Assetto Corsa Competizione – Ein kurzer Ersteindruck zur Early Access-Version

Assetto Corsa Competizione – Ein kurzer Ersteindruck zur Early Access-Version

Darauf haben viele Fans seit einer gefühlten Ewigkeit gewartet. Am Mittwoch öffnete Kunos Simulazioni die Tore zur Early Access Version von Assetto Corsa Competizione und die Spieler machen seitdem die Strecke unsicher. Auch wir haben uns in den Lamborghini Huracán GT3 gesetzt und einige Runden gedreht.

Ein leichtes Surren geht durchs Auto, als wir die Zündung im Lamborghini betätigen. Dann ein weiterer Tastendruck und der 5,2 Liter V10-Motor erwacht aus seinem Schlaf. Wir stehen in der Boxengasse der berühmten GP-Strecke des Nürburgrings und können es kaum abwarten, den Stier bei den Hörnern zu packen. Wir legen den ersten Gang rein begeben uns auf die Strecke, die wir für den Anfang noch auf trockenen Bedingungen antesten. Schon nach den ersten paar Kurven kommt gewohntes Assetto Corsa Feeling auf. Alles wirkt recht bekannt und doch fühlt sich vieles auch neu und vorallem, besser an. Als ich mit brüllendem Motor durchs Schumacher S brettere und mir der Wagen leicht übersteuert, spüre ich einen leichten Nackenschauer als ich das Auto doch noch sicher durch die Kurve bringe und nach ein paar weiteren Runden, macht mir der Rennbolide richtig Spaß. Apropos brüllender Motor, der Sound in ACC lässt nichts zu wünschen zu übrig. Nichts wirkt zu gekünstelt oder durch zu viele digitale Verstärker getrieben.

Als ich mich auf der trockenen Strecke warm gefahren hatte, wurde es Zeit für die nächste Herausforderung. Regen! Das Wetter in ACC lässt sich in verschiedene Stufen regulieren. Sonnig, bedeckt, leichter-, mittlerer- und starker Regen, sowie schweres Gewitter. Der Regen macht optisch schon einiges her und je höher die Wetterstufe, desto düsterer wird es auf der Strecke. Leider sind die Wassereffekte auf der Windschutzscheibe noch nicht sehr schön, aber dafür bewegen sie sich physikalisch korrekt, je nachdem wie sich das Auto bewegt. Das vorallem dann schön anzusehen, wenn man im Starkregen eine Pirouette nach der anderen dreht. Die Fahrphysik wurde noch weiter verbessert und macht auch in diesem frühen Stadium schon eine gute Figur.

Eine gute Figur macht das Spiel auch in Sachen Optik und braucht sich vor Konkurrenten wie etwa Project Cars 2 oder Forza Motorsport 7 nicht zu verstecken. Vorallem im Regen und in der Nacht sieht das Spiel klasse aus, wenn die gesamte Strecke beleuchtet ist und 20 Wagen mit glühenden Endrohren und Bremsscheiben durch den Regen preschen. Im Hintergrund sorgt nämlich die bekannte Unreal Engine 4, für gestochen scharfe Bilder und grandiose Licht- Schatten- und Partikeleffekte.

 

Kunos Simulazioni versteht, wie auch im Vorgänger, sein Handwerk und schafft es ein durch und durch authentisches Fahrverhalten und ein realistische Physikeffekte ins zu programmieren. Hier sollen vorallem geübte SimRacer auf ihre Kosten kommen, doch auch Anfänger sollen hier Spaß am Spiel bekommen. Dabei bietet das Spiel ein Rating System an, welches dem Spieler zum einen eine Einschätzung über seinen Fahrstil, Streckenkenntniss und kostante Rundenzeiten vermittelt, ihn aber auch gleichzeitig dazu bewegt, sein Fahrverhalten noch weiter zu verbessern. Für jede Strecke soll es später ein eigenes Rating geben. Im Multiplayer, der in einer ersten Version ab November zur Verfügung stehen soll, wird man ohne ein gewisses Rating gar nicht erst an Online-Rennen teilnehmen können. Das soll verhindern das ungeübte Spieler auf Strecken unterwegs sind, die sie nur schlecht beherrschen und so anderen Spielern gefährlich werden. Hier empfiehlt es sich erstmal offline seine Runden zu drehen und am persönlichen Skill zu feilen und am perfekten Wagensetup zu schrauben. Wie auch schon in Assetto Corsa, lässt sich jedes Auto in nahezu sämtlichen technischen Aspekten anpassen.

Um hier nicht den Rahmen zu sprengen, gehe ich jetzt nicht auf jede Einstellungsoption ein, sondern fasse das Setupsystem handlich verpackt in ein paar Bildern zusammen.

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Offline gibt es momentan die Möglichkeit im Hotlap Modus auf Bestzeitenjagd zu gehen oder sich im Quickrace mit der K.I. zu messen. Diese lässt sich prozentual im Schwierigkeitsgrad anpassen und wenn sie funktioniert, gibt sie einen passablen Widersacher ab. Doch die KI hat auch so ihre Tücken und während unserer Testläufe, hatte sie mitten im Rennen einen Totalausfall. Dann standen 18 von insgesamt 20 Wagen, zusammengeknäuelt im Schuhmacher S auf einem Haufen und wussten nicht weiter. Das kann in einer Early Access Version halt schon mal passieren.

So ganz fehlerfrei ist das Spiel nämlich leider nicht. Da lassen sich manche Tasten fürs Lenkrad gelegentlich nicht so belegen wie man das möchte. Ein anderes mal hat sich die Kamera bei mir einmal so verstellt, das ich in der Cockpitperspektive statt nach vorn, in Richtung Sitz geblickt habe. Anders ausgedrückt, der Kopf meines Fahres war um 180° verdreht. Nach einem Neustart des Spiels war das dann aber behoben. Manche Spieler berichten zudem von Performanceproblemen und einbrechenden Framerates, vorallem bei Auflösungen jenseits der 1080p-Marke mit Ultra-Settings und KI-Gegnern auf der Strecke. Hier emfpiehlt es sich den neuesten Grafiktreiber zu installieren und gegebenenfalls Postprocessing-Effekte im Spiel zu deaktivieren. Bedenkt bitte das es sich hier erst um eine frühe Version des Spiels handelt. Vieles ist noch nicht zu 100% fertiggestellt oder optimiert und Fehler sowie Performanceprobleme können vorkommen. Auch am Force Feedback könnte noch etwas gefeilt werden. Zwar wirkt es alles in allem schon sehr stimmig, doch in der jetzigen Version kann man nur die Stärke des Force Feedbacks einstellen. Wir vermissen noch etwas die Direktheit aus dem Vorgänger, aber wir sind optimistisch das Kunos Simulazioni in den kommenden Monaten nachbessern wird.

Ich für meinen Teil hatte mit der ersten Strecke, dem Nürburgring GP und dem Lamborghini Huracán GT3 schon einigen Spaß und ich freue mich schon auf das nächste Update am 10.Oktober, wenn Kunos Simulazioni den Bentley Continental GT3 ins Spiel bringt, den wir dann über den Misano World Circuit peitschen dürfen. Welche Updates in den kommenden Monaten noch vor der Tür stehen, das könnt ihr der offiziellen Roadmap entnehmen, die wir euch in diesem Artikel verlinkt haben. Wer sich trotz einiger kleiner Fehler das Spiel holen möchte, hat jetzt die beste Möglichkeit Geld zu sparen. Im Moment kostet das Spiel rund 25€ und ihr erhaltet alle kommenden Updates ohne weitere Kosten, sobald sie erscheinen. Wer lieber noch etwas warten möchte, der muss ab November etwas tiefer in die Tasche greifen, dann kostet Assetto Corsa Competizione 34,99€.

Weitere Infos zum Spiel, findet ihr auf www.assettocorsa.net/

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