiels sowie die Cutscenes waren ästhetisch durchaus ansprechend. Vom Gameplay her hat es mir wirklich Spaß gemacht, nachdem ich den Dreh einmal raus hatte. DMC4 gehört allerdings wirklich nicht zu den einfacheren Spielen und bei manchen Puzzles habe ich mir schon etwas die Haare gerauft bis ich weitergekommen bin. Aber die letztendliche Redundanz durch die sich wiederholenden Umgebungen und Gegner in der zweiten Hälfte haben mich enttäuscht.Ein wenig enttäuscht war ich auch von den Charakteren des Spiels, die sich sehr stark an klassischen Stereotypen entlang hangeln (der verrückte Wissenschaftler, der Heiland, der seine eigene Welt zerstört) und der unglaublich schlechten Darstellung der Frau im Spiel. Kyrie ist nur ein Mittel zum Zweck, um Nero eine Motivation zu geben, zu kämpfen und bekommt kaum zwei Worte zum Sprechen. Die als Gloria verkleidete Trish hat mit unrealistischen Boob-Physics und den knappsten Outfits, die man sich bei einer Kämpferin vorstellen kann, kaum mehr Funktion als ein charakterloses Sexobjekt.Ich fand es sehr positiv, dass es eine Story gab (immerhin ist das Hauptgenre von DMC4 Action-Adventure/Hack-And-Slash und der Fokus liegt somit nicht auf der Story) und schlecht war diese auch nicht. Besonders die wirklich detailreichen Cutscenes waren ansprechend – aber an der Darstellung von guten Charakteren scheitert das Spiel.Dennoch hat das Spiel Spaß gemacht und durch die Bewertung der Missionen und durch die Möglichkeit, zwischen verschiedenen Charakteren und Kampfstilen zu wählen, ist mein Ehrgeiz geweckt. Ich plane bereits, das Spiel noch einmal durchzuspielen, um doch ein paar S und SS-Wertungen rauszuholen. Vielleicht wage ich mich dann irgendwann auch an eine der höheren Schwierigkeitsstuften – wenn ich die sich ständig wiederholenden Boss-Kämpfe bis dahin noch sehen kann.
Good
  • Schöne Action-Cutscenes
  • Ansprechend überarbeitete Grafik, insbesondere Texturen der Charaktere
  • Charismatische Hauptcharaktere
  • Zusätzliche spielbare Charaktere mit extra Cutscenes
  • Spannende Story mit unerwartetem Wendepunkt (für Erstspieler)
Bad
  • Darstellung der Frau
  • Stereotypische Nebencharaktere
  • Teils nervige und übertrieben schwierige Puzzles
  • Redundanz durch sich wiederholende Endgegner und Umgebung
6.5
Okay
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