Crush your Enemies Preview

Mobile PC

 

Bevor Echtzeitstrategiespiele mit Command & Conquer große Gebiete betraten, waren sie auf Quadrate eingeschränkt. Titel wie Dune II oder WarCraft basierten noch auf diesem alten System und sogar WarCraft II konnte sich nicht ganz davon verabschieden, machte aber das beste aus seiner Situation. Mit Crush Your Enemies von Vile Monarch möchte Gambitious dieses Format auf PC und Mobilgeräten wiederbeleben. Lest jetzt unsere Preview!

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Ein Barbarenleben für mich!

Brog ist ein extrem gelangweilter Barbar. Und eines Tages hat er davon derart die Nase voll, dass er auf einen Plünderungszug durch das Land geht, vor allem um seine Feinde zu schlagen (daher auch der Titel). Ihm zur Seite stehen sein Sohn Fuzgut und ein gefangener Adeliger, der als sein Berater dient – der allerdings auch keinen Hehl daraus macht, dass er gerne woanders wäre.

Was folgt ist eine sonderbar unstrukturierte Aneinanderreihung aus Popkulturwitzen, Brüchen der 4. Wand, in denen der Spieler direkt angesprochen wird und die allesamt in Zwischensequenzen erzählt werden, in denen zwei feste Bilder einander gegenüberstehen. Gerne hätte man etwas Abwechslung bei den Bildern gesehen. Dem Comicstil des Spiels würde es gut tun, wenn sich die Bilder der Protagonisten zumindest ein wenig verändern würden, wie z.B. in Sonys Gravity Rush, in denen die Zwischensequenzen ähnlich erzählt werden. Neben der Einzelspielerkampagne wird es in der fertigen Version auch Crossplattform-Mehrspieler für PC und Mobilgeräte geben. Dieser ist im aktuellen Build allerdings noch nicht verfügbar.

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Und wenn du nicht zuhörst…

Glücklicherweise ist das eigentliche Strategiespiel deutlich besser. Crush Your Enemies ist dazu gedacht, in möglichst kurzen Runden gespielt zu werden. Kaum eine Schlacht dauert länger als fünf Minuten. Meist beginnt man mit einer Meute Arbeiter, die man in einer Hütte unterbringt, wo sie sich – laut Brog – “wie die Karnickel” vermehren können. Anschließend schickt man sie in Teilen oder als ganzes in ein Ausbildungsgebäude, in denen sie zu Kriegern, Bogenschützen, Schildträgern oder anderen Einheiten ausgebildet werden. Jede Einheit hat ihre Stärken und Schwächen und kann gezielt als Konter eingesetzt werden. Einheiten können Gebäude des Gegners einnehmen und zerstören oder Wachtürme auf der Karte besetzen, um Knotenpunkte zu verteidigen, aber Gebiete selbst müssen erst eingenommen werden, bevor Einheiten sie überqueren können. Vile Monarch hat an einem leicht zugänglichen, aber schwer zu meisternden System gearbeitet.

Nur sehe ich einen Knackpunkt: Darauf zu pochen, dass Kämpfe in wenigen Minuten entschieden werden müssen. Denn eigentlich bin ich jemand, der sehr methodisch vorgeht und sich Zeit mit Echtzeitstrategie lässt. Doch das atemberaubende Tempo, in dem Crush Your Enemies stattfindet lässt genau das nicht zu. Ehe man sich versieht steht plötzlich eine ganze Armee vor der Haustür und will einem ans Leder. Ironischerweise hat Crush Your Enemies sogar eine Möglichkeit, das Tempo noch weiter zu beschleunigen. In der Hinsicht wäre ein geringerer Schwierigkeitsgrad vielleicht nicht verkehrt. Noch dazu hatte ich die meiste Zeit über den Eindruck, als ob der PC eher ein Nachgedanke war und das Spiel hauptsächlich für Tablets und Smartphones gedacht war. Mit einer Touchsteuerung macht es nämlich weit mehr Sinn.

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AUSBLICK: Best in life? Noch nicht.

Crush your Enemies ist ein ehrenwertes Konzept, ein altes Spielprinzip für eine neue Generation aufzumöbeln. Nur sollte man dabei nicht vergessen, dass dessen Wurzeln eben auf dem PC liegen und nicht auf Smartphones. Etwas langsamer ist manchmal mehr, notfalls auch mit etwas mehr Hindernissen. Mit einem Erscheinungstermin ist irgendwann im Frühjahr 2016 auf PC, Mac, Linux, iOS und Android zu rechnen.

Redakteur, Gamer und Filmliebhaber. Mag Indie-Spiele, die PS Vita und Indie-Spiele auf der PS Vita.

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