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Batman: Arkham Knight Passkontrolle: Familienangelegenheit DLC

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Hoffe, ihr amüsiert euch gut!

Kurz vor den Ereignissen von Batman: Arkham Asylum wird Batgirl alias Barbara Gordon auf eine Nachricht aufmerksam: Der Joker hat eine Gruppe Polizsten entführt, inklusive ihrem Vater James, dem Commissioner, und hält sie im Seagate-Vergnügungspark fest, der sich auf einer ehemaligen Bohrinsel vor Gotham befindet. Noch dazu hat er gedroht, die Gefangenen sofort umzubringen, sollte sich Batman in die Sache einmischen. Also liegt es an Batgirl und Robin, dem Joker das Handwerk zu legen.

Klingt nach einer einfachen Geschichte – und das weitet sich leider auf den ganzen DLC aus: Statt wirklich kreativ zu sein und Batgirl anders wirken zu lassen als Batman, ist sie schlichtweg eine 1:1-Kopie von Bruce Wayne, der einfach verschiedene Fähigkeiten abgenommen worden sind. Beispielsweise muss Batgirl völlig auf Upgrades verzichten und ist so mit der Hälfte der Energie und weniger Kampferfahrung automatisch schwächer als Batman. Es ist erstaunenswert, dass dies Rocksteadys Erklärung ist, dass sie sich anders spielt.

Hab ich gerade Rocksteady gesagt? Das würde ja bedeuten, dass sie etwas mit dem DLC zu tun haben. Doch der stammt dieses Mal von WB Montreal, den Entwicklern des ungeliebten Prequels Batman: Arkham Origins. Immerhin haben sie mit Cold, Cold Heart einst bewiesen, dass sie recht gute DLC-Pakete schüren können, doch Familienangelegenheit lässt jegliche Finesse aus Mr. Freezes Geschichte vermissen.

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Batman nach Formel

Nachdem Barbara und Tim in den Park eingedrungen sind, bekommt man als Hauptziel mehrere Geiseln aus verschiedenen Bereichen des Parks zu befreien. In welcher Reihenfolge bleibt dem Spieler überlassen, doch entweder wartet eine Kampfszene, eine Jäger-Herausforderung oder eine Kombination aus beidem. Oft kann man hier auch die eine Fähigkeit einsetzen, die Batgirl wirklich von Batman unterscheidet: Das erweiterte Hackmodul. Damit lassen sich Gegner nicht nur anlocken und ausschalten, sondern kann man ihnen auch Angst einjagen, so dass Batgirl auch ohne speziellen Anzug die neuen Angstmanöver aus Arkham Knight nutzen kann.

Erst wenn alle Geiseln befreit sind, kann man sich dem Joker und Harley (die hier übrigens in ihrem klassischen Kostüm aus der Zeichentrickserie zu sehen ist) in einem Bosskampf stellen. Leider konzentriert sich der DLC viel zu sehr auf die Nutzung jenes Hackmoduls, wodurch man zeitweise völlig vergisst, dass man auch Explosivgel oder einen Seilwerfer hat, dessen Einsatz nur an einer einzigen Stelle überhaupt notwendig ist.

Daneben gibt es ein paar kleinere Nebenaktivitäten zu erledigen. So haben Joker und Harley Ballons, die aus Arkham Asylum bekannten Joker-Zähne und Springteufel auf der Insel versteckt, die zerstört werden wollen. Und hinter einer Reihe von vier Minispielen findet man zudem Audiologs, die über die – zugegebenermaßen sehr finstere – Entstehungsgeschichte des Parks informieren.

Leider wirkt alles zu sehr nach Muster X. Nicht an einem einzigen Punkt während der Handlung oder des Spielens wird man großartig durch eine unvorhergesehene Wendung oder eine echte Innovation in der Spielart überrascht. Selbst die meisten neuen regulären Feinde aus Arkham Knight haben in Familienangelegeheit eine Pause eingelegt. Für die dualen Kämpfe tritt Robin an Batgirls Seite, allerdings nur zu ausgewählten Zeitpunkten innerhalb der Handlung. Wer mit der Arkham-Reihe vertraut ist, bringt den DLC in weniger als zwei Stunden hinter sich. Es wäre nicht verwunderlich, wenn Speedrunner hier den ein oder anderen Rekord aufstellen werden.

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PASS-Status: Der Witz geht auf dich!

Familienangelegenheit ist mehr Harley Quinns Rache als Cold, Cold Heart. Mit einer regelrecht herkömmlichen Handlung und viel zu wenigen eigenen Ideen spielt es sich mehr wie eine Reihe von aneinandergereihten Herausforderungsräumen als ein wirklich substantielles Stück Handlung. Am meisten ärgert aber, wie Batgirl hier verheizt wird. Die Auswirkungen auf ihren Charakter sind bestenfalls minimal und es wirkt eher so, als ob hier auf einfachste Art und Weise der Wunsch der Spielerschaft erfüllt wird, einmal in ihre Rolle schlüpfen zu können. Und Barbara Gordon hat besseres verdient.

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Redakteur, Gamer und Filmliebhaber. Mag Indie-Spiele, die PS Vita und Indie-Spiele auf der PS Vita.

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