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Bounty Train Preview

Viele Leute haben mich komisch angekuckt, als ich erzählte, dass mein Lieblingsspiel auf der gamescom ein historisch korrekter Eisenbahn-Simulator war. Per Early Access konnte ich nun selbst einige Stunden mit Bounty Train verbringen um meinen Ersteindruck zu bestätigen.

In Bounty Train übernehmt ihr die Kontrolle von Walter Reed, dessen Ziel es ist das Bahn-Unternehmen seines verstorbenen Vaters aufzubauen und eine sichere Bahnlinie durch von Indianern gehaltenes Gebiet zu schaffen. Dabei kommen viele „roguelike“ Zufallselemente ins Spiel, wie variable Handelskonditionen und Überfälle. Im späteren Spielverlauf soll auch der Bürgerkrieg eine Rolle spielen.

 

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Die Reise beginnt in Pittsburgh im Jahre 1861 und führt euch über New York, Washington und Chicago durch den Osten der noch jungen vereinigten Staaten. Man fährt von Stadt zu Stadt auf der Suche nach Charakteren, Transport-Aufträgen und Passagieren. Alles braucht natürlich Platz in eurem Zug. In Chicago braucht vielleicht grade jemand sieben Ladungen Tabak, aber der Laderaum ist bereits voll mit einer Essenslieferung für Boston. Deshalb müsst ihr um im Geschäft zu bleiben neue Wagons für euren Zug kaufen. Dann habt ihr wieder mehr Fläche die von Banditen angegriffen werden kann und ihr braucht mehr Leute um sie zu verteidigen und so weiter und so fort.

 

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Das bringt uns also zum Echtzeitstrategie-Element des Spiels. Auf den meisten Strecken warten Zufalls-Begegnungen auf euch. Das kann ein Händler sein, meistens ist es aber ein Überfall von Banditen oder Indianern. Wenn ihr denen nämlich kein Geld für die sichere Passage zahlen wollt, kommt es zum Kampf.

Bisher habe ich zwei Arten von Kämpfen in der Beta gesehen. Entweder die Gegner reiten auf Pferden neben dem Zug her und versuchen auf ihn zu klettern und dort Waggons abzukoppeln oder blockieren die Schienen und beharken euren Zug aus der Deckung heraus. Nun müsst ihr den verschiedenen Charakteren an Bord des Zuges Befehle geben, wer welchen Gegner angreifen soll. Dabei müsst ihr auch die langen Nachladezeiten bedenken, die alte Schusswaffen wie Revolver halt mit sich bringen. Aber man muss auch darauf achten das beim Kampf entstehende Feuer zu löschen und irgendjemand muss die Lokomotive zudem auch in Fahrt halten. Es ist viel Micromanagement, aber man kann das Spiel zum Glück pausieren und Befehle in Ruhe geben. Es kann nämlich recht stressig sein, sich mit 3 Leuten gegen 5 Banditen und ein wachsendes Feuer zu wehren.

 

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Ich muss gestehen, meine ersten Stunden mit Bounty Train waren sehr frustrierend. Auch wenn die Encounter während der Fahrt zufällig generiert werden hatte ich vor dem 1. Update massive Probleme mit der Ausgangsituation, weil ich mit den Gegnern zu Beginn einfach nicht fertig wurde. Wenn ihr von 4-6 Banditen angegriffen werdet – darunter auch oft ein mit Dynamit werfender Mexikaner – reichen Walters Revolver nicht aus und er muss Leute anheuern die den Zug beschützen. Die haben natürlich unterschiedliche Stärken und Schwächen, sollten regelmäßig geheilt werden und bekommen Erfahrungspunkte sowie steigen im Level auf, sofern sie denn überleben.

 

 

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Bounty Train lockt einen andauernd mit dem nächsten Ding was man sich kaufen kann, wie zum Beispiel einen mit Gatlings ausgestatteten Wagon, also ist man fleißig dabei Geld zu sammeln in dem Aufträge von verschiedenen Städten annimmt. Von Bosten aus soll man zum Beispiel mehrere Kisten Waffen nach Chicago bringen. Dabei muss man auch aufpassen wo im Zug diese Ware liegt, da sie leicht Feuer fangen kann.

Ich hatte bei meinem letzten Anlauf ein ganz anderes Problem: Meine Lokomotive fasste nicht genug Kohle um den langen Weg von Pittsburgh nach Detroit zu schaffen und ich hatte nicht genug Geld um die Fahrerlaubnis für die anderen Strecken zu erwerben. Und wer die Lieferaufträge nicht rechtzeitig erfüllen kann muss eine Strafe zahlen. Sowas passiert halt in einem Roguelike.

 

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Ich sollte aber noch erwähnen, dass ich aufgrund von Updates mein Spiel mehrmals neu beginnen musste und deswegen noch nicht so viel gesehen habe. Bisher hat mir Bounty Train vom Konzept her aber sehr Spaß gemacht, auch wenn mich die Präsentation nicht völlig überzeugt. An der Musik hat man sich schnell gelangweilt und es gibt nur eine handvoll Gesichter für NPCs bei denen man schnell den Überblick verliert. Walter ist der einzige Charakter mit einem einzigartigem Modell und Portrait, sieht dabei aber aus irgendeinem Grund aus wie The Shadow.

Bounty Train ist jetzt für 34,99 Euro auf Steam als Early Access Variante zu haben, ein Release-Termin für die Vollversion steht noch nicht fest.

 

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Selbserklärter König der Nerds, Herausforderer bitte hinten anstellen. Ich bin der mit den Nunchakus und dem im Wind flatternden Bandana.

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