AMID EVIL Preview

PC

 

Gerade erst hatten wir mit Dusk einen Shooter, der sehr in die Zeit der 90er Jahre vertieft ist. AMID EVIL von Indefatigable geht einen ähnlichen Weg, orientiert sich aber mehr am Ende der 90er – und an einem Arsenal ohne klassische Waffen.

 

Noch nicht viel

Im Moment lässt sich noch nicht viel sagen über den Umfang von AMID EVIL. Das liegt größtenteils daran, dass von den sieben geplanten Episoden erst eine komplett spielbar ist. Nicht ungewöhnlich für einen Pre-Alpha Build, der noch an einigen Ecken ein paar Kanten aufweist. Diese erste Episode lässt sich ein wenig wie der Prolog zum eigentlichen Spiel betrachten. Schon die Schwierigkeitswahl erinnert sehr stark an den Klassiker Quake: Einfach durch eines der drei Portale wandern und das Spiel beginnt.

Auf den ersten Blick fällt auf, dass alle Waffen in AMID EVIL aus verschiedenen Arten von mittelalterlichen oder Fantasy-Gegenständen bestehen: Zu Beginn ist der Spieler mit einer Zweihandaxt unterwegs. Mit der Zeit wächst dieses Arsenal um verschiedene Stäbe und Stangenwaffen, deren Funktion relativ schnell vertraut wirken dürfte. Eine der ersten Waffen ist ein Schnellfeuer-Zauberstab, der zwar wenig Schaden anrichtet, aber dessen Projektile leicht zielsuchend agieren. Später kommen noch Dinge wie ein Blitze werfender Dreizack oder eine Wurfklinge hinzu.

AmidEvil1  AMID EVIL Preview

Ähnlich, ähnlich…

So kurz nach Dusk fällt einem natürlich schnell auf, dass sich beide Spiele stark ähneln. Wie auch in Dusk ist das Tempo in AMID EVIL sehr hoch, die Waffe in der Mitte angeordnet, Gegenstände weit verteilt und sogar der Soundtrack stammt in beiden Titeln von Andrew Hulshult. Doch während Dusk eindeutig Shootern der frühen 90er Tribut zollt, so sehe ich AMID EVIL eher in der Tradition von Shootern Ende der 90er oder Anfang des 21. Jahrhunderts, wie Unreal. Dazu passt, dass AMID EVIL auf der Unreal 4 Engine basiert, obwohl die Grafik relativ blockig daher kommt. Dafür überzeugt die überraschend farbenfrohe Präsentation, auch wenn sie noch Feinschliff vertragen kann. So kommt es bisher immer wieder mal zu leichtem Flackern auf große Distanzen, jedoch ohne dabei Frames zu verlieren. Mehr als einmal wurde ich an einen anderen Titel der Entwickler erinnert, der vor einigen Jahren unter dem Label von Interceptor Entertainment erschien.

In einer Hinsicht ist AMID EVIL linearer als Dusk: Die Levels wirken nicht ganz so groß oder weitreichend und es gibt meist einen klaren Weg zum Ausgang, während Dusk mehr an ein Labyrinth erinnert. Beide enthalten jedoch wieder geheime Gegenstände, die an ungewöhnlichsten Orten versteckt sind.

Geschwindigkeit ist ein Stichwort in AMID EVIL – es ist ein verdammt schnelles Spiel, sogar mehr noch als Dusk es war. Gegner werfen regelmäßig mit allerhand Projektilen auf den Spieler. Umso wichtiger bei Bossen. Bisher gab es nur einen davon am Ende der ersten Episode, daher gehe ich davon aus, dass jede Episode mit einem Bosskampf enden wird.

AmidEvil2  AMID EVIL Preview

AUSBLICK: Interessantes Setting, aber noch keine Prognose

Größter Vorteil von AMID EVIL dürfte derzeit das ungewöhnliche Shooter-Setting mit der Fantasy-Welt sein. Schon in der Vergangenheit gab es ähnliche Spiele, wie Lichdom: Battlemage, die aber auch starke RPG-Mechanik in ihrem Gameplay hatten. AMID EVIL ist da deutlich rustikaler: Es ist ein schneller, Fantasy-thematisierter Arena-Shooter alter Klasse. Bisher deutet es darauf hin, dass es erreicht was es vor hat, aber ich würde mir noch mehr wild gewordene Power-Ups wünschen. Und rein der Optik her: Eine etwas mehr leserliche Schriftart in den Menüs und Statusleisten.

Redakteur, Gamer und Filmliebhaber. Mag Indie-Spiele, die PS Vita und Indie-Spiele auf der PS Vita.

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