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8-bit Armies Review

Von den Machern von Star Wars: Empire at War und dem letztjährigen, ambitionierten Grey Goo kommt ein Spiel, das wie keines ihrer Projekte zuvor zu den Wurzeln zurückgeht. Mit 8-bit Armies präsentiert Petroglyph Games eine eigentlich uralte Idee – aber für eine neue Generation von Spielern. Lest jetzt unser Review!

 

Dünenkrieger

Dank seiner Formel reduziert 8-bit Armies das Echtzeitstrategie-Genre auf das absolute Minimum, weswegen es auch an dieser Stelle keinen Abschnitt über eine Story gibt. Im Grunde ist es ein einfacher Konflikt zwischen grünen und gelben Einheiten. Keine Charaktere, keine große Handlung…einfach nur gute alte Haudrauf-Schlachten.

Wenn man 8-bit Armies erst einmal spielt, fallen einem die vielen Parallelen zu Command & Conquer auf, einer Serie, an der viele von Petroglyphs Mitarbeitern einst bei Westwood Studios arbeiteten: Es gibt nur eine Ressource (Öl), mehrere Produktionsstätten erhöhen den Einheitenausstoß und am Ende geht es meist nur um eines: Den Gegner mit seiner größeren Armee niederzumähen. Zwar kann man es auch taktischer angehen, aber meist ist dieser Weg zum scheitern verurteilt, weil der Gegner Masse statt Klasse bevorzugt.

Auch wenn Command & Conquer von der Perspektive und den Einheiten die größte Inspiration war: In Sachen Spielprinzip nimmt 8-bit Armies viele Parallelen zum absoluten Urvater des modernen Echtzeitstrategie-Genres, Dune II, das ebenfalls von Westwood Studios stammte. Bis jetzt gibt es nämlich nur eine einzige Fraktion, die auch leider relativ gewöhnliche Einheiten besitzt, mal abgesehen von einem Atomschlag, der dem der Bruderschaft von Nod angelehnt ist. Es fehlen ansonsten wirklich interessante Einheiten wie z.B. Tarnpanzer, Flammenwerfer oder etwas, was dem guten alten Mammut-Panzer aus C&C gerecht wird. Allerdings gibt es im Hauptmenü ein mysteriöses Bild, das offenbar eine mögliche zweite Fraktion zeigt, die komplett aus Fantasy-Einheiten besteht, inklusive bärtigem Zauberer, Ogern, Skelettkriegern und Katapulten. Wann und ob diese Fraktion ihren Weg ins Spiel finden wird, ist allerdings nicht bekannt.

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Leere Hülle

Mit dem Umfang spart man nicht: Nicht nur gibt es eine 25 Missionen lange Einzelspieler-Kampagne, sondern auch eine weitere 10 Missionen lange kooperative Kampagne, mit der man online zusammen mit einem Freund gegen die KI antritt. Natürlich dürfen auch Einzelgefechte und Mehrspieler-Modus nicht fehlen. KI-Spieler haben drei Schwierigkeitsgrade und sind schon ab Normal nicht sonderlich zimperlich. Leider sind die Karten trotz vieler ziviler Gebäude und Einrichtungen recht leer. Man kann z.B. nicht wie in Alarmstufe Rot 2 zivile Gebäude befestigen und seine Infanterie daraus angreifen lassen. Auch neutrale Gebäude, die einen Bonus gewähren solange man sie hält sucht man vergebens. Immerhin kehren die aus Command & Conquer bekannten Kisten zurück, die entweder Boni gewähren oder einen explodieren lassen. Vergeblich sucht man stattdessen ein System, das Einheiten mit der Zeit befördert und ihnen Extrafähigkeiten verleiht.

Der Artstyle des Spiels hebt sich (auch um dem Titel gerecht zu werden) deutlich von Grey Goo ab. Mit großen Voxel-Grafiken erinnert 8-bit Armies am ehesten an eine Minecraft-Welt, in der mit schweren Waffen gekämpft wird. Manche Hindernisse werden von Panzern auch schon mal über den Haufen gefahren.

Viel Lob verdient der tolle Soundtrack, der ebenfalls von einem Westwood-Veteran stammt: Frank Klepacki, der praktisch für alle Command & Conquer-Soundtracks bis zu Renegade hauptverantwortlich war und auch zu späteren Titeln ein paar Melodien beisteuerte. Tatsächlich liefert seine Musik sehr viele Parallelen speziell zum zweiten Teil der C&C-Hauptreihe, Tiberian Sun. Löblich: 8-bit Armies läuft auch auf relativ schwachen Maschinen noch recht gut und macht sich ideal für kleinere Rechner

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FAZIT: Noch nicht angekommen, aber eine gute Grundlage

8-bit Armies ist ein exklusiver PC-Titel.

Summary
8-bit Armies hat einen großen Nachteil: Es ist zu früh veröffentlicht worden. Zu schwer wiegen die inhaltlichen Abstriche an, die das Spiel an allen Ecken plagen. Mit nur einer Fraktion allein wird man auf Dauer keine Spieler halten können, was mich zu der Frage bringt, wieso man sich nicht für Early Access entschied und später erst weiteres hinzufügte. Vieles könnte man damit entschuldigen, denn 8-bit Armies ist beileibe kein schlechtes Spiel. Im Gegenteil: Ich hatte großen Spaß damit. Aber wenige werden ihm seine Fehler verzeihen können.
Good
  • Fantastischer Soundtrack!
  • Große Anzahl von Spielmodi
Bad
  • Nur eine Fraktion bis jetzt
  • Karten bieten zu wenig taktische Feinheit
  • Lässt viele Verbesserungen der letzten Jahre vermissen
6
Okay
Written by
Redakteur, Gamer und Filmliebhaber. Mag Indie-Spiele, die PS Vita und Indie-Spiele auf der PS Vita.

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