Away: Journey to the Unexpected Review

PC PlayStation 4 Xbox One

 

Das Toriyama-esque Action Adventure Away: Journey to the Unexpected hat mich schon bei der Ankündigung mit seinem tollen Look in den Bann gezogen. Aber ist das Spiel am Ende mehr Style als Substance?

Ihr kennt das: Da verbringt man gemütlich in den Tag bei Oma mit Videospielen, als eine komische Firma Löcher in den Keller bohrt, weil sie auf der Suche nach einem mächtigen Mutagen ist. Nicht? Tja, das passiert aber unserem Helden in Away: Journey to the Unexpected. Der von uns getaufte Junge macht sich auf diesen mysteriösen Ereignissen auf den Grund zu gehen, mehr über den mysteriösen Beruf seiner Eltern zu erfahren und mit neu-gewonnen Freunden eine Alien-Invasion aufzuhalten.

Dabei kommt das Spiel in einem wunderschönen Anime-Look daher, irgendwie angesiedelt zwischen Studio Ghibli und Dr. Slump während mich die Umgebung ein bisschen an The Wind Waker erinnert. Ich muss gestehen, der Look ist der primäre Anziehungspunkt an diesem Spiel, es kommt alles rüber wie ein wunderschönes Trickfilm-Abenteuer. Dabei sind alle Figuren im Spiel sind im Prinzip nur minimal animierte 2D-Figuren mit denen etwas getrickst wird. Egal ob freundlicher NPC oder Gegner, sie alle drehen sich auf der Stelle mit eurem Blickwinkel mit, so, dass ihr sie immer nur von vorne seht. Ein niedlicher Trick, welcher der Gesamt-Atmosphäre aber keinen Abbruch tut.

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Spielerisch nimmt das ganze die Form eines First-Person Action-Adventures mit Rogue-Lite Elementen an. Jede Runde startet in eurem Zimmer von dem aus ihr eines von 2 Gebieten betreten könnt um dort eure Reise zu starten. In diesen gilt es einige Höhlen zu erforschen, deren Räumlichkeiten theoretisch jedes mal neu generiert werden.

Unser Held selber ist bewaffnet mit einem Stock, was gegen Riesenspinnen und Weltraumritter eher wenig nützt. Deswegen rekrutiert man in jedem Run Freunde, die einem im Kampf beistehen. Während unser Wollmütziger Protagonist eine Lebensanzeige hat dessen Leerung den aktuellen Run beendet, funktionieren eure Freunde mehr wie Power-Ups mit einem gewissen Vorrat an Munition/Energie. Jeder Partner hat seine eigenen Angriffe und oft auch eine andere Sicht auf die Welt, bewegen sich aber identisch zur Hauptfigur, egal ob Organe-regenerierende Fledermaus oder Roboter-Kopfgeldjäger.

Solltet ihr dann doch mal zu Boden gehen, beginnt das Spiel erneut in eurem Zimmer. Man behält erhaltenes Gold und eventuelle Upgrades, muss ansonsten aber gänzlich von vorne anfangen. Speicherpunkte um das Spiel in einem Run zu unterbrechen gibt es nicht, was aber leider überhaupt nicht kommuniziert wird und mir deswegen ca. eine Stunde Spielzeit gekostet hat.

Dafür ist das Spiel an sich kurz genug, dass das Konzept trotzdem aufgeht, wirklich spannend ist es aber leider trotzdem nicht. Theoretisch werden die Mini-Level in Höhlen jedes mal neu generiert, aber in der Praxis hat man beim vierten Durchlauf schon alle gesehen und zwischendrin entscheidet sich das Spiel einfach mal gar keine unterschiedlichen Area zu generieren. Im Laufe des Spiels schaltet mal Abkürzungen frei um schneller ans Ziel zu kommen, aber dabei verzichtet man wiederum darauf Partner in ihren Leveln mitzunehmen, die für das letzte Level und den vorletzten Bosskampf eigentlich unverzichtbar sind. So sind die Abkürzungen eher dazu da nochmal schnell in andere Level zu springen um die letzten Voraussetzungen für das Finale zu erfüllen. Welches am Ende dann überraschend unspektakulär ausfällt.

Fazit

Letztlich ist Away: Journey to the Unexpected ein Spiel das fast ausschließlich durch seinen Look bzw. Charme überhaupt eine Chance hat. Es ist zu kurz und zu abwechslungsarm um als Rogue-Lite zu bestehen, aber die Mechaniken bieten auch nicht genug Tiefgang um anderweitig zu überzeugen.

Das heißt nicht, dass es ein schlechtes Spiel ist. Es gibt (fast) keine Bugs und alles funktioniert recht gut. Es ist einfach nicht sonderlich packend. Wenn euch gefällt was ihr hier seht, habt ihr sicher 3-4 Stunden euren Spaß, kurzweilig genug ist es. Niedlich. Geradezu putzig. Aber ich erwarte die ganze Zeit, dass mich ein Spiel mit einem so schönen Look noch mit anderen Elementen wirklich begeistert und dieses Gefühl kam einfach nicht auf.

Away: Journey to the Unexpected ist für PC, Nintendo Switch, Xbox One und PS4 erhältlich.

6

Okay

Selbserklärter König der Nerds, Herausforderer bitte hinten anstellen. Ich bin der mit den Nunchakus und dem im Wind flatternden Bandana.

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