Follow
Startseite » Previews » Gaming Previews » Deponia Doomsday Preview

Deponia Doomsday Preview

Eine karge Eislandschaft. Ruinen einer Raumstation. Eine einsame Gestalt in einem dicken Pelzmantel flüchtet vor einer Horde Mutanten. Es ist Rufus, aber älter, bärtiger und er hat nur ein Ziel: Die Sprengung Deponias einleiten. Aber Elysium liegt in Trümmern. Welchen Zweck könnte dies nur haben?

Deponia Doomsday, die klassische „die Trilogie war erfolgreich, also hängen wir noch einen Teil dran“-Episode beginnt ziemlich stark. Wir wollen sofort wissen, was mit Deponia und Elysium passiert ist, nachdem sich Rufus am Ende des dritten Teils geopfert hat. Alles sieht so anders aus, der Ton ist ein ganz anderer.

Doch die Antworten müssen warten, auf einmal reisen wir in der Zeit zurück und haben erneut die Kontrolle über einen jungen Rufus. Sogar an einem Zeitpunkt vor dem Beginn des ersten Teils, als Rufus noch mit der rabiaten Toni zusammen war und einen anderen Plan verfolgte um Elysium zu erreichen.

Deponia Doomsday Preview Deponia-Doomsday-1

Nach dem unheimlich starken Opening folgt ein 1. Akt der zwar insgesamt sehr solide ist, aber leider nichts Neues bietet. Erneut streunert Rufus – noch vor all der Entwicklung die er im Rahmen der Trilogie durchmachte – durch eine Stadt und sammelt Dinge um sie mit anderen Dingen zu kombinieren. Das funktioniert alles sehr gut. Fast nie hatte ich das Gefühl bei den Rätseln einfach nur rumprobieren zu müssen. Was gemacht werden muss ist oft klar, aber ohne die Lösung zu eindeutig zu präsentieren.

Auch die Texte sind alle wieder sehr witzig und strotzen geradezu vor dämlichen Schrott-Puns und bissigen Beleidigungen, ich musste oft laut loslachen. Besonders gefallen hat mir auch, dass wir mehr von Rufus‘ (noch nicht Ex-)Freundin Toni mitbekommen und für einen Moment traut man den beiden wirklich zu, eine halbwegs funktionale Beziehung zu führen. Mehr sogar das noch, als Rufus und Goal.

Deponia Doomsday Preview Deponia-Doomsday-3

Es wäre alles ein bisschen „nur mehr vom Alten“, was tatsächlich ein Running Gag ist, der sich durch die Dialoge mit vielen Charakteren zieht. Wäre da nicht der neue Story/Gameplay-Twist: Zeitreisen. Zu Beginn des Spiels trifft Rufus den Erfinder einer Zeitmaschine, die von da an für die Lösung des ersten zentralen Rätsels genutzt wird: Zu verhindern, dass ein Rosa Elefant Tonis wertvolle Kristallgläser zerstört. Dazu muss man ein paar mal die Zeit zurück drehen um neue Informationen zu verarbeiten.

Ich will ehrlich zu sein: Daedalic hat sich einen Namen mit einigen sehr guten Point & Click Adventure-Spielen gemacht. Aber so ein Spiel über Zeitreisen zu machen, das hat ganz schön Eier. Immerhin ist Day of the Tentacle immer noch der unbestreitbare Höhepunkt des gesamten Genres. Nach dem kurzen Einsatz der Maschine zu Beginn des Spiels scheint mir das Zeitreise-Feature im Moment mehr Plot- als Gameplay-Elementen zu dienen. Das kann sich aber natürlich noch ändern. Bisher fühlt sich Deponia Doomsday für mich noch zu sehr nach einfach mehr vom alten an und das finde ich sehr schade, weil ich glaube, dass da noch mehr drin steckt. Mehr gibt es dann in unserem Review, wenn ich das Spiel durchgespielt habe.

Deponia Doomsday erscheint am 1. März auf Steam, Retail-Versionen für PC und erstmalig auch Playstation 4 und Xbox One erscheinen im Laufe des Jahres.

Written by
Selbserklärter König der Nerds, Herausforderer bitte hinten anstellen. Ich bin der mit den Nunchakus und dem im Wind flatternden Bandana.

Bewerte den Artikel

0 0

Leave a Reply

Your email address will not be published. Required fields are marked *

You may use these HTML tags and attributes: <a href="" title=""> <abbr title=""> <acronym title=""> <b> <blockquote cite=""> <cite> <code> <del datetime=""> <em> <i> <q cite=""> <s> <strike> <strong>

Lost Password

Please enter your username or email address. You will receive a link to create a new password via email.