Follow
Startseite » Previews » Gaming Previews » Destiny: Unsere Eindrücke der Beta

Destiny: Unsere Eindrücke der Beta

Die Beta-Testphase zum Online-Shooter Destiny ist vorbei. Zusammen mit dem Alpha-Test sind somit alle vorläufigen Möglichkeiten Destiny anzuspielen gelaufen und nun bleibt der Release im September abzuwarten. Doch was erwartet uns eigentlich? Welche Fragen hat der Beta-Test der selbsternannten Shooter-Revolution aufgeworfen und welche beantwortet? Lest jetzt unsere Eindrücke zur Beta von Destiny.

Tja, so schnell kann eine Woche vergehen. Kaum angefangen ist der Beta-Test zu Destiny auch schon wieder vorbei. Nach dem Frühstart auf Sonys Konsolen durften einige Tage später auch Besitzer der Xbox-Familie Alt Russland unsicher machen. Für das letzte Wochenende öffnete Entwickler Bungie sogar die Tore für alle Interessenten und lud noch dazu zu einem Special Event ein. Und obwohl Destiny auf der diesjährigen Gamescom sicherlich noch auf die ein oder andere Art zu sehen sein wird, dürfte die Beta wohl die letzte Möglichkeit für den gemeinen Gamer gewesen sein, sich selbst einen Vorgeschmack zu verschaffen. Doch was genau haben wir aus der Beta gelernt? Welche Fragen hat sie beantworten können und welche nicht?

Destiny: Unsere Eindrücke der Beta 1-Destiny_Koop

Chief bist du das… ?

… und wo war eigentlich Handsome Jack? Schon im voraus erinnerte der Ansatz von Destiny ziemlich an Borderlands: FPS meets Dungeon Crawler, das kam einen doch bekannt vor. Und natürlich waren auch Einflüsse des Halo-Franchises zu erwarten, schließlich haben bei Destiny die Väter des Master Chiefs, Bungie, ihre Finger im Spiel. Aber was bedeutet das für dieses neue Universum? Natürlich erfindet Destiny auf der ersten Blick das Rad nicht neu, aber je tiefer man in die Welt und das Gameplay eintaucht, desto mehr kommt man in einen gewissen Flow.

Rutschen, springen, heranstürmen, die verschiedenen Fähigkeiten der drei Hüter-Klassen, leveln und looten. Wenn man es genau betrachtet ist nichts davon neu, allerdings harmonieren die unterschiedlichen Elemente auf eine ganz eigene Weise und schaffen so ein Spielgefühl, welches dann doch ganz anders ist.

Sowohl im PvE als auch im PvP geht dieses Konzept auf. Es finden sich in den Story-Missionen Gegner Gruppen, die in ihrer kastenartigen Struktur klare Parallelen zu den Grunts und Eliten der Allianz aufweisen – und für spannende dynamische Kämpfe sorgen – während der Player vs. Player-Modus sich fast so anfühlt wie es ein Brick einst verprochen hatte. In dieser Beziehung konnte uns die Beta eine Frage beantworten: Bungie hat es geschafft aus vielen „alten“ Elementen ein neues Spielgefühl zu schaffen und verleiht Destiny so seinen ganz eigenen Charakter.

Destiny: Unsere Eindrücke der Beta 2-Destiny_Beta_13806492617166

Barrierefreier Multiplayer ohne Fehler?

Soviel sei schon einmal gesagt: Das alles funktioniert so wie es soll. Natürlich ist das noch keine Garantie, dass auch die Vollversion am ersten Tag ohne Probleme anlaufen wird. In Zeiten von Disastern alá Battlefield 4 schadet es nie seine Erwartungen ein wenig zu drosseln, um große Enttäuschungen zu vermeiden. Aber Destiny konnte sowohl in der Alpha als auch in der Beta glänzen und funktionierte sogar noch ausgezeichnet nachdem Bungie die Beta für jedermann öffnete.

Es scheint also als sei das Studio für das angeblich teuerste Spiel aller Zeiten gut mit dem vielen Geld umgegangen. Jedes Element des Spiels ist auf hochglanz Niveau, ob es die Grafik ist oder die Benutzer Oberflächen. Selbst die Ladebildschirme sehen wahnsinnig schön aus! Allerdings gibt es schon ein paar Macken im schönen Äußeren. Die Coop-Möglichkeiten lassen ein einigen Stellen etwas zu wünschen übrig und wirkten umständlich.

Möchte man der Strike-Mission eines Freundes beitreten, so muss man sich über das PSN bzw. Xbox Live Einladungssytem einklinken. Die versprochene Möglichkeit dies über Destiny selbst erledigen zu können fehlte noch. Auf diese Weise wird der Versuch mit einem Freund eine Strike Mission zu starten schon ein recht frustrierendes Unterfangen. Außerdem wirken die Areal noch ein wenig leer. In einer Woche sah ich nie mehr als vier Mitspieler auf der Karte, während ich Alt Russland durchstreifte. Das dürfte wohl einer der Gründe dafür sein, dass sich Bungie so wehement dagegen weigert Destiny als „massivley“ Online Game zu betiteln. Aber alles in allem waren sämtliche Funktionen mehr oder weniger ohne Probleme nutzbar und somit kann man schon optimistisch sein, dass Destiny dies in seiner Vollversion weiterführen wird.

Destiny: Unsere Eindrücke der Beta 3-destiny-gamescom01

The social network

Mal ehrlich, egal wie schön es sein kann mit vielen Leuten gleichzeitig in eine Welt abzutauchen, können diese vielen Leute auf der anderen Seite auch ziemlich schnell nerven. Und gerade bei einem reinen Online-Shooter wie Destiny ist es wichtig Optionen zu schaffen um ab und zu auch man „abschalten“ zu können. Auf der Suche nach Loot in Alt-Russland fällt schnell auf, dass Bungie hier aufgepasst hat. Die Welt stellt sich als lebendiger Organismus dar, in dem sich ständig andere Hüter mit einem selbst tummeln. Ob man sich ihnen anschließen möchte, um gemeinsam kleine Missionen zu absolvieren ober ob man sich aus dem Weg geht, bleibt euch allein überlassen. Außerdem gibt es kein unnötiges Buhlen um Schätze, der Sprach-Chat aktiviert sich erst wenn ihr beschließt euch anderen anzuschließen und es mangelt nirgends an Spielern, egal ob Strike-Mission oder PvP. Aber wir sprechen hier natürlich nur über die Beta und hoffen, dass Bungie auch in der Vollversion diese Qualitäten abliefern wird.

Die meisten Hüter-Kollegen findet man allerdings im sogenannten Turm, der als eine Art Social Hub angelegt wurde. Selbst als die Beta noch auf die Sony Konsolen begrenzt war, musste man sich im Turm nie allein fühlen. Entdeckt man im Hub eine sympathisch anmutende Person bieten sich schnell und einfach per Tastendruck diverse Konversationsmöglichkeiten. Naja oder ihr tanzt einfach mal eine Runde zusammen! Nur leider ist der Aufbau des Turms selbst ein wenig misslungen. Einige Händler und NPC’s sind auf die Schnelle nicht zu finden und die Funktion eines jeden Einzelnen ist bislang noch nicht bei jedem eindeutig. In der Beziehung bleibt es abzuwarten, ob Bungie in der Vollversion jeden der Händler via Tutorial vorstellt oder diese im Laufe der Missionen detaillierter erklärt werden.

Mir persönlich war es jedoch ein Dorn im Auge, dass man die Reise zum Turm stets aus dem Orbit heraus starten muss, was dann natürlich mit den entsprechenden Ladezeiten verbunden ist. Vergisst man dann einmal einen Punkt auf seiner To-Do-Liste muss man erst einmal wieder zurückfliegen. In solchen Momenten wünscht man sich dann schon einen Webbrowser an Bord, mit dem man seine Angelegenheiten bequem im All erledigen könnte.

Destiny: Unsere Eindrücke der Beta 4-destiny-hp-fb-og-share-img

Looten und Leveln

Was wäre ein Borderlands oder Diablo ohne geniales Loot-System? Langweilig und ohne Wiederspielwert, wie sich z.B Blizzard bei Diablo 3 noch einmal ins Gedächtnis rufen musste. Hier scheint sich Bungie allerdings keine Blöße zu geben. Aufgrund der Levelbegrenzung (Level 8) war in der Beta noch nicht viel möglich, aber das was man gefunden hat, war meistens von Wert. Man wird niemals mit Bergen von schlechten Items überhäuft und selbst die Munition ist im perfekten Maße knapp. So wird man immer angespornt möglichst effizient und überlegt zu kämpfen und hat auch noch das Gefühl, dass es sich lohnt. Und wenn es mal nicht die super Waffe war, kann man diese direkt aus dem Menü heraus in Geld (naja, Glimmer) umwandeln. Findet man dann mal eine Waffe oder irgendein anderes nützliches Item lohnt es sich treu zu bleiben, denn sogut wie jedes seltene Objekt lässt sich noch einige Male aufwerten und besitzt seinen eigenen Fähigkeiten Baum. Da läuft einem doch das Wasser im Munde zusammen wenn man bedenkt, was in der Vollversion noch alles auf einen zukommen kann.

Und auch optisch ist einiges möglich. Jede der Charakter-Klassen bietet seine eigene Optik und lässt sich nach seinen Vorlieben anpassen. Während der Titan seinem Namen in dicker Rüstung gerecht wird, sind Hunter und Warlord mit Kapuzen und Mänteln in jeglichen Formen und Farben eher leicht bekleidet. Und wo wir gerade bei den Klassen sind: Viel war hier in der Beta noch nicht möglich, jedoch wurde einem schonmal ein Vorgeschmack auf die jeweiligen Skilltrees geboten. Jede Verbesserung ist auch gleich spürbar und bietet einem Vorteile. Meine große Sorge hierbei ist das Balancing, besonders im PvP. Hoffentlich schafft es Bungie hier das niemand im Nachteil ist, egal für welche Klasse oder welchen Weg er sich entschieden hat.

Destiny: Unsere Eindrücke der Beta 5-21267-destiny_travele_homepage

Großes Spiel, große Geschichte?

Ganz im Ernst? So sehr mich in diesen paar Tagen das Gameplay und das Design von Destiny begeistert hat, so wenig hat es mir die Story angetan. Vielleicht erwarte ich nach dem großes Halo-Universum einfach zu viel, aber die „Dunkelheit“ als großer Antagonist? Mag sein, dass Bungie mich im Verlauf der Vollversion noch fesseln kann, der Anfang, der den Inhalt der Beta darstellte, konnte es leider überhaupt nicht. Ich befürchte da kann selbst ein Peter Dinklage als Begleiter in der englischen Sprachfassung nicht viel helfen. Aber in dem Genre, in welchem sich Destiny zu bewegen scheint, steht für mich die Story eher hinten an.

What lies ahead

Neben den wenigen Makeln, konnte der Beta-Test zu Destiny überzeugen. Nur eine Frage bleibt nach wie vor offen und es könnte im wahrsten Sinne der Wortes die Größte sein: Wie groß wird Destiny werden? Bungie betonte bereits mehrfach, dass es sich bei Destiny um ihr bisher größtes Spiel handelt. Im Gegenzug dazu allerdings soll jeder der Planeten bzw. Monde (Erde, Mond, Venus, Mars, Europa, Merkur) nur ein frei begehbares Areal besitzen. Im Falle der Erde wäre Alt-Russland das Erste und somit letzte zu erkundende Gebiet. Geht man dann von ungefähr 6 Missionen pro Areal aus, dürfte der Umfang von Destiny nicht übermäßig groß ausfallen. Vielleicht ist es so, vielleicht auch nicht.

Wenn ich bedenke wie viel Zeit ich allein schon in diesen Beta-Test investiert habe und wie sehr mich dieses eine Gebiet schon fesseln konnte, mache ich mir keinerlei sorgen, dass Destiny mein Spiel für den Rest des Jahres wird! Abschließend kann ich nur sagen: Ich vermisse die Beta jetzt schon und kann es gar nicht mehr erwarten in die Vollversion am 9. September einzusteigen!

Written by
Studierender Gamer und Kinogänger. Zu finden auf Playstation 4 und Nintendo Handhelds, meistens beim Rollenspielen.

Bewerte den Artikel

0 0

Leave a Reply

Your email address will not be published. Required fields are marked *

You may use these HTML tags and attributes: <a href="" title=""> <abbr title=""> <acronym title=""> <b> <blockquote cite=""> <cite> <code> <del datetime=""> <em> <i> <q cite=""> <s> <strike> <strong>

Lost Password

Please enter your username or email address. You will receive a link to create a new password via email.