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Bravely Second: End Layer Review

Nach einem Abenteuer, welches Tiz´, Agnes, Ringabel und Edea alles abverlangte und sie geprägt hat, konnten sie endlich Frieden genießen. Doch sollte dieser nicht für die Ewigkeit bestehen, denn erneut geschehen in der Welt von Luxendarc Dinge, die diese Helden auf den Plan rufen. Was hat es mit dem Mann mit der Maske auf sich, der jene Welt in das Chaos stürzen will, und welche Rolle spielen dabei der junge Mann Yew Geneolgia und die mysteriöse Magnolia Arch? Auf diese Reise begibt sich der Spieler in Bravely Second: End Layer, dem Nachfolger des Titels Bravely Default und kämpft sich im rundenbasierten Kampfsystem und den verschiedensten Jobs erneut durch die drohende Dunkelheit. Wir begaben uns ebenfalls nach Luxendarc und griffen den Kriegern des Lichts, wo wir nur konnten, unter die Arme und erfuhren dabei einiges neues über diese und die Welt selbst.

Die Zahnräder der Zeit drehen sich weiter, für jeden

Die Geschichte setzt 2 Jahre nach dem Ende von Bravely Default an mit dem Auftauchen des selbsternannten Kaisers Verherr, der nicht nur die Welt in das Chaos stürzen will, sondern auch Agnés gefangen nimmt um dieses Ziel zu erreichen. Das bleibt natürlich nicht unbemerkt und der junge Ritter der Kristallwache, Yew Geneolgia, eilt ihr zur Hilfe, erleidet aber einen Rückschlag. Er lässt sich davon jedoch nicht beirren und will es erneut versuchen, diesmal mit der Untersützung von der Baál-Jägerin Magnolia Arch und 2 der altbekannten Helden, Edea und Tiz. Das stellt den eigentlichen Beginn der Geschichte und der Reise dar, auf welche der Spieler sich hier begibt. Wie bereits im Vorgänger erfährt man währenddessen etwas über die Charaktere selbst, was sie erlebt haben und auch die Welt, in der sie sich befinden. Durch den hohen Grad an Detailreichtum in den Städten sowie den verschiedensten Dialogen mit deren Bewohnern und den Charakteren unter einander, wirkt alles zum einen lebhaft und zum anderen individuell, was dem Spieler nicht nur einen leichten, erneuten Einstieg in die Geschichte ermöglicht, sondern auch direkt eine Sympathieatmosphäre erzeugt, wodurch die Motivation des Erkundens von Gebieten sowie dem Zuhören vieler Gespräche stark begünstigt wird.

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Kampf der Vielfältigkeit

Das Kampfsystem ist erneut rundenbasiert und bietet, neben ein paar kleinen Neuerungen, keine Veränderungen. Aufgrund der schon vorhandenen Komplexität und Individualisierungsmöglichkeiten von diesem aus dem ersten Teil, bestand hier keine Notwendigkeit etwas zu ändern, wodurch der Spieler auch hier schnell einen Wiedereinstieg erlebt und bereits bekanntes anwenden kann.

Eine der Neuerungen ist die Möglichkeit, bestimmte Befehlsketten bzw. Aktionsabfolgen zu speichern und dann wiederholt auszuführen. In Bravely Default war der Spieler nur in der Lage die Kommandos der letzten Runde zu wiederholen, und musste, falls er einem Charakter in der darauf folgenden Runde eine anderen Befehl gab und die Runde darauf erneut die Wiederholungskette starten wollte, diese von Beginn an delegieren. Jetzt ist es dem Spieler gestattet bis zu 3 Angriffsabfolgen zu speichern und, je nach der Kampfsituation und Bedarf, auszuführen.

Ebenfalls neu hinzugefügt wurde die Möglichkeit des Konsekutivkampfes. Der Spieler kann nach einer gewonnenen Gegnerbegegnung entscheiden, ob er die Erfahrungs- und Jobpunkte nimmt und weiterzieht, oder aber einen weiteren Konflikt direkt wählt und die Chance auf einen, pro Kampf steigenden, Multiplikator auf seine Punkte hat. Hierbei ist jedoch dem Spieler gleichzeitig zu Vorsicht geraten, da sich die TP sowie MP zwischen den Kämpfen nicht regenerieren!

Ich wähle dich, Outfit!

Auch hier findet der Spieler altbekanntes, Neuerungen sowie Veränderungen, angefangen mit dem Dorfsystem. Wurde im ersten Teil noch die Heimat von Tiz restauriert, kümmert der Spieler sich diesmal um den Wiederaufbau von Magnolias Zuhause, dem Mond. Der Stufenaufstieg sowie die damit verbundenen und notwendigen Dorfbewohner sind gleich geblieben, lediglich die Anzahl der wiederherstell- und ausbaufähigen Gebäude wurde erhöht.

Nebenquests sind ebenfalls ein rückkehrender Bestandteil, bei welchen der Spieler, neben Erfahrungspunkten sowie Items, am Ende dieser mit einem Job-Asterisken belohnt wurde. Diese sind der eigentliche Hauptgrund, neben zusätzlichen Informationen zu diversen Nebencharakteren sowie der Welt von Luxendarc selbst, gewesen, um die Kampf- und Kombinationsmöglichkeiten zu erweitern. Das ist in diesem Teil wieder der Fall, doch diesmal muss sich der Spieler während der Story für 1 von 2 möglichen Asterisken pro Nebenquest entscheiden. In den meisten Fällen handelt es sich dabei um bereits bekannte Asterisken, wie beispielsweise den Rotmagier, den Schwertmeister, den Beschwörer und einige andere, denn einen Großteil der neu im Spiel befindlichen Jobs, zum Beispiel den Katzenbeschwörer, der Zauberer, der Fechter und weitere, bekommt der Spieler im Laufe der Hauptstory. Das ganze wird zugleich dafür genutzt, um bereits bekannte Charaktere aus Bravely Default sowie deren Werdegang innerhalb der 2 vergangenen Jahre zu erzählen, und somit zusätzlich zur Detailliertheit der Spielwelt beigetragen wird. Der Spieler muss jedoch etwas Zeit investieren, um zum einen das Asteriskensystem zu verstehen und zum anderen es zu beherrschen. Zu Beginn des Spiels ist das noch übersichtlich, doch je mehr Jobs erlangt werden, desto umfangreicher werden die Kombinationsmöglichkeiten.

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Die große, weite Welt und ihre Details

Dem Spieler wird hier eine sehr hohe Grafikqualität geboten, und das in allen Bereichen des Titels. Die Städte sowie die Charaktere selbst sind farbenfroh und mit vielen Details versehen, was genauso für die Verliese und Dungeons gilt. Letztere wurden zusätzlich um kleine Puzzle-Elemente erweitert, und mit besseren Items bestückt, sodass hier dem Spieler ein Anreiz zu deren Erkundung geboten wird. Des Weiteren, und um noch einmal auf die Charaktere zurückzukommen, sind die Mimiken und Gestiken dieser sehr gut dargestellt und wirken in jedem Dialog, ob synchronisiert oder nicht, überzeugend, was zusätzlich zur Sympathientwicklung beiträgt. Auch die Kämpfe, die Gegner sowie die allgemeinen Kampfanimationen sind ausdrucksstark, vielfältig und weisen einen hohen Grad an Liebe zum Detail auf. Der Chibi-Style, in dem die Charaktere präsentiert sind, ist auf der einen Seite passend und wirkt im ganzen Verlauf des Spiels nicht ungeeignet, auf der anderen Seite jedoch spricht das nicht jeden Spieler an, und kann durchaus den Eindruck der Ernsthaftigkeit diverser Situation untergraben.

Der Klang der Natur, der Schlacht und des Lebens

Der Soundtrack präsentiert neben bereits bekannten Tracks aus dem ersten Teil auch einiges an neuen Stücken. Besonders hervorzuheben ist der Fakt, dass explizit für Dialoge von Personen, sowohl Haupt- als auch Nebencharaktere, eigene Stücke kreiert worden sind, was den bereits umfangreichen Soundtrack noch um einige Titel mehr erweitert. Dementsprechend sind die Stücke nicht nur einzigartig, sondern bieten auch für den Spieler einen hohen Erinnerungswert. Besonders bei Dialogen oder Cutscenes, welche diese zum einen verstärken und zum anderen die Atmosphäre unterstützen. Auch bei der Kampfmusik wurde ganze Arbeit geleistet, denn jeder Boss hat ein eigenes Theme und je nach eingesetzter Spezialtechnik, oder Kampfsituation, erklingt ein anderes Musikstück. Dadurch wird jede Auseinandersetzung und jede Konfrontation mit einer ganz persönlichen und dynamischen Note versehen.

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Summary
Bravely Second: End Layer zählt meines Erachtens nach, neben seinem Vorgänger und Fire Emblem Awakening, zu den besten 3DS Titeln, die es bisher auf den Markt gibt. Schon Bravely Default hatte mich mit seiner schieren Masse an Detailreichtum und Innovation innerhalb des RPG-Genres durch Mechaniken, wie zum Beispiel dem frei einstellbaren Gegnerhäufigkeitsgrad, in seinen Bann gezogen, und das gelingt dem Nachfolger ebenso. Dem Spieler wird hier erneut eine fesselnde Story geboten, begleitet von einem wirklich zugänglichen Kampfsystem mit vielen Kombinationsmöglichkeiten, und das unter einem Spielwelthimmel, den ich persönlich gerne wieder in Zukunft betrachten würde in Form weiterer Einträge in der Reihe. Ich hatte von der ersten bis zu letzten Minute genau das bekommen, was ich mir seit Ankündigung des Titels erhofft hatte, und zwar eine erinnerungswürdige Geschichte, welche durch einen sympathischen Cast und Schlachten erzählt wurde. Im direkten Vergleich mit seinem Vorgänger toppt es diesen, bedingt durch die kleinen Veränderungen und Verbesserungen hinsichtlich des Kampfsystems sowie dem Asteriskensystem und der grafischen Aufwertung.
Good
  • einzigartiges Spielweltgefühl durch hohen Detailgrad
  • umfangreicher und erinnerungswürdiger Soundtrack
  • zeitlose graphische Präsentation (Charakter- und Monsterdesign, Menüs und weiteres)
  • hoher Fähigkeitsindividualisierungsgrad durch Jobvielfalt (30 Stück!)
  • sympathisch konzipierte Charaktere, sowohl Alte als auch Neuzugänge
  • sehr ausgefeiltes Kampfsystem
  • spannend präsentierte Story mit sehr gutem Anschluss an Teil 1
Bad
  • nicht geeignet für Neueinsteiger
  • Charakterpräsentation (Chibi-Style) sagt nicht jedem zu
  • bedarf Zeit bis sich alle Möglichkeiten im Spiel entfalten
10
Meisterhaft
Written by
games! Redakteur

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