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Ace of Spades Review

Alt vs. Neu

In Ace of Spades, welches früher bereits in einer anderen Version, der Beta 0.75, kostenlos erhältlich und frei zum Download war, geht es um das einfache Spielprinzip: Töten. In der Version Beta 0.75 waren gute Grafiken und traumhafte Texturen eine völlig andere Dimension. Das Loslegen war einfach: Server auswählen, joinen, Waffe auswählen und los ins Gemetzel.

Der ehemalige Entwickler Ben Aksoy, welcher bis 2012 die Produktion und Bearbeitung eröffnete, gab Mitte 2012 die Entwicklung und Produktion an das Entwicklerstudio Jagex Games Studio ab, welches das Spiel sofort umwandelten und eine Vollversion für den PC auf Steam ab 5,- Euro im Dezember veröffentlichten. Wir haben hier einmal den direkten Vergleich zwischen der Alten und der Neuen Version aufgestellt. 

 

Alt, aber Kult

In der alten Version Beta 0.75 von Ben Aksoy, welche man noch heute von diversen Internetportalen kostenlos downloaden kann, ist alles sehr simpel gehalten: Zur Installation des Spiels wählt man einen Namen, welcher online angezeigt werden soll. Dann wählt man eine Waffe aus, wobei hier die Auswahl auch stark begrenzt ist: Es gibt ein Scharfschützengewehr (Rifle), eine Maschinenpistole (SMG) und eine Schrotflinte (Shotgun). Das Scharfschützengewehr ist für weite Distanzen und Entfernungen geeignet, die Maschinenpistole hat einige Schuss, wirkt allerdings nur auf mittlerer und kurzer Entfernung gut und die Schrotflinte hat wenig Schuss, ist dafür aber auch perfekt für den Nahkampf. Ebenso ist der Spaten in Ace of Spades als Nahkampfwaffe geeignet.

Das besondere im alten Ace of Spades ist, dass man eine ausgewogene Mischung zwischen schießen und bauen hat. Man gibt sich also mit dem Einfachsten des Einfachen zu genüge, eine Mischung zwischen dem Sandbox-Indie “Minecraft” und Shootern – nur sehr schmal gehalten.

Es gibt hierbei drei Hauptmodi: Team-Deathmatch, Capture the Intel und Spade-Arena, wobei jeder Server auch individuelle Regeln und somit auch die Spielmodi so verändern können, dass jeder Server eine neue Überraschung bereithält. So bieten beispielsweise manche Server die Funktion eines Medikits oder ein Squad-System, welches den Spielern ermöglicht, seinen Freunden und Kameraden innerhalb eines Squads zu helfen und bei ihnen zu spawnen, sofern man gestorben ist. Die Spade-Arena ist eine ausschließliche Nahkampf-Modi, in der nur mit dem Spaten gekämpft werden kann.

Da die offizielle Internetseite des alten Spiels nicht mehr online ist, gibt es nun nur noch eine gute Seite, auf der die aktuellen Server mit richtigen Angaben wie Spielerzahl, Map und Spielmodus angezeigt werden. Dort (= http://www.buildandshoot.com ) kann man auch, durch Anklicken auf den Servernamen, direkt ins Spiel starten.

Ebenso konnte man durch Individualität punkten. In der alten Version konnte man sogenannte Texturen-Packs, also neue Texturen für das Spiel, einfügen, so dass die Waffen, Blöcke und Charaktere anders und neu aussehen. Dazu gibt es zahlreiche Downloads im Internet und es ist eine total einfache Installation.

 

Mein Fazit zur Alten Version

Insgesamt, trotz der sehr spartanischen aber so auch übersichtlichen Anordnung, kann ich das alte Spiel nur empfehlen. Wenn man eine kleine Runde zocken will oder einfach nur mit seinen Freunden ein neues Spiel entdecken will, so macht dieses Spiel hier mit ein paar Freunden wirklich Spaß.

 

Neu – aber besser?

Das neue Ace of Spades ist kaum vergleichbar mit dem Alten. Neue Grafiken, auch wenn das Prinzip im Großen und Ganzen noch das selbe ist, sind importiert worden, es gibt nun Klassen, neue Maps und ein richtiges Spiel ist entstanden.

Man startet den Client über Steam. Ace of Spades kostet aktuell (Stand: 03.03.2013) 7,99 Euro. Das Spiel startet in das Hauptmenü, indem man die Auswahl zwischen verschiedenen Reitern hat: Spiel wählen, Schnelles Spiel, Ranglisten-Spiel, Erfolge, Einstellungen, Beenden. Wählt man “Spiel wählen”, so erscheint eine Server-Liste, welche, meiner Meinung nach, recht schnell lädt. Dort kann man einem Server beitreten und eine Klasse auswählen (siehe weiter unten). Bei einem schnellen Spiel wird der Spieler auf einem passenden Server geworfen und das Spiel startet, nachdem eine Klasse ausgewählt wurde. Im Ranglisten-Spiel wird man einem Server zugewiesen, der Spieler mit der gleichen Erfahrung betreut. Im neuen Teil gibt es auch Erfolge, welche im Steam-Menü angeguckt werden können. Die Einstellungen bieten eine gute und komfortable Individualität für das Spiel: Sound, Grafiken und Steuerungen können hier bearbeitet werden.

 

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Die Klassen

Wenn man einem Server beitritt (= joinen), so wird man aufgefordert, eine Klasse zu wählen. Man hat die Wahl zwischen vier Klassen: Kommandosoldat, Scharfschütze, Raketenschütze und Bergarbeiter.

Der Kommandosoldat hat als Nahkampfwaffe ein Messer, mit dem er auch gezwungen ist, Blöcke abzubauen, wenn er sich für das Messer entscheidet. Ansonsten kann der Kommando auch einen Spaten auswählen, womit dieser weniger Nahkampfschaden anrichtet, jedoch schneller abbaut. Als Hauptwaffe hat man entweder eine Minigun, die viel Schaden anrichtet, jedoch wenig genau ist, einen Raketenwerfer, der auch viel Schaden anrichtet, jedoch auch wenig Genauigkeit bietet und der dreiläufige Raketenwerfer macht guten Schaden und bietet sich gut für Raketensprünge an, damit man auch an höhere Orte kommt. Als Zweitwaffe hat man eine Pistole, welche wenig Munition und Schaden macht, aber gut zum Zielen ist. Als sonstige Ausrüstung hat der Kommandosoldat eine Granate, eine Anti-Personen-Granate und eine Schneekanone. Die Granate macht guten Block- und Spielerschaden, die Anti-Personen-Granate ist gut gegen andere Spieler und die Schneekanone macht zwar auch Schaden, ist aber regulär dafür gedacht, Brücken und Blocke leichter zu setzen, da die Blöcke, die mit der Schneekanone abgeschossen werden, “kleben” bleiben und bestiegen werden können.

Der Scharfschütze hat im Nahkampf auch ein Messer und eine Spitzhacke, welche viel Spielerschaden macht, jedoch über einen kleinen Grabradius verfügt. Als Hauptwaffe hat er ein Scharfschützengewehr und ein einfaches Gewehr. Der Unterschied bei ihnen ist, dass das Scharfschützengewehr einen größeren Rückstoß und weniger Munition hat. Als Zweitwaffe kann man wieder nur eine Pistole auswählen. In der sonstigen Ausrüstung bietet der Scharfschütze wieder eine Schneekanone und eine Landmine. Diese können versteckt auf dem Boden platziert werden, allerdings werden diese auch von jedem Spieler, also auch von Mitspielern, ausgelöst. Mein Favorit bei der Klasse ist das Gewehr mit der Landmine.

Als Drittes im Bunde gibt es noch den Raketenschütze. Dieser hat im Nahkampf kein Messer, dafür aber eine Spitzhacke und einen Spaten. Beide Elemente machen guten Nahkampfschaden, wobei die Spitzhacke deutlich mehr Schaden verteilt. Bei den Hauptwaffen hat man nur eine Maschinenpistole (=MP), welche eine gute Feuerrate und gute Zielgenauigkeit bietet, aber leider wenig Schaden austeilt. Als sekundäre Waffe hat man hier die Auswahl zwischen einer Granate und einem Feuerturm. Diesen kann man auf der Map hinstellen und los geht’s: Der Raketenturm ist zwar nur ein Block groß, schießt dafür aber automatisch und hat eine gute Zielgenauigkeit, macht aber leider auch einiges an Kollateralschaden. Als Ausrüstung hat man drei Sachen zur Auswahl: Eine übliche Schneekanone, einen Segel-Raketenrucksack und einen Sprung-Raketenrucksack. Das ist das besondere der Klasse: Wählt man einen Sprung-Raketenrucksack, so kann man innerhalb kürzester Zeit an die höchsten Orte kommen, der Segel-Rucksack hingegen ist besser auf Distanz: Mit ihm gleitet man von einer hohen ausgelegten Position aus über die Map, solange der Treibstoff reicht, welcher bei beiden Rucksäcken leider zu schnell leer ist. Mein Favorit in dieser Klasse ist allerdings der Segel-Rucksack.

Zuletzt ist der Bergarbeiter am Start. Im Nahkampf bietet er uns einen Super-Spaten und eine Spitzhacke. Der Super-Spaten hat einen super großen Grabradius, welcher immens viele Blöcke mit einem Schlag entfernt, macht aber leider wenig Spielerschaden. Als Hauptwaffe hat man die Wahl zwischen Schrotflinten: eine Vorderschaftrepetierflinte und eine Doppelläufige Schrotflinte. Die Vorderschaftrepetierflinte (kurz: VRF) hat eine geringe Reichweite, was durchaus problematisch für ein Scharfschützen ist, macht aber guten Schaden. Die Doppelläufige Schrotflinte, mein Favorit, hat eine sehr gute Reichweite, dafür aber weniger Schaden. Trifft man dennoch den Gegner ein, zweimal, so ist das also kein Problem.  Als Zweitwaffe hat der Bergarbeiter eine automatisch grabenden Bohrkanone. Diese hat leider zu wenig Munition, gräbt dafür aber gute und lange Tunnel voll automatisch. Als Ausrüstung hat er Dynamit mit dabei – und die Schneekanone. Das Dynamit hat einen gigantischen Sprengradius und macht auch Spielerschaden – es muss aber leider erst in den Munitionskisten gefunden werden.

 

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Die Besonderheiten

Die oben genannten Munitionskisten sind auch ein Teil der neuen Version. Im Spiel sind manche Kisten vorhanden, verteilt auf der ganzen Map, welche bei Bedarf durch Berührung aufgenommen werden können. So kann man beispielsweise seine Energie auffüllen, läuft man durch eine Gesundheitskiste, oder man bekommt neue Munition, wenn man eine Munitionskiste berührt. Mit dem neusten Update gibt es auch Block-Kisten, welche dem Spieler beim Aufsammeln Blöcke zum Bauen zur Verfügung stellt. Normalerweise hat man von Beginn an 100 Blöcke, durch das Aufsammeln kriegt man nochmal 100 Blöcke hinzu bis maximal 300 Blöcke, wobei die maximale Anzahl der Blöcke mit den Klassen individuell ist.

Jede Klasse hat bereits vorgefertigte Bauelemente: So hat der Scharfschütze zum Beispiel eine Treppe, die ganz locker mit der Auswahl über der 4 im Spiel gebaut werden kann. Der Kommandosoldat hat eine befestigte Mauer, welche gute Deckung bietet. Jede Klasse hat 3 bis 4 vorgefertigte Bauten, welche natürlich auch beim bau Blöcke kostet.

 

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Die Spielmodi

Vom einfachen Team-Deathmatch bis hin zum Zerstörungsmodus: Zahlreiche Modi sind hinzugekommen – und es werden immer mehr. In Updates werden manchmal Spielmodi und Waffen hinzugefügt – Spielkarten (=Maps) sind da schon eher etwas seltener, aber dafür umso besser.

Das klassische Team-Deathmatch erklärt sich von selbst: Eine Klasse auswählen – ballern – und nicht sterben.  Flagge erobern war in der alten Version schon implementiert: Man muss die Tasche (=Intel/Flagge) des Gegners klauen und diese dann in seinen Stützpunkt, also Hauptquartier (meist auch Spawn) heimbringen. Durch ein neues Update kam auch dasklassische Flagge erobern hinzu, welches nur eine normale Klasse (Rifl) vom alten Spiel mitbringt.  Beim Modus Mehrere Hügel spawnen die Teams auf den jeweiligen Maps-Enden und müssen einen Hügel, meist in der Mitte der Karte, einnehmen, indem sie die Position auf dem Hügel verteidigen müssen. Unglaublich, aber wahr: Es gibt einen Zombiemodus: Alle starten als Menschen, doch nach einer gewissen Zeit verwandelt sich ein Mensch urplötzlich in ein Zombie. Dein Ziel als Mensch: Überlebe! Verteidige dich gegen die Zombies. Dein Ziel als Zombie: Töte die Menschen und hole Anhänger: Jeder gestorbene Mensch wird zum Zombie. Als Zombie hat man keine Waffe, sondern nur seine Hände, mit denen man seine Gegner attackieren kann. Aber wenn wir mal ehrlich sind: Was sollen schon Waffen, wenn man von verrottenden Händen angegriffen und begrabscht werden kann?

Im Zerstörungsmodus muss man den Stützpunkt des Feindes zerstören. Hierzu eignet sich der Bergarbeiter hervorragend, da dieser mit Dynamit und der Bohrkanon ordentlich Blockschaden austeilt. In der Diamantenmine macht man sich auf der Suche nach Diamanten in der Map. Diese muss man finden und zu seinem Stützpunkt bringen.

Mit dem neusten Add-On “St. Valentins Day Massacre” gibt es noch den SpielmodusTerritoriumskontrolle und VIP. Da ich das Add-On, welches 3,99 Euro kostet, nicht besitze, kann ich leider nicht selber über das Add-On berichten. Von Freunden hört man aber, dass die neuen Maps und Spielmodi eigentlich recht gut sein sollen. Ist das ein Grund, vier Euro zu investieren?

Summary
Manche sagen, die alte Version war besser. Andere wiederum behaupten, dass das neue viel besser wäre. Ich persönliche finde, dass die neue Version gut ist, aber nicht unbedingt besser. Es ist eine gute Anti-Hack-Protection eingeführt, sodass es bisher keine Hacker gibt – das ist schon mal gut. Ansonsten feier ich die Hintergrundmusik auch voll. Die gute 8-Bit Pixelmusik passt perfekt zu dem Spiel. Auch die Hintergrundgrafiken im Menü und Ladebildschirmen sind perfekt. Das Feeling in dem Spiel ist einfach gut, was bei der alten Version überhaupt nicht der Fall war. Insgesamt also kann ich jedem nur die Investition in das Hauptspiel ans Herz legen: Macht unglaublich viel Spaß und mit ein paar Freunden kann man auch gut einige Stunden investieren.
6.8
Okay
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Junger Redakteur, Schüler und Journalist aus Leidenschaft. Seit 2013 dabei.

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