Crazy, bitterböse und doch rührselig: The End of the F***cking World

Crazy, bitterböse und doch rührselig: The End of the F***cking World

Netflix pusht es immer weiter zum Limit, was neue Serienkonzepte angeht. The End of the F***cking World ist schwärzester britischer Humor, gemixt mit Gesellschaftskritik. Wer „WTF!“-Momente am Fließband sucht, der liegt mit diesem abgefahrenen Roadtrip zweier Teenager genau richtig.

Erst wenige Tage kursiert das Serien-Experiment auf Netflix und hat bereits jetzt eine große Fangemeinde. Der Streaming-Dienst scheint neben hoher Serien-Qualität auch einen Riecher für Innovation zu haben. Denn „The End of the F***cking World“ bricht Mal schnell alle Tabus, was man in Serien darf und nicht und trifft mit seiner schonungslosen, direkten Art den Zeitgeist einer sich schneller drehenden Gesellschaft, in der die Scheißegal-Stimmung zur Leitkultur geworden ist.

In 20-minütigen rasanten Folgen wird ein Arsenal an durchgeknallten Existenzen präsentiert und wie sie ihr Leben fristen. Doch zentrale Handlungsträger sind die beiden 17-Jährigen James und Alyssa nach dem Comic von Charles S. Forsmann. Während Alyssa es schafft, innerhalb weniger Minuten jeden Menschen dazu zu bringen, sie zu hassen, hat der schüchtern wirkende James eigentlich nur ein Ziel: endlich einen Menschen umzubringen. Warum da nicht einfach Alyssa nehmen? Die nervt eh jeden. Also tut der Psychopath so, als wäre er und sie verliebt und brennt mit ihr durch. Dazu gilt es erst, den überraschten Vater auf dem Nachhauseweg einfach Mal mit einem Faustschlag k.o. zu schlagen und das Auto zu klauen. Ein irrer Roadtrip beginnt.

Wo andere einen ganzen Film gespinnt hätten, geschieht dies alles in den ersten 20 Minuten der Serie. Und genauso schräg geht es weiter. Überraschungen und verrückte Ideen kommen am laufenden Band. Jeder, der  einmal im Leben ein stinklangweiligen Coming-of-Age Film gesehen hat, in dem ein junges Paar am Ende des Films sich findet, um das schönste aller Leben zu führen, der sollte nach einer Runde kotzen „The End of the F***cking World“ anschauen.

Alle Klischees werden über Bord geworfen. Wir erleben zwei 17-Jährige und ihre durchaus berechtigte kritische Weltsicht und das es alles andere als einfach ist, in unserer modernen Welt zusammen zu finden. Die Serie ist dabei trotz ihrer extremen Momente (Auto-Explosionen, Mord, Raubzüge, Drogen) schonungslos ehrlich. Getragen wird „The End of the F***cking World“ fast im Alleingang von den beiden jungen Schauspielern Alex Lawther und Jessica Barden, welche die jungen Ausreißer spielen. Es erscheint schier unglaublich, wie gut die beiden Youngsters ihre Rolle ausfüllen, da sind zwei Talente gefunden worden.

Bereits jetzt der Geheimtipp 2018!

Gamingnerd und Filmjunkie. Angefangen hat die Videospiel-Reise mit NES und Gameboy, seither der Gameswelt verfallen. Filme und Serien sind seine Passion seit er selbstständig den Fernseher bedienen konnte. Besitzt eine Affinität zu allen Technik-Innovationen und nerdigen Trends.

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