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Captain Toad: Treasure Tracker im Test

In Super Mario 3D World gab es neben den normalen Leveln noch eine Handvoll Minispiele, in denen man in der Rolle des Schatzsuchers Captain Toad kleine, würfelförmige, ein bisschen an Aquarien erinnernde Level durchsuchte um am Ende einen Schatz zu finden. Hier war der Clou: Captain Toad kann nicht springen. Nicht weil er es an sich nicht könnte, nein, sein Rucksack ist einfach zu schwer. Es ist eine Art Puzzle-Plattformer, ähnlich dem Klassiker Load Runner. Dieses Konzept wird nun weiter ausgebaut.

In 79 Leveln macht ihr euch als der titelgebende Captain oder seiner Partnerin Toadette, die Schlumpfine des Pilzkönigreichs, auf Schatzsuche. Ziel jedes Levels ist es einen Stern am Ende zu erreichen und zusätzlich noch mehr oder weniger versteckte Juwelen einzusammeln mit denen man neue Level öffnen kann.

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Der ‚Witz‘ an Captain Toad – und das gilt schon für die Bonus Level in 3D World in denen das Konzept ausgetestet wurde – ist, dass es uns quasi einen „von unten“-Blick auf die Gefahren des Pilz Königreichs gibt. Der gute Captain kann nicht springen, klettern, Feuerbälle oder Hämmer werfen und auch nicht durch die Luft fliegen. Er läuft und ab und an kann er eine Rübe aus dem Boden ziehen und sie auf Gegner werfen. Sogar Kleinvieh wie Goombas werden so wieder zu Gefahr. Es ist witzig für eine Weile, doch leider wird das Spiel recht schnell langweilig.

Die meisten Level werden euch ca. 10-15 Minuten beschäftigen. Zusätzlich zum Sammeln der Juwelen gibt es in jeder Stage noch ein zusätzliches Ziel das erfüllt werden kann, wie z.B. alle Gegner besiegen oder eine bestimmte Plattform nicht zu bewegen.

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Der Ablauf ist, den Umständen entsprechend, natürlich recht langsam. Bis auf wenige Ausnahmen könnt ihr die Level mit einem ganz eigenem Tempo angehen, überlegen wo es wie lang geht und wie man an die verschiedenen Juwelen kommt. Wirklich schwierig ist das allerdings selten. Das ist ein Problem, dass ich schon längere Zeit mit diversen Nintendo Spielen habe: Es ist zu leicht.

Durch die ersten 70% des Spiels kommt man locker durch, das einzige was mich davon abgehalten hat es schneller durchzuspielen, ist, dass der träge Spielablauf die Motivation nahm. Ich wünschte mir mehrmals einfach gleich in ein späteres Kapitel springen zu können, wo die Level komplexer und gefährlicher sind.

Optisch basieren die Spiele fast alle auf Welten wie man sie schon in Super Mario 3D World gesehen hat. Was bei einem neuen Mario Spin-Off aber auch nicht anders zu erwarten war. So stechen einige schönere Level wie zum Beispiel ein von Geistern bevölkerter Zug mehr hinaus, aber man vermisst auch, dass es nicht mehr in dieser Richtung gibt. Mir ist kaum ein Level in Erinnerung geblieben, es fühlt sich alles ein bisschen 08/15 an.

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Summary
Captain Toad: Treasure Tracker funktioniert an sich sehr gut, die Level sind recht hübsch, auch wenn sie größtenteils aus Super Mario-Teilen zusammengebaut sind. Die Ideen sind gut und das Spiel so abwechslungsreich wie es in diesem Genre überhaupt sein kann. Aber irgendwie wollte der Funke bei mir nicht überspringen. Auch wenn es einige schöne und clevere Level gibt, geht das Spiel nie wirklich über das Grundkonzept hinaus. Das macht es für ein Nintendo Spiel überraschend... normal. Ich vermisse einfach den Wow-Effekt. Die "oh mein Gott macht das grade Spaß"-Momente. Es ist ein nettes kleines Rätselspiel und für einen kompakten Budget Preis erhältlich. Das ist dem Inhalt angemessen, denn sonderlich lang wird euch das Spiel leider nicht beschäftigen. Ich möchte dieses Spiel wirklich mögen, aber ich wurde einfach nicht warm damit.
Good
  • Gutes Konzept
  • Putzige Präsentation
  • Die späteren Level werden besser
Bad
  • Zu einfach
  • Sehr langsam
  • Wenig Abwechslung
6
Okay
Written by
Selbserklärter König der Nerds, Herausforderer bitte hinten anstellen. Ich bin der mit den Nunchakus und dem im Wind flatternden Bandana.

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